Mobbing in der CSU

In der CSU geht es weiter rund. Wie schon berichtet, verlor Marianne Deml am Wochenende zum zweiten Mal die Wahl zum Landrat gegen Volker Liedtke (SPD). In der Wahl zuvor musste Otto Zeitler aus Nabburg bereits die gleiche Erfahrung machen. Vorher einmal Staatssekretär unter Umweltminister Dr. Peter Gauweiler, ist er nun seit langer Zeit nur noch einfacher Abgeordneter im Bayerischen Landtag. In seiner Heimatgemeinde ist er nur in Kreisen seiner eigenen Partei noch beliebt. Bei der restlichen Bevölkerung gilt er als Blockierer, Verhinderer und Frontenaufreißer, wie der neue Bürgermeister Armin Schärtl schon in einem Zeitungsinterview feststellte. So kommt die CSU-Fraktion im neu gewählten Stadtrat zwar besser davon als im bisherigen, aber mit sechs von zwanzig Stimmen bleibt sie trotzdem weit hinter dem, was man in Bayern sonst so gewohnt ist.

Nun ist es aber nicht so, dass die CSU hier nur Politiker hat, die wenig Erfolge nachweisen können. Mit der Wirtschaftsministerin Emilia Müller kommt eine Frau aus dem Landkreis, die derzeit nach oben strebt. Allerdings hat Frau Müller kein Direktmandat und kam zuletzt über die Liste in den Landtag. Das soll sich jetzt scheinbar ändern. Der Bezirksvorsitzende Hans Spitzner möchte dass Otto Zeitler Platz für Emilia Müller macht. Offizielle Begründung ist die Möglichkeit, Emilia Müller könnte es nicht über die Liste schaffen. Das ist natürlich unwahrscheinlich. Grund dürfte eher die Angst sein, der mittlerweile relativ unbeliebte Otto Zeitler könnte diesmal das Direktmandat nicht gewinnen. Diese Gefahr würde mit einer Kandidatin Müller nicht bestehen.

Dagegen wettert Otto Zeitler jetzt natürlich. Schließlich ist zu erwarten, dass die CSU bei der Landtagswahl bei weitem nicht mehr das Traumergebnis von 2003 erreicht. So wird so mancher aus dem Landtag fliegen, der zuletzt über die Liste reinkam und da könnte ein Herr Zeitler natürlich auch drunter leiden.

4 Gedanken zu „Mobbing in der CSU“

  1. „Äääähhhhh, da hat mir jemand mein Förmchen geklaut.“
    Wie die großen so die kleinen. Politik ist halt doch nix anderes wie Kindergarten!

  2. Aber hallo!

    In der Politik wird doch nicht gemobbt! Oder wie soll man es verstehen wenn sich die Politiker und Parteien gegen Mobbing aussprechen?

    Siehe: Link zur Webseite, oder bei http://www.mobbingweb.de – Stimmen gegen Mobbing!

  3. Mobbing sollte von allen Parteien unterbunden werden.

    Dann würde es bei denen auch nicht geschehen!

    LG

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