Geschichte wiederholt sich doch?

Was hat es mich immer genervt, wenn wieder und wieder von der Verantwortung aus unserer Geschichte geredet wurde. Eine Geschichte die weit vor meiner Zeit stattfand. Immer wieder die standardisierte Empörung einer Charlotte Knobloch, wenn irgendwer ein falsches Wort gesagt hatte, dass dann sofort als antisemitisch ausgelegt wurde. Dazu das Handeln des Landes Israel, das offensichtlich an einem Frieden mit Palästina kein Interesse hat, aus dem Gaza-Streifen ein Ghetto gemacht hat und auch im Westjordanland keine Gelegenheit auslässt, sich Feinde zu machen. Sagt ein deutscher Politiker etwas gegen die israelische Politik, wird ihm sofort unterstellt, das Existenzrecht Israels in Frage zu stellen. Mir geht das auf den Keks, denn auch der Holocaust begründet nicht das Recht, sich wie die sprichwörtliche Axt im Walde zu benehmen.

Gleichwohl bin ich aber auch der Auffassung, dass jeder Schüler einer deutschen Schule einmal im Leben einen Schulausflug in ein KZ mitmachen muss. Jeder Jugendliche muss sich bewusst sein, was einmal auf deutschem Boden stattgefunden hat. Eben damit sich diese Geschichte nicht wiederholen kann. Denn die letzte Zeit hat mich gelehrt, dass die Grundgesinnung von damals in weiten Teilen der Gesellschaft wieder latent vorhanden ist und nun mehr und mehr zum Vorschein tritt. Die Aggressionen richten sich diesmal zwar nicht gegen Juden, doch die Rattenfänger trauen sich mit immer lauteren Parolen auf die Straße. Sie schrecken vor Gewalt nicht zurück und die Politik steht ratlos vor diesem Phänomen, bzw. treibt die Spaltung noch weiter ins Volk. Wenn ich nur Horst Seehofers Forderungen nach grenznahen Internierungslagern für bestimmte Nationalitäten höre wird mir schlecht. Popolismus vom Feinsten.