Subvention für die Rauchmelderindustrie

433 Menschen starben 2009 in Deutschland durch Feuer oder Rauch. Zum Vergleich starben 4002 Menschen bei Verkehrsunfällen und 8503 Menschen bei Stürzen. Leider habe ich keine Daten für Bayern gefunden, aber wenn ich von der Bevölkerungsverteilung in Deutschland ausgehe, dürften von den 433 Toten zwischen 70 und 80 auf Bayern entfallen. Und dafür werden jetzt also die 5.700.000 Wohnungen in Bayern mit Rauchmeldern zwangsausgestattet. Ich glaub, wir haben alle ein Vogel.

Manchmal fragt man sich wirklich, wie leicht sich Politiker von den Phobien anderer Menschen beeinflussen lassen oder wer da welchen Politiker Geld steckt, damit der eigene Wirtschaftszeig so subventioniert wird, wie es jetzt durch die beschlossene Rauchmelderpflicht getan wird.

Google – zwei aktuelle Zahlen

Street View: Google soll 25.000 US-Dollar Strafe zahlen

Die US-Aufsichtsbehörde FCC hat gegen Google eine Strafzahlung von 25.000 US-Dollar verhängt. Das Unternehmen habe die Untersuchungen zum Datenskandal bei Street View erschwert und verzögert. Dafür habe man jetzt die höchstmögliche Geldstrafe verhängt, sagte eine Sprecherin gegenüber Bloomberg. In einem an vielen Stellen geschwärzten Bericht (PDF-Datei) erläutert die FCC den mangelnden Willen Googles zur Zusammenarbeit und begründet die eigene Entscheidung.

Zwischen Mai 2007 und Mai 2010 hatten Kamerawagen von Google Fotos für den Online-Straßenatlas Street View gemacht und dabei auch Daten von WLAN-Netzwerken gesammelt. Sie sollten für ortsbezogene Dienste genutzt werden. Die Software hatte sich jedoch nicht auf Namen und Orte der Netzwerke beschränkt, sondern auch sensible Kommunikationsinhalte wie E-Mails und Passwörter gesammelt. Zuerst hatte Google diese Vorwürfe noch zurückgewiesen, aber später eingestanden, dass mehr Daten gesammelt worden waren, als ursprünglich angenommen.

Quelle: Heise

Google steigert Quartalsgewinn auf 2,89 Milliarden Dollar.

Im ersten Quartal des Jahres ist Googles Umsatz auf 10,65 Milliarden Dollar (8,1 Mrd. Euro) gestiegen. Dies ist ein Zuwachs von 24 Prozent gegenüber den ersten Quartal des Vorjahres. Der Nettogewinn ist auf 2,89 Milliarden Dollar (2,2 Mrd. Euro) gesprungen – ein Plus von 1,09 Milliarden Dollar oder mehr als 60 Prozent. Google sitzt inzwischen auf einem Geldberg von 36,7 Milliarden Dollar (27,9 Mrd. Euro).

Quelle: Heise

Irr ich mich oder wird man da in der Firmenzentrale über die Strafe nur müde schmunzeln?

Israel loves Iran

Die israelische Regierung versucht ja derzeit auf Teufel komm raus einen Krieg mit dem Iran anzuzetteln. Mit den eigenen Atomraketen im Rücken und den USA als Verbündeten an der Seite, fühlt man sich scheinbar in der Position, einen Angriffskrieg erfolgreich starten zu können. Als Grund wird immer wieder das angebliche Atomwaffenprogramm des Iran herangezogen, dessen Vorhandensein sogar innerhalb der CIA verneint wird. Wie war das damals noch mit den Massenvernichtungswaffen vom Irak, die dann nie gefunden wurden?

Andererseits, verständlich wäre der Drang nach Atomwaffen des Iran schon. Ich mein, ich bin ganz bestimmt kein Freund der Diktatoren im Iran oder von einem islamistischen Gottesstaat. Aber wenn ich mir nur kurz die Bedingungen im Nahen Osten vor Augen halte, wird die Haltung des Iran schon ein wenig verständlich. Man sitzt auf viel Öl, das die USA haben wollen. Der Irak im Westen wurde zuvor schon wegen des Öls überrollt. Genauso wurde Afghanistan im Osten besetzt, um die USA nach 9/11 zu „schützen“. Im Süden gibt es US-Militärbasen in Saudi-Arabien und im persischen Golf fahren atombestückte Flugzeuträger auf und ab. Da würde ich auch alles versuchen, um die Souveränität meines Landes zu bewahren.

