Kommt mit Armstrong das Ende der Tour de France?

Der Radsport hat es derzeit alles andere als leicht. Die Sponsoren und die Fernsehsender springen ab und jetzt hat auch noch Lance Armstrong verkündet, bei der Tour de France 2009 wieder an den Start zu gehen. Zuvor will er noch den Giro d’Italia bestreiten. Zwar möchte er bei der Tour nicht als Teamleader fahren, doch seine Mitstreiter sind ja auch nicht gerade unbeschriebene Blätter im Thema Doping.

Die Macher der Tour täten gut daran, Astana (wie 2008) auch dieses Jahr nicht einzuladen. Rüdiger meint, die Tourleitung hat vor, “aus der Leiche noch ein letztes Mal Kapital zu schlagen” und dass Lance Armstrong zum Türöffner für Astana wird. Für mich würde aber ein Armstrong und ein Team Astana am Start das endgültige aus der Tour bedeuten. Die Glaubwürdigkeit des Radsports ist augenblicklich dahin, wenn es aber nicht bald gelingt, den alten Ballast abzuwerfen, wird es mit diesem wunderschönen Sport bald ganz vorbei sein.

10 Gedanken zu „Kommt mit Armstrong das Ende der Tour de France?“

  1. Hmmm, sicher nicht mit dem Radsport wird es vorbei sein, aber bestimmt mit diesen Traditionsrennen. Ich gehe da eigentlich mit: da die Veranstalter wissen, dass sie das Doping-Geschwür nicht erfolgreich bekämpfen können, wird nun alles in die Waagschale geworfen, um wenigstens noch die “letzten Zuckungen” profitabel zu überstehen. Und da kommt Zugpferd Lance gerade zur rechten Zeit.
    Mir würde es in erster Linie wegen der grandiosen Landschaftsaufnahmen aus dem Hubschrauber Leid tun.
    Na ok, am Col du Galibier würde ich auch gern noch einmal stehen …

    Beste Grüße aus Hönow
    Norbert

  2. Ich habe ja von den Anmeldeprozeduren bei der Tour keine Ahnung, aber gehe mal davon aus, dass da auch erheblicher Spielraum für Korruption besteht – schließlich ist die Froschschenkel-Rundfahrt trotz allem noch DAS Radsportereignis. Was mich gestern in der AP-Meldung nur stutzig hat werden lassen, dass Armstrong nicht von “Ich will”, “Ich plane” etc gesprochen hat, sondern von “Ich werde”… Ein Irrtum im Hinblick auf seine Startberechtigung wäre da für seine benefiziale Glaubwürdigkeit in den USA tödlich, mit der er das ganze Comeback ja begründet hatte.

  3. Der Radsport ist so oder so am Ende. Die ganzen Schönwetter-Floskeln vor jeder Tour, mehr gegen Doping zu unternehmen sind doch ohnehin unglaubwürdig.

    Anstatt nur die Fahrer zu bestrafen, die Doping machen, fände ich es sinnvoller, die Teams mit in die Verantwortung zu nehmen. Erst wenn auch diese bei einem Dopingfall empfindlich getroffen werden, könnten sie sich nicht rausreden. Als Teammanager würde ich dann im Vorfeld meine Fahrer schon regelmäßig überprüfen. Und wer dopt oder sich der Kontrolle entzieht fliegt.

    Vielleicht bleiben dann einige derzeitigen “Zugpferde” auf der Strecke, aber das würde langfristig dem Sport besser tun.

    Dann könnte man endlich wieder einen reinen Sport sehen, bei dem nicht der gewinnt, wer die meisten Chemikalien intus hat, sondern wer sich am besten vorbereitet hat.

  4. Einen einzelnen Artikel hab ich noch nie aboniert. Daher ist mir das noch nicht aufgefallen. Danke für den Hinweis.

    Die Feedadresse funktioniert nicht, ist scheinbar ein Bug im Theme. Warum aber auf die zweite URL umgeleitet wird, ist mir schleierhaft. Dem Zielartikel hab ich mal eine andere URL gegeben: https://www.stoibaer.de/copyrightfeed.html. Jetzt kriegst Du für den Beitragsfeed wenigstens eine 404. Muss ich mal nachforschen, was da faul ist.

    Als Zwischenlösung kannst Du übrigens den Beitrag über die Checkbox abonieren.

  5. Naja, ob Lance dieses Jahr tatsächlich starten wird ist nach den aktuellen Gerüchten ja wieder mal fraglich. Ohne Frage allerdings wäre Lance Armstrong in alter Form mit Sicherheit einer Bereicherung für die Tour de France 2009.

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