(K)eine mediengerechte Entführung?

Heute war ich relativ viel im Auto unterwegs und alle paar Minuten wurde die Entführung von deutschen IT-Spezialisten im Irak spekuliert. Vielleicht warens aber doch keine Bundesbürger und auch keine Spezialisten sondern Wachmänner oder vielleicht wurde auch gar keiner entführt. Jeder wußte was anderes und die Medien hatten einen Tag lang ein Thema. Mich hats auf jeden Fall genervt, dass alle paar Minuten wieder eine neue unbestätigte Meldung verbreitet wurde.

Jetzt sinds also doch „nur“ entführte Engländer. Mist aber auch. Das hätte doch mindestens Nachrichtenstoff für eine Woche gegeben. So können sie gerade mal morgen noch ein wenig drüber philosophieren, was gewesen wäre, wenn es doch Deutsche gewesen wären. Aber da bin ich dann nicht mehr den halben Tag im Auto unterwegs.

Was macht eigentlich Susanne Osthoff?

2 Gedanken zu „(K)eine mediengerechte Entführung?“

  1. Egal ob nun deutsch oder britisch oder aus Swasiland, ich habe mich bei meinen Autofahrten heute gefragt, wieso IT-Spezis überhaupt für Schulungen ausgerechnet in das immo unsicherste Fleckchen Erde geschickt werden müssen? Wo bleiben die Video-Konfenrenzen aus dem heimischen Headquarter-Konferenzsaal, eLearning und all die Segnungen, die andere IT-Spezis bereits für den globalen Informationsaustausch ausgeheckt haben?

  2. Wenn die Zulage winkt, ist es manchen eben egal, wie gefährlich es ist. Die SZ schreibt:

    Bei den Entführten handelt es sich offenbar um vier Sicherheitsleute und einen Berater. Eine Sprecherin der kanadischen Sicherheitsfirma Garda sagte, vier der fünf Entführten seien Mitarbeiter ihres Unternehmens. Beim fünften Entführten handle es sich um einen ,,Kunden‘‘ von Garda. Eine Sprecherin der US-Beratungsfirma Bearing Point sagte der Nachrichtenagentur AFP in Berlin, ein britischer Mitarbeiter sei unter den Entführten. Das Beratungsunternehmen ist auf Management und Technologie spezialisiert.

    Also nur ein „Spezialist“ und sonst Security.

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