Dazu die Tatsache, dass die USA schon mal einen Putsch im eigenen Land organisiert haben, um den damals (wirklich) demokratisch gewählten Präsidenten Mohammad Mossadegh durch eine Marionete zu ersetzen. Dieses Ereignis im Jahr 1953 ist für mich übrigens der Hauptgrund für die ganze Misere mit dem Iran in der wir uns heute befinden.

Die israelischen Gründe für einen Angriff mögen vielfältig sein. Sicherlich haben sie etwas zu tun mit den eigenen Expansionsbestrebungen der vergangenen Jahrzehnte und der Angst vor dem Verlust der Vormachtstellung als einzige lokale Atommacht.

Gott sei Dank sieht aber nicht die ganze israelische Bevölkerung den Iran als Feind an. Um ein Zeichen gegen den sich abzeichnenden Angriffskrieges zu setzen, wurde die Seite Israel loves Iran initiiert. Der eigentliche Grund für diesen Artikel.

Darum – guckst Du:

http://www.israelovesiran.com
oder
http://www.facebook.com/israellovesiran

Pure Kompetenz

Hier gefunden nachdem ich auf den Spuren von geblockten Internetzugriffen nach cryptsvc.dll gesucht habe:

Darf ich cryptsvc.dll anhalten bzw. entfernen?


Die meisten systemfremden Prozesse werden für die Ausführung des Betriebssystems nicht benötigt. Sie können deshalb ohne Weiteres angehalten werden. cryptsvc.dll wird von „Microsoft® Windows® Operating System“ verwendet, einer Anwendung, die von „Microsoft Corporation“ erstellt wurde. Um cryptsvc.dll anzuhalten, müssen Sie „Microsoft® Windows® Operating System“ dauerhaft deinstallieren. Wenn Sie Anwendungen deinstalliert haben, verbleiben Registrierungsschlüssel im System und blähen die Registrierung unnötig auf.

Bundestrojaner? Legal, illegal, scheißegal

Wer hätte gedacht, daß unsere Ordungsbehörden diesem Spruch eine ganz neue Bedeutung geben? Wenn da nur die Hälfte wahr ist, was der CCC da herausgebracht hat, dann entzieht das den Sicherheitsbehörden in unserem Staat fast jede Vertrauensgrundlage. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann bemühte sich heute morgen im Interview mit der Radiowelt um Schadensbegrenzung und stritt jedes Fehlverhalten ab. Allerdings war es ganz offensichtlich, dass der Herr Minister von der Materie eigentlich keine Ahnung hat. Man darf gespannt sein, was da noch nachkommt.

Brenna Tuats Guat

Am 30. / 31. Juli war ich in Kaltenberg beim Open Air von Hubert von Goisern und Freunde. Primär war ich wegen Wolfgang Niedecken und  BAP da, doch vom Goisern hat sich mir ein Lied eingeprägt. Im Songtext von Brenna Tuats Guat geht es um den Wahnsinn der Energieerzeugung aus Lebensmittel und der damit verbundenen Spekulationen. Der Refrain war nach dem ersten Mal hören schon in mein Gehirn festgesetzt:

jeder woass, dass a
geld nit auf da wiesen wachst
und essen kann ma’s a nit
aber brenna tat’s guat
aber hoazen toan ma woazen
und de ruabn und den kukuruz
wann ma lang so weiter hoazen
brennt da huat

Zum Open Air gab es die neue CD noch nicht zum Kauf, doch jetzt habe ich natürlich gleich zugeschlagen.

Warum ich mir wohl keinen Peugeot kaufen werde

Mein Passat hat derzeit 460.000 km am Buckel und mittelfristig werde ich mich wohl nach einem neuen fahrbaren Untersatz umschauen müssen. Im Bekanntenkreis sind einige Peugeot unterwegs und vor Ort gibt es auch eine Werkstatt mit relativ gutem Ruf. Jetzt habe ich aber eine Story gehört, die ich zuerst gar nicht glauben konnte. Beim Peugeot 307 eines Kumpels hatte die Ölwanne einen Riss, wie es ja immer wieder mal vorkommen kann. Bei meinem Passat brauchte ich auch schon mal einen neue Ölwanne, weil das Gewinde der Ablaßschraube kaputt und zu wenig „Fleisch“ für ein neues Gewinde da war. Meine war damals über Nacht beim Händler und am nächsten Tag konnte ich wieder fahren.

