Monopolare Weltherrschaft

Beim transatlantischen Kameradschaftstreffen in München hat Wladimir Putin sich also getraut, die USA direkt anzugreifen. Die USA hätten „ihre Grenzen in fast allen Bereichen überschritten“. Alle europäischen Politiker haben Putin dann auch gleich kritisiert und alle sind linientreu gegenüber George Bush aufgetreten. Ich kann mich noch erinnern, als der Führung in Moskau beim Fall des eisernen Vorhangs versprochen wurde, dass die NATO nicht nach Osten expandieren würde. Jetzt kriegt Putin an der Ostgrenze den NATO-Neumitglieds Polen einen Raketenschutzschild vor die Nase gesetzt. Seine Reaktion ist in meinen Augen daher schon verständlich. George Bush hat ja nie einen Hehl daraus gemacht, wen er alles als „Schurkenstaat“ bezeichnet. Weißrussland ist da auch dabei und bei der Invasionsfreudigkeit der USA in den letzten Jahren, wäre ich da an Putins Stelle auch nicht erfreut, wenn man mir Atomrakten vor die Haustür pflanzen würde. Wie unzurechnungsfähig George Bush ist, zeigen ja erst seinen neu angekündigten Offensiven im Irak und Afghanistan. Entgegen aller Empfehlungen, auch aus dem eigenen Land, läuft er weiter in eine Richtung, die zum Scheitern verurteilt ist. Mit einer Politik, die sich einfach mehr und mehr zu weit aus dem Fenster lehnt und jedem anderen Land seine Interessen als einzig richtige Option aufdrückt, werden wir im Nahen Osten keinen Frieden bekommen, schon gar keinen der dauerhaft hält. Das Problem von George Bush ist einfach, dass er nicht den blassesten Schimmer hat, wie es im Kopf eines Moslem tickt. Wobei, es ist fraglich, ob er überhaupt die Europäer halbwegs versteht. Und was er da in Guantánamo ausserhalb der Legalität treibt, bzw. treiben lässt, entzieht ihm in meinen Augen jede Souveränität. Meine Hoffnung ist nur, dass ihm demnächst endgültig das Geld für seine Aktionen ausgeht und ihm die Demokraten den Spass am Kriegsspiel verderben.

Ein Gedanke zu „Monopolare Weltherrschaft“

  1. Wow – genau meine Meinung getroffen. Tut richtig gut, zu wissen, dass sich noch lange nicht jeder verblenden und eindudeln lässt. Und noch lässt sich gar nicht ermessen, welche Auswirkungen die Anbändelei unserer Regierung haben kann – das alles gegen den Willen von 3/4(?) der Bevölkerung. Bedenklich, dass Putin als Einziger nicht dümmlich grinsend dasaß.
    Hab‘ Deine Seiten leider erst heut gefunden (und schon fröhlich gestöbert), bin darum soooo spät dran mit meinem Senf.

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