iTunes macht nur bei Scheißalben Sinn!

AC/DC-Sänger Brian Johnson hat 1live ein Interview gegeben. Darin gibt er Auskuft zur Entstehung vom neuen Album Black Ice und wie er sich auf ein Livekonzert vorbereitet. Am aufschlußsreichsten war allerdings die Antwort auf die Frage, warum man AC/DC nicht bei iTunes findet:

Und wir sind die einzige Band der Welt, die noch nicht bei iTunes unterschrieben hat. Worauf ich weder stolz bin, noch schäme ich mich dafür. Mir ist es nur wichtig, dass unsere Fans ein richtiges, physikalisches Album kaufen können, statt eines Downloads, was ja die aktuelle Entwicklung ist. Und für mich nur Sinn macht, wenn ein Album richtig scheiße ist und es reicht, sich da zwei Stücke rauszupicken und die zu brennen. Aber wir glauben, dass die Leute in unserem Fall ein komplettes Album hören sollten. Deshalb ist es auch das günstigste auf dem Markt. Es hat 15 Songs, und wird in den USA für 11,90 Dollar angeboten – was sieben Euro entspricht. Von daher ist es billiger als iTunes. Und das sollen die erst mal unterbieten. Ganz abgesehen davon, dass es immer gut ist, den großen Jungs den Mittelfinger zu zeigen.

via cimddwc

6 Gedanken zu „iTunes macht nur bei Scheißalben Sinn!“

  1. Recht hat er. In beiden Punkten. Ich bin ja auch schon ein Urgestein (BJ 72) und ich will ein vernünftiges Album in den Händen halten. Zwar bestücke ich hinterher meinen MP3-Player damit (nein, keinen iPod 😳 ), aber ich will zuerst eine CD in den Händen halten. Punkt. Ende. Aus.

    Und die Sache mit dem Rauspicken… auch da hat er Recht. 😎

  2. mich stört nur das entweder oder. ich kaufe mir meine cds auch noch immer in physischer form. schon wegen dem booklet. allerdings habe ich sämtliche musik auch in digitaler form.

  3. interssante und sympathische Einstellung. Wobei ich so gar kein AC/DC Fan bin und die Musik demnach gar nicht kenne. Hätte nur nicht gedacht, daß hinter all dem Krach offensichtlich ein Konzept oder Thema steht, das nicht auseinandergerupft werden sollte.

    Dennoch ziehe ich mir dann und wann schon mal ein einzelnes Lied aus dem Netz, finde die Idee an sich genial.
    Aber generell bin ich auch der Typ, der gerne eine echte CD mit Cover und Booklet in der Hand hält.

  4. Ich finde die Einstellung nicht zeitgemäß, zumal man bei iTunes auch ganze Alben einstellen kann und ich mir sicher bin, dass die Fans die Platten dort auch komplett kaufen würden.
    Ich brauche keine „Scheibe zum anfassen“, da ich alles entweder auf dem Rechner oder auf dem iPod habe. Im Regal stauben die nur ein …

  5. Die Einstellung etwas zum Anfassen verstehe ich schon ein wenig. Beim Download haben viele schon ein wenig das Gefühl, nichts für ihr Geld zu bekommen.

    1995 hat die Firma Pontis im Nachbarort Schwarzenfeld den ersten MP3-Spieler entwickelt und 1998 den Rio PMP300 auf den Markt gebracht. Die Geräte waren damals doppelt so groß wie eine Scheckkarte und rund einen Zentimeter dick. Der Vertriebsleiter hatte mir damals erzählt, sie hätten auch kleinere Geräte, doch die lassen sich nicht verkaufen, weil der Kunde für sein Geld etwas in der Hand haben möchte. Da dauerte es auch einige Jahre, bis das Umdenken stattfand.

  6. Welch ein Statement. Danke Brian. 🙂

    Das „haben-will-Gefühl“ ist bei den üblichen CD-Preisen durchaus nachvollziehbar. Es geht aber auch anders, wie viele kaufe ich seit Jahren ganze Alben als mp3/ogg. Nur halt nicht bei DRM-Shops, sondern aus anderen legalen Quellen im Internet, davon gibt es reichlich. Playlists mit Sahnestückchen sind mir ein Greul.

    @Meg
    dto. 🙂

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