Keine Ballungsraumzulage für Beamte

In Großstädten ist das Preisniveau höher als auf dem Land. Das ist hinreichend bekannt. Dementsprechend ist das Lohnniveau in Ballungsräumen wie München höher. Gerade durch diese Tatsache können sich viele Menschen das Leben in München überhaupt leisten.

Mit dem Eintritt der östlichen Nachbarländer in die EU wurden an den Grenzen bereits viele Stellen abgebaut. Mit dem Beitritt Tschechiens zum Schengener Abkommen in diesem Jahr werden noch mehr Stellen bei Bundespolizei und Zoll in unserer Gegend gestrichen. Die Folge ist, dass viele Beamte nach München versetzt werden, wo am Flughafen ja ein ständiger Kräftemangel herrscht. Mehr Geld soll es dafür natürlich nicht geben. Die Ballungsraumzulage, die es mal für alle gab, gibt es nur noch für staatliche Geringverdiener. Kriminalhauptkommissar Peter Steiniger aus Bayreuth hatte jetzt auf eben diese Zusatzzahlung geklagt, da er sich nun viel weniger leisten kann als in seiner Heimat.

Dass das Bundesverfassungsgericht die Klage abweist, war irgendwo zu erwarten. Schliesslich würden dadurch erhebliche Kosten auf die Bundesländer zukommen. Interessant nur die Begründung:

Das Bundesverfassungsgericht wies darauf hin, die in Metropolen höheren Preise spiegelten auch die dort höhere Lebensqualität .

Ob damit auch die zubetonierte Natur, der ständige Stadt- und Fluglärm oder die höhere Kriminaltätsrate gemeint ist?

4 Gedanken zu „Keine Ballungsraumzulage für Beamte“

  1. Gute Frage 😉 das mit der Lebensqualität. Ich möchte nicht dauerhaft in einer Grossstadt im Stadtkern wohnen und nich wie in der Sardinenbüchse, aber die Stadt mit ihren Vorteilen dennoch nicht missen … da sind Kompromisse angesagt. Einiges könnte man mit Sicherheit anders managen.
    Mein Blogsystem kann das mit der Adresse leider nicht, vielleicht schaust Du da noch mal nach bei dem Comment.
    Ohne Moos in München jedenfalls nix los 😉

  2. Hallo Nabburger StoiBär – hier Irmgard aus Nähe Weiden (lebe in der Pampa, einem kleinen Dorf in der Nähe von Weiden).
    Also ich hab da gar keine Probleme, wenn alles so bleibt wie es ist. Denn in der Großstadt ist man ja auch nicht gezwungen, wie hier auf dem Land, ein Auto zu halten, das doch einiges an Geld verschlingt. Das hat der Herr wohl nicht eingerechnet in seine Rechnung.
    Ich hatte, als ich in Nürnberg lebte, zwar auch höhere Mieten, aber ich hatte zum günstigen Preis die öffentlichen Verkehrsmittel zur Verfügung.
    Zum Kommentar von Diane: So ganz ohne Moos scheint der Herr ja nicht zu sein ;-).
    Höhere Lebensqualität im Sinne von Kultur natürlich :-). Die gibts ja bei uns Leuten auf dem Land nicht – denken die Politiker wahrscheinlich *gg*.
    Liebe Grüße, Irmgard

  3. @ Tom: Soso – Naja, in Nabburg war ich auch schon. Allerdings nicht mit dem Rad ;-).
    Liebe Grüße, Irmgard

Kommentare sind geschlossen.