Hamata am Roten Meer

Hamata liegt im Süden von Ägypten am Roten Meer. Bis zum Sudan sind es gerade mal noch 120 Kilometer und ausser einer handvoll Hotels und ein paar Dörfern kommt da nicht viel auf der Strecke. Wenn man sich in die Gegend als Tourist verirrt, dann ist man im Normalfall entweder Taucher oder hat einen Ausflug zum Kamelmarkt von Shalatein gebucht. Und weil es rund um Hamata eben nichts gibt als drei oder vier Hotels und viele wunderschöne Tauchspots rund um Rocky Island, Saint John’s Reef and Zabargad Island, möchte man eben auf den Zug mit dem Tauchtourismus aufspringen. Zu diesem Zweck wurde in Hamata eine Marina gebaut. Die wurde mittlerweile sogar betoniert und an Land stehen auch schon kleine Pavillions, wo wohl zukünftig Waren angeboten werden sollen. Neben den zwei Booten unserer Orca-Basis liegen dort auch einige andere Ausflugsboote.

Die Marina von Hamata

Fast schon wieder lustig und ein typisch ägyptischer Gegensatz befindet sich auf dem Zufahrtsweg zur Marina. Da gibt es nämlich einen “Checkpoint”, bei dem ich mir wirklich nicht das Lachen verkneifen konnte.

Checkpoint Hamata

In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich die Polizeistation von Hamata, wo vier Polizisten ihren Dienst tun, sprich sie sitzen den ganzen Tag herum und trinken Tee. Da es ja streng verboten ist, ägyptische Polizei- und Militäreinrichtungen zu fotografieren und die Typen mich natürlich genau unter Beobachtung hatten (wann marschiert schon einmal ein Europäer rum?), kann ich von der tollen Polizeistation kein Foto liefern. Dafür aber vom Gelände direkt dahinter. Dort verrosten nämlich seit über 60 Jahren Autos und LKWs im Sand. Und dreimal dürft Ihr raten, wie die da hingekommen sind.

Autowrack aus dem 2. Weltkrieg in Hamata

Autowrack aus dem 2. Weltkrieg in Hamata

Möchte man ausserhalb des Hotels etwas einkaufen gibt es noch einen kleinen Supermercato 😉

Supermercato in Hamata

Supermercato_1

Neben ein paar Lebensmittel, Getränken und Süßigkeiten gibt es auch Zigaretten für 11 Euro die Stange. Der Ladenbeistzer steht übrigens links. Der Herr rechts hat sich nur spontan als Dolmetscher angeboten. Nach 10 Minuten waren wir alle bedient und ich denke mal, dass wir für eine Verdoppelung des Tagesumsatzes gesorgt haben.