Kanzlerinnenlogik

Geschlosssen waren sich CDU und SPD einig, dass Fahrten zur Arbeit erst ab dem zwanzigsten Kilometer abgerechnet werden dürfen. Die CSU war aus Wahlkampfgründen zwar angeblich dagegen, hat aber trotzdem brav mitgestimmt. Jetzt haben sie alle zusammen eine Klatsche vom Bundesverfassungsgericht bekommen und was sagt Frau Merkel, die bis dahin eifrigste Verfechterin der neugeregelten Penderlpauschale?

“Ich halte es für absolut richtig, dass wir das Geld angesichts der Wirtschaftslage jetzt den Menschen direkt zurückgeben.” Die Beibehaltung der alten Pendlerpauschale sei “die richtige Antwort auf die jetzige Wirtschaftssituation”, sagte sie am Dienstag in Warschau. Die Kanzlerin erklärte das Urteil damit quasi zum Konjunkturprogramm: Sie erwarte von den Milliarden-Rückzahlungen an Berufspendler einen Schub für den Konsum in Deutschland.

Wie ist das eigentlich? Darf man Politiker als verlogen bezeichnen, wenn sie so vom Stapel lassen?

4 Gedanken zu „Kanzlerinnenlogik“

  1. Da kann man nur Konrad Adenauer zitieren: „Was schert mich mein Geschwätz von gestern?“

    Natürlich sind Politiker Opportunisten, sonst kämen sie nicht weit – in keiner Partei!

  2. Hallo, StöiBär,

    dir ist bekannt, das sich das Wort Logik nicht nur vom Logos (dem denkenden Geist), sondern auch vom Begriff Lüge herleiten läßt?!

    Die Kanzlerlogik ist demnach alles nur Gelüge.
    Denn,
    wenn es die Wahrheit wäre, baumelte sie längst am Brandenburger Tor, mit einem Opel an ihren Füßen hängend …

    MfG

  3. Die Merkel ist sowieso dermaßen aalglatt und substanzlos, dass es zum Himmel schreit. Und die ist – wohlgemerkt – mit Abstand der/die beliebteste Politiker/in in Deutschland. Geht es noch trauriger?

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