Marketing von APC

Callcenter sind bekannterweise die Geißel der Neuzeit. Privat kann man den ungebetenen Anrufer recht schnell identifizieren und abwimmeln. Geschäftlich ist es nicht immer sicher, ob der Anruf berechtigt ist oder nicht. Schließlich könnte es ja auch sein, dass man irgendwann mal die Visitenkarte auf einem Messestand hinterlassen hatte.

Fast jeder, der irgendwie etwas mit EDV zu tun hat, der kennt die Gutscheine, die der USV-Hersteller APC zigfach anläßlich CeBit oder Systems verschickt. Um Besucher an den Stand zu ködern, bekommt man seit Jahren Taschen oder Rucksäcke minderer Qualität geschenkt, wenn man vor Ort nochmal seine Kontaktdaten hinterläßt und die geführte Messetour über sich ergehen läßt. Zugegeben, vor einigen Jahren gehörte ich auch noch zu den Messejägern, die mit Tüten voller Werbegeschenken die Messe verlassen haben. Die APC-Taschen lagen dann eine Zeit lang im Regal, bevor ich sie entweder weiterschenkte oder im Müll entsorgte.

Da APC ein relativ namhafter Hersteller im USV-Geschäft ist, setzten wir in der Vergangenheit auch die Geräte dieser Firma ein. Irgendwann stellte sich aber heraus, dass die Produkte irgendwie nicht das halten, was man erwartet hatte. Sehr viele Defekte bei den kleinen Geräten, Buchbinder Wanninger bei der Bestellung einer Wartung für die Großgeräte und erst recht das reine Chaos bis man eine Rechnung bekommt, die richtig adressiert ist. So haben wir schon vor geraumer Zeit beschlossen, keine Geschäfte mehr mit APC zu machen. Ein gigantisches Marketing allein reicht nicht. Das was danach kommt ist auch wichtig.

Auf was ich eigentlich hinaus wollte: Am Freitag bekam ich mal wieder einen Anruf aus dem Callcenter von APC. Allerdings hält man es scheinbar nicht mehr für nötig, die Firmen in der Landessprache anzurufen. Der Agent war nämlich nur der englischen Sprache mächtig. Da ich meinem Gehirn auch gerne mal mein eingerostetes Englisch wieder in Erinnerung bringe, hab ich mich ein wenig mit ihm unterhalten. Einen recht motivierten Eindruck machte er mir nicht gerade. Ist aber auch kein Wunder, musste er doch schon den ganzen Tag deutsche Kunden anrufen, die ihn kaum verstanden und meist sofort wieder auflegten. Vielleicht sollte man den Chefs bei APC mal mitteilen, dass die Muttersprache der Menschen, die in Deutschland leben, neben türkisch und russisch eben hauptsächlich deutsch ist.

3 Gedanken zu „Marketing von APC“

  1. Einen solchen Anruf hatte am Montag, APC und in englisch.
    „I’m not used to speak foreign languages at home. Have a nice day.“
    Ja das APC-Marketing nervt tatsächlich gewaltig, aber mit den USV-Geräten und den Serverschränken gab es noch nie Probleme.

  2. Ich kann meine Erfahrungen nur auf den USV-Produkten ziehen. Die Back-UPS und Smart-UPS starben reihenweise kurz nach Ende der Garantiezeit. Nicht nur der Akku, sondern auch das Gerät selbst.

    Eine offene Rechnung über die Wartung einer anlage mit 15 VA haben wir seit 3 Jahren nicht gezahlt, weil wir bis heute keine Rechnung bekommen haben, die auf die richtige Adresse lautet. Es kamen dann immer Anrufe aus Dublin (immerhin auf deutsch), denen wir es bestimmt 10 mal erklärt haben, dass wir keine Rechnung zahlen können, die auf eine andere Firma lautet.

  3. Hallo StoiBär!

    Ich weiß, ich bin pedantisch, aber ich wollte kurz anmerken, dass Du aus der „Geisel“ eventuell noch eine „Geißel“ machen könntest. 😉

    Und wer „Buchbinder Wanninger“ nicht kennt: Ich musste es eben auch nachschlagen.

    Grüße,
    JR

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