Installationsdrama Adobe Acrobat Reader

Das PDF-Format ist mittlerweile das Dateiformat der ersten Wahl, wenn es um den Austausch von Dokumenten geht. Zum Betrachten dieser Dateien braucht man bekannterweise den Acrobat Reader von der Firma Adobe. Adobe bietet hier die jeweils neueste Version zur vollautomatischen Installation an. Dieses Verfahren mag für den Heim-PC ganz praktisch sein, denn das Wort „Download“ ist für so manchen noch immer ein Fremdwort.

Problematisch wird es aber für zwei Arten von PC-Benutzern. Zu dem einen Typus gehört meine Mutter mit ihrem 56 k Modem. Die ist darauf angewiesen, dass der Sohn persönlich vorbeikommt und die 23 MB mit dem USB-Stick bringt. Die andere Gruppe sind die vielen, vielen arbeitenden Menschen in deutschen Büros, die mit ihrem Arbeitsplatzrechner ans Firmennetz angeschlossen sind und denen über Policies untersagt wurde, selbst Software zu installieren. In kleineren Büros kommt dann der berühmte Turnschuhadmin vorbei, der während einer Tasse Kaffee mit seinen Adminrechten die Installation durchführt. In größeren Netzwerken kommt dann eines von vielen Tools zur automatischen Softwareverteilung in Einsatz. So auch bei uns.

Für beide Typen von Anwendern braucht man aber zur Installation erstmal eine Setupdatei, die man erwartungsgemäß beim Hersteller runterladen kann. Bei Adobe sieht man das ein wenig anders. Dort gibt es den Download nur als Installation. Möchte man offline installieren, kommt man an einer Vereinbarung zur Weiterverteilung von Adobe Reader nicht vorbei. Man muss einen kompletten Fragebogen ausfüllen und einer elfseitigen (bei Arial 11) Erklärung zustimmen. Dann kriegt man eine Mail mit einem Verifizierungslink:

Vielen Dank. Mit dieser Nachricht möchten wir Ihre E-Mail-Adresse überprüfen und gleichzeitig bestätigen, dass Sie sich um eine Vertriebslizenz für Adobe� Reader� beworben haben. Bestätigen Sie Ihre Anfrage, indem Sie auf den Link weiter unten klicken. Wenn der Link damit nicht aktiviert wird, kopieren Sie ihn bitte in Ihren Web-Browser. Nachdem wir Ihre Antwort erhalten haben, setzen wir die Bearbeitung Ihrer Anfrage zur Vertriebslizenz für Adobe Reader fort.

Nach dem Klick dann das hier:

Your e-mail address has been verified. We will now process your application to re-distribute Adobe� Reader� software. You will receive an e-mail shortly (but not longer than 2 working days) informing you of our decision.

Gott sei Dank waren es dann nicht zwei Tage, sondern nur zwei working hours, bis endlich der Link zum Download kam: Adobe – Adobe Reader für Unternehmen und Organisationen herunterladen. Hoffentlich finden nicht noch andere Hersteller Gefallen an so einem komplizierten Verfahren.

Ein Gedanke zu „Installationsdrama Adobe Acrobat Reader“

  1. Ich stand schon vor dem gleichen Problem.

    Erschwerend kommt hinzu, das der Acrobat Reader von Version zu Version mit immer mehr Plugins verunstaltet wurde, und dadurch immer träger reagierte bzw. überhaupt sehr träge in Gang kommt.

    Habe mich deswegen umgesehen und dabei den FoxIt Pdf Reader entdeckt. Kann ich wärmstens empfehlen. Kleiner Download und hat eigentlich bei mir bis jetzt keine Problem bei der Darstellung gehabt. Kann natürlich sein, das ein paar Features der Adobe Variante nicht funktionieren (Formulare, …) aber bei 1,6 MB Download kann ich das verschmerzen, da ich die pdf ja sowieso nur lesen muss.

    http://www.foxitsoftware.com/pdf/rd_intro.php

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