GM oder ein Land wird verarscht

Da sind sie die letzten Wochen alle zur Hochform aufgelaufen, die Steinbrücks und Guttenbergs. Rettungsaktionen für Traditionsunternehmen wie Opel kommen im Wahlkampf schließlich gut an und auch wenn man letztendlich gar nichts zu melden hat, kann man trotzdem so tun als ob. Wenn dann die Arbeitsplätze gesichert sind, lacht man in die Kamera und hat vielleicht ein paar Wählerstimmen gewonnen.

So hat man wochenlang verhandelt und Bieterkonzepte bewertet. Und diejenigen, die dann trotzdem alles entscheiden, nämlich die Chefs von General Motors, haben auf Zeit gespielt und verkünden jetzt, dass sie Opel behalten wollen. Das Ganze ist so traurig, dass es schon wieder zum lachen ist. So wundert es auch nicht, dass sich Torsten heute über die Geschichte ein wenig lustig macht:

26. August 2030, ein Montag:

Deutschland: Wie die Bundesregierung am heutigen Montag in einer offiziellen Stellungnahme mitteilte, liegen für die inzwischen auf Gummistiefel und Lakritzschnecken spezialisierte Adam Opel AG mit Sitz in Tallinn (Estland) weiterhin Übernahmeangebote von 187 verschiedenen Bieterfirmen vor. Wie innerhalb der letzten 21 Jahren täglich verkündet, wird innerhalb der nächsten Stunden eine verbindliche Entscheidung getroffen, wer zukünftiger Eigentümer von Opel werden wird. Regierungskreise sind sehr zuversichtlich, dass der neue Eigentümer der Opel AG den vollständigen Erhalt der aktuell noch 17 Mitarbeiter sicherstellen wird.

to be continued

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