Jetzt morden sie also wieder

Bis gestern waren es nur Norwegen und Japan, die noch Jagd auf Wale machten. Nachdem letzte Woche das Isländische Parlament beschlossen hat, Zwerg- und Finnwale wieder kommerziell zu jagen, ist gestern bereits der erste Walfänger mit einem erlegten Finnwal im Hafen von Reykjavík eingelaufen. Auch wenn die geplante Anzahl von Abschüssen sich vielleicht nicht gravierend auf die Population auswirken wird, ein schlechtes Zeichen ist es auf jeden Fall und boykotiert die Bemühungen, Norwegen und Japan von ihrer Jagd abzubringen.

Laut Wikipedia bildet der Tourismus in Island den zweitgrößten Wirtschaftszweig und gerade das „Whalewatching“ ist sehr beliebt. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass jemand kommt um getötete Wale zu sehen. Man kann also nur hoffen, dass die Reisenden das Land für Ihr Vorgehen abstrafen und wegbleiben.

6 Gedanken zu „Jetzt morden sie also wieder“

  1. Verstehen kann und muss man das nicht. Genausowenig, wie die sogenannten wissenschaftlichen Zwecke zu denen Japan die allermeisten Wale erlegt.

    Aber was können wir tun? Wer fährt schon nach Island? Es gibt bloß gut 300.000 Isländer, also etwa so viele wie es Einwohner in Mannheim gibt. Eigentlich müsste man die alle mit einem einzigen Wal zufriedenstellen können. So etwa 200 Gramm wären das pro Einwohner.

    Ich für meinen Teil werde dieses Jahr zu Weihnachten auf Walnüsse verzichten. Vielleicht bringt das ja was.
    😉

  2. Schon sehr seltsam, daß es ein paar Länder nicht schaffen, sich in das Weltgefüge einzuordnen…

  3. Pingback: Wale essen auf Island | Selbstversuch: Wahnsinn
  4. So blutrünstig, wie die Gesellschaft mittlerweile geworden ist, werden sogar die Touris darauf abfahren, beim Walfang dabei sein zu dürfen. Und damit haben die Isländer dann wieder ne Marktlücke für sich aufgetan! Vor allem wird das Fleisch größtenteils in Asien als Hundefutter verarbeitet!!! Schweinerei!!!

  5. Obwohl ich das morden der Wale bei weitem nicht gut heißen kann, im Gegenteil, sogar verabscheue, so frage ich mich doch, wo der Unterschied bestehen soll, wenn bei uns hier in Deutschland tagtäglich hunderttausende von Tieren Ihr Leben lassen müssen, sei es für unser Fressen, unsere Labortests oder auch ganz banal im Straßenverkehr, also dank unserer Verkehrswege.

    Geht es nur darum, daß es eine (von vielen) vom Aussterben bedrohte Art ist? Oder geht es um Schuldzuweisung und die Entlastung des eigenen Gewissens? Oder ist das ganze, was wir mit den Tieren anstellen, von Grund auf Abartig und mörderisch-verwerflich?

    Nur mal so.

    Danke für den Blogeintrag. In den Medien hatte ich es seither noch nicht gelesen …

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