Grölemeyer Schlagerstar

Ich mußte heute morgen schon ein wenig schmunzeln, als ich in meinem erklärten Lieblingsradiosender das Interview mit Dieter Thomas Heck hörte. Aus Anlass des 40. Geburtstag der ZDF-„Hitparade“ hatten sie ihn aus dem Bett seines spanischen Urlaubsdomizils geholt. Dabei hat er dann Tranrocker Herbert Grönemeyer als Schlagersänger bezeichnet, womit er meiner Meinung bestimmt nicht unrecht hat. SpOn hat auf jeden Fall gleich einen Artikel daraus fabriziert und schreibt gar von einem Tiefschlag.  Da sie es aber natürlich mal wieder nicht fertig gebracht haben, die Quelle zu verlinken, gibt es den Podcast hier zu hören:

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2 Gedanken zu „Grölemeyer Schlagerstar“

  1. In den Siebzigern war „Schlager“ noch kein Schimpfwort, sondern manchmal recht gute deutsche Musik, darunter teilweise englische Songs mit deutsch übersetzten Texten (z. B. Howard Carpendale „Tür an Tür mit Alice“).

    Heutzutage bedeutet deutscher Schlager „Unoriginelle Texte auf ewig gleichen Umpfta-Rhythmen“, und ist ein Erfolgsmodell, Leute mit möglichst wenig Aufwand abzukassieren.

    Naja, insofern trifft das auch auf Grönemeyer zu. Denn die Texte sind schon lange nicht mehr originell, sondern unverständlich. Vorbei die Zeiten, in denen Grönemeyer zu den großen deutschen Rockmusikern gezählt werden konnte.

    Aber auch Heinz Rudolf Kunze mutierte schließlich vom Liedermacher zum Pop-Rocker, der schließlich nicht mal mehr davor zurückschreckte, ein Andrew-Lloyd-Webber-Musical, also neben modernem deutschen Schlager und moderner deutscher Volksmusik die Ausgeburt an schlechter Musik, ins Deutsche zu übertragen. „Wir sind jetzt alt und brauchen immer noch Geld!“ kann man das eigentlich nur noch kommentieren.

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