Nur Einheitsbrei für Arme

Dass das eingestellte Fernsehmagazin Polylux kaum jemand vermissen wird, zeigt sich recht schnell, wenn man ein wenig quer durch die Blogs liest. Das „Jugendfernsehen für Rentner“ hab ich mir nur zweimal angetan, was allerdings wohl auch stark an der unmöglichen Sendezeit lag. Schade ist es aber wohl um das Radio Multikulti, das ebenfalls den Sparmaßnahmen vom RBB zum Opfer fällt. Wenn man allerdings die Gründe ansieht, warum die Sendungen eingestellt werden, kann man nur den Kopf schütteln. Weil „in Berlin und Brandenburg aufgrund der prekären Sozialstruktur viele Rundfunknutzer von den Gebühren befreit“ sind und weil dort sowieso nicht so viele Menschen leben wie in Bayern oder Baden-Württemberg, kriegt der RBB weniger GEZ-Gebühren und hat mittlerweile 54 Millionen Euro Schulden angehäuft. Darf ich das so verstehen, dass man als Empfänger von Hartz-IV in Zukunft nur noch „Goodbye Deutschland„, „Raus aus den Schulden“ und zwischendurch ein wenig „Big Brother“ ansehen darf?

4 Gedanken zu „Nur Einheitsbrei für Arme“

  1. Nein, als Hartz IV Empfänger muss man “Goodbye Deutschland“ und “Raus aus den Schulden” sehen; als Fortbildungsmaßnahme. “Big Brother” ist dann die Belohnung. 😉

  2. Ich fand bei Polylux immer die Frau von Hardenberg am interessantesten. Weil die mit einer so tiefen Stimme spricht, daß ich schon beim Zuhören Stimmbandschmerzen bekomme.

  3. Ich weiß ja nicht, welches Radio MultiKulti Du so gehört hast, aber wie so oft beim öffentlichen Rumfunk, sind Anspruch, Papierform und Wirklichkeit sehr weit voneinander gewesen. Zumindest war das mein Eindruck bei meinen Berlinaufenthalten. Und so schlecht kann „Raus aus den Schulden“ ja nicht sein, denn sowohl NDR als auch WDR haben eine 1:1-Kopie im Rennen. Ich finde allerdings sehr interessant, dass der RBB eine so hohe Verschuldung erreichen konnte. Ist der soziale Status der Berliner innerhalb eines Jahres derart abgestürzt oder hoffte man auch auf einen erneuten Geldsegen? Ich meine die Einnahmen waren doch planbar.

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