Kalter Krieg 2.0

Heute haben also die USA und Polen das Abkommen über den amerikanischen Raketenschild unterschrieben und provozieren damit ein weiteres Mal Russland. Prompt hat der Kreml angekündigt, quasi als Gegenmaßnahme, zusammen mit Weißrussland ein eigenes Luftabwehrsystem bauen zu wollen. Ich erinnere jetzt mal ganz unverbindlich an die Kubakrise, als die UdSSR damals der USA Raketen vor die Haustüre stellen wollte. Es wird höchste Zeit, dass diese Zumutung im Weißen Haus abgewählt wird.

5 Gedanken zu „Kalter Krieg 2.0“

  1. Da stimme ich Dir zu. Doch das ist ja nicht alles. Frau Merkel & Co. sind voll auf dem Trip, dass Georgien zur Nato kommt…… ! Tritt dies ein und die Situation im Kaukasus wiederholt sich (und ich schließe das zukünftig nicht aus), dann haben wir den Fall der Fälle….. Dann wird eine Natomitglied angegriffen…. Die Folgen daraus kann sich jeder selbstausmalen.

  2. Okay, die USA stellen Abwehrraketen in Polen auf und Russland Abwehrraketen in Weißrussland. Wo bitte ist das Problem? Und wo die Ähnlichkeit zur Kubakrise?

  3. Die ganzen Atomraketen haben doch immer nur der Verteidigung gedient. Sicherlich sind wir bei weitem nicht so weit wie 1962 und die Wirtschaft wird schon verhindern, dass es zu weit kommt. Aber stell Dir mal vor, die Russen würden jetzt solche „Abwehrraketen“ in Kuba stationieren um sich gegen Mexiko zu schützen (Mexiko ist nur ein Beispiel), wie würden die Amis reagieren? Dazu die Aufrüstung von Saakaschwili durch die USA in den letzten Jahren. Wie unberechenbar dieser Präsident ist, hat er erst bewiesen.

  4. Also der Vergleich mit der Kubakrise hinkt wirklich etwas. Die Raketen sind Abwehrraketen und tragen keine atomaren Sprengköpfe. Die Raketen auf Kuba waren atomare Kurzstreckenraketen die aufgrund der geographischen Nähe zu den USA, und der damit verbundenen kurzen Vorwarnzeit, eine Art Erstschlagswaffe darstellten.

  5. Die Kubakrise war eine Propagandalüge der USA. Zumindest das mit der Krise.
    Denn die z.B. in der Türkei und im Iran stationierten Raketen waren Moskau deutlich näher, als Kuba Washington. Die Verträge von Kuba mit Moskau waren im Grunde dazu ein Äquivalent. Dass hinterher beide ihre Raketen (SALT1 und ABM) abbauten war im Grunde alles, was die Russen damals erreichen wollten und im Endeffekt auch erreichten.
    Dafür akzeptierten sie auch brav die Rolle des Bösewichts, obwohl Kennedy seine Raketen z.T. Jahre zuvor aufgestellt hatte. Heinz Alfred Kissinger hatte Kuba irgendwie nicht ganz auf dem Plan gehabt. In sofern wäre eine Kuba-„Krise“ 2.0 diesbezüglich durchaus wünschenswert, also das Ergebnis und nicht das Säbelgerassel vorneweg.

    Falk D.

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