Ignorieren hilft leider nicht

In den letzten Wochen habe ich ein wenig Struthio camelus gespielt. Wenn unser Bundesinnenminister Schäuble irgendwo zu hören war, habe ich angeekelt weggeschalten und gehofft, der Albtraum möge vorbeigehen. Schon als er im Februar 2000 seinen Rücktritt wegen der Parteispendenaffäre erklären musste (die 100.000 Mark die er damals annahm, sind bis heute nicht aufgetaucht), hoffte ich auf sein politisches Ende. Doch leider vergessen die Menschen zu schnell und so muss sich Deutschland heute nach wie vor mit ihm quälen. Eine Zeit lang dachte ich, ignorieren hilft und irgendwann wird es ihm oder den Menschen zu dumm. Aber mittlerweile habe ich eingesehen, dass das der falsche Weg ist. Ähnlich wie bei den rechten Deppen hilft diese Taktik nichts. Man muss sich der Gefahr stellen, egal ob sie in Form von Glatzköpfen oder eines Innenministers daher kommt.

Andererseits ist seine Taktik effektiv und nicht einmal so ungeschickt. Steter Tropfen höhlt den Stein, sagt man. Auf ihn zugeschnitten bedeutet das nichts anderes wie: Male immer wieder ein Schreckensszenario auf und jedesmal glauben es ein paar Menschen mehr. Verlange Dinge, von denen Du genau weißt, dass sie nicht durchsetzbar sind. Wenn dann doch etwas passiert, bist Du fein raus, weil Du hast es ja schon immer vorausgesagt, dass man mehr tun muss. Und wenn das Grundgesetz nicht zu deinen Plänen passt – Scheiss drauf, wird einfach geändert. Irgendwann hast Du dann das Recht schon so, wie Du es für Deine Zwecke brauchst.

Und so kann er von den ganzen anderen Versäumnissen ablenken, die zum Großteil auf sein Konto gehen. Ich gehe jetzt da mal gar nicht weiter drauf ein, sondern verweise auf ein Interview mit Konrad Freiberg, dem Vorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei.

Und wenn Schäuble im ZDF erklärt,

Im vergangenen Jahrhundert ist die Freiheit einmal verloren gegangen, weil die Menschen den freiheitlichen Verfassungsstaat diffamiert haben, es sei eine Schwatzbude und er könne die Menschen nicht schützen.

dann fällt mir nur ein, dass es die Nazis waren, die den Menschen das eingeredet haben und die Gesetze so angepasst haben, wie sie es für ihre Zwecke brauchten. Ich meine, dass die wirkliche Gefahr fürs deutsche Volk von ihrem Innenminister ausgeht.

Lesenswert dazu: Geschichtsstunde über „die Menschen�� von Udo Vetter

3 Gedanken zu „Ignorieren hilft leider nicht“

  1. Der sichert sich für den Fall eines Anschlages ab. Nachher wird er dann sagen: Ihr habt ja nicht auf mich gehört. Danach kann er dann seine Vorstellung vom Rechtsstaat leichter durchsetzten. Vor den Folgen die ein Anschlag bei uns haben wird habe ich wesentlich mehr Angst, als vor dem eigentlichen Anschlag. Echte Horrorvisionen…

  2. Ich halte mich ja auch meist vornehm zurück was Politik angeht, einfach weil sie mich meist nicht interessiert, doch diesmal habe ich auch mal was gemacht und zwar eine Mail an die Kanzlerin geschriebe, eine Reaktion gabs bisher nicht, aber ich bin der Meinung das wir echt mal dazu aufrufen sollten deren Postfach zu sprengen im Sinne von “ Meine Meinung zum IM und seiner Politik“

  3. Sehr aufschlussreich alles hier…. der Herr „Schizophren“ Schlitzohr Schäuble ist nicht nur Deutschland, er ist richtig tief drin, „IN“ Deutschland. Bevor unser Staat sich und seine Bürger durch Überwachung und Spionage schützen muss, gehören solche Leute abgesetzt und die Deutsche Bundeswehr nach Deutschland! Dann habe wir gar keinen Grund mehr Anschläge anzuziehen wie der saure MUS DIE fLIEGEN:::: hehe Gott lob das Englische Königreich die machens doch vor —

    Ach so und dann noch was : ZITAT Morgenpost Dresden 29.07.2007 >Ein Christdemokrat wagt schon mal einen Vorstoß: Stefan Mappus CDU Fraktions-Chef im Baden Würthembergischen Landtag, hat sich für die Einführung einer (jetzt kommts) entfernungsabhängigen PKW- Maut ausgesprochen. 20(!!!!) Prozent der der Fahrzeuge, die auf deutschen Autobahnen unterwegs seien, beteiligten sich nicht an den entstehenden Kosten, begründete der 41 Jährige seinen Vorschlag. Vor allem Autofahrer aus dem Ausland bezahlen weder für den Unterhalt der Verkehrsinfrastruktur noch Mineralölsteuer,weil sie meist vor dem Grenzübertritt noch günstig tankten, klagte der CDU-Politiker. Gleichzeitig soll die KFZ-Steuer wegfallen und die Mineralölsteuer gesenkt werden. Einsparmöglichkeiten sieht Mappus durch einen geringeren Verwaltungsaufwand: 1000 Beamte seien allein nötig, um die KFZ Steuer bundesweit einzutreiben. Nach der BUNDESTAGSWAHL im Jahr 2009 werde die PKW-Maut kommen, zeigte sich der CDU-Politiker überzeugt: „Da nehme ich Wetten an“ ENDE Wau die warten damit echt auf die Wähler…. bleiben da denn Alternativen !o) und 20% ist lapidar gesagt ganz schön viel….das heißt ja 80% zahlen …. wau….. das sind viele…..!o) nagut da werd ich mal den entfernungsunabhängigen Server aktivieren und das Kostenfrei ich bin eigentlich für Internetporto… so pauschal 20ct damit wir günstiger als aufm Briefmonopolweg kommen……. und dann noch ne Sonnenscheingebühr weil fürs Niederschlagswasser zahlen wir ja schon (ok damit es weitergeleitet & aufbereitet wird)
    na tolli… Atmen müsste noch unter Strafe stehen das wär gut der Schäuble hat sowieso den kürzeren !o) danach kann man ja nochmal überlegen… Ach so zu Dresden…. Brücken verbinden auch wenn Sie demokratisch gewollt sind…wär ja auch schade wenn nicht. So long (der Buschzähler ist top)

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