Mondphasen-Humbug

Einerseits ist es ganz praktisch, wenn die Mutter und Schwiegermutter an Beeinflussung durch Mondphasen glauben. Zu Weihnachten hat man dann mit dem Kalender gleich immer ein passendes Geschenk. Zusätzlichgibt es sonntags immer beim Kaffee etwas zu lachen, wenn die entsprechende Wochenplanung kund getan wird.

Gestern ging man auf Bayern2, in der Sendung „IQ – Wissenschaft und Technik“, dem Thema wissenschaftlich nach. Wen wunderts, nachweisbar ist natürlich gar nichts. Weder Mondphasen noch Bauernregeln treffen statistisch gesehen ins Schwarze. Alles wird nur subjektiv so empfunden oder hat andere Gründe, die wesentlich plausibeler sind. Es wird aufgeräumt mit Haarschneideregeln oder dem Vorteil von Mondphasenholz. Ein Beispiel: Die Blumen einer Frau wachsen nicht recht. Darum gießt die Frau jetzt nach Mondphasenempfehlung. Jetzt gedeihen die Blumen besser. Klar liegt es für den Gläubigen an den Mondphasen. In Wahrheit liegt es aber daran, dass jetzt überhaupt gegossen wurde und dann auch noch regelmäßig. Und so ist auch das Fazit eines der Forscher: „Wenn es auch nichts bringt, so nützt es doch.“

Die Sendung gibt es als Podcast beim BR und dauert ca. 21 Minuten.

2 Gedanken zu „Mondphasen-Humbug“

  1. Ich hab die Sendung auch gehört und kann sie nur empfehlen. Recht nett waren auch die Erklärungen von Prof. Lesch (bekannt von der Sendung Alpha Centauri auf BR Alpha). Er hat seine eigene Art komplexe Dinge ganz simpel zu erklären. Man fragt sich dann wirklich, wie kommt die Menschheit überhaupt d´rauf zu glauben, dass sich der Mond auf das Haareschneiden auswirken soll….Tja, manche machen ein gutes Geschäft damit. In den Buchhandlungen liegen schon wieder die Mondkalender für 2008 aus.

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