Beim besagten Peugeot 307 war das leider keine so schmerzlose Aktion. Scheinbar haben die Franzosen ein größeres Problem, was die Lieferung von Ersatzteilen angeht. Sage und schreibe drei Wochen hatte mein Kumpel sein Auto in der Werkstatt, weil angeblich europaweit keine Ersatzölwanne zu liefern war. Mehrmals wurde er vertröstet und dem Besitzer der Werkstatt war es natürlich mehr als peinlich. Damit das Auto überhaupt wieder fahrbereit wurde, entschloß man sich dann, die Ölwanne schweißen zu lassen. Ob das dauerhaft hält ist die andere Frage. Aber vielleicht kommt ja bis Weihnachten das Ersatzteil. Für mich, wo ich aufs Auto beruflich angewiesen bin, ist so ein Fall ein absolutes KO-Kriterium. Ersatzteile für aktuelle Modelle müssen einfach kurzfristig lieferbar sein. Noch dazu wenn es sich um Teile handelt, die öfters mal kaputt gehen.

Straßennamen

Viele Dörfer in der Umgebung verzichten auf Straßennamen. Der Grund ist einfach, dass es nur ein paar Häuser gibt und man diese einfach druchnummeriert. Ab einer bestimmten Größe wird das aber recht unübersichtlich. Bei uns im Dorf gab es auch schon mal die Diskussion, ob man nicht Straßennamen einführen sollte. Doch waren sich alle einig, dass man dann ein Stück Identität des Dorfes aufgibt und so blieb es beim Nummernsystem.

Am Samstag war ich der kleinen fränkischen Ortschaft Kirchröttenbach, wo man aber mal Straßennamen eingeführt hatte. Scheinbar konnte man sich aber nicht auf vernünftige Namen einigen und so wurden die Straßen einfach mit Buchstaben versehen. Amüsiert haben wir uns dann mehrmals prächtig über Straßenschilder wie diese hier:

Auf die Schnelle habe ich leider keine weiteren Infos gefunden, wie es zu diesen kreativen Namen kam. Aber vielleicht wissen meine fränkischen Leser ja Rat?

Computersperre ohne vorherige Anmeldung

Wenn Netzwerkgruppenrichtlinien nicht so recht funktionieren wollen oder nicht so ineinandergreifen, wie sie sollen, dann verflucht man als Admin mitunter die Herren und Damen aus Redmond von ganzem Herzen. Jetzt hatte ich wieder so einen Fall, der mich schon einige Zeit verfolgt hat.

Eine Reihe von PCs mit Windows XP sperrten sich immer selbst, wenn sie 15 Minuten nicht benutzt wurden. An sich ja ein normales Verhalten. Das Besondere in diesem Fall war aber, dass sich die Arbeitesstationen schon sperrten, wenn noch kein Benutzer angemeldet war. Das Fenster zeigte dann folgenden Text:

„Die Sperrung des Computers kann nur von oder einem Administrator aufgehoben werden. Drücken Sie Strg+Alt+Entf, um die Sperung aufzuheben.“

Es fehlte also zwischen „von“ und „oder“ der Benutzername, was ja nicht verwundert, da kein Benutzer angemeldet war. Der normale Benutzer war also nicht mehr in der Lage, den PC zu ensperen. Erschwerend kam noch hinzu, dass auch mit dem Administratorkonto eine Aufhebung der Sperre nicht möglich war. Es blieb also nur ein Neustart des Rechners.

Ich habe die Gruppenrichtlinien der Domäne rauf und runter durchgeschaut, die GPOs deaktiviert und auch mit GPRESULT geprüft, was überhaupt greift. Da sich die Sperre ja vor der Anmeldung einschaltete, tippte ich auf eine Computer- und keine Benutzereinstellung. Dass der Bildschirmschoner mit reinspielt vermutete ich zwar von Anfang an, doch an den mir bekannten Orten in der Registry und GPO fand ich nichts. Die Einstellung wurde wohl vor meiner Zeit verteilt, lange bevor ich die Domäne von Active Directory 2003 Modus auf AD 2008 hochzog. In der GPO für 2008 gibt es wohl vermutlich diese Einstellung nicht mehr und so suchte ich und suchte.

Lange Rede kurzer Sinn. Die Lösung lag nicht in einer Computereinstellung, sondern im Defaultpfad der Benutzereinstellungen. Im Pfad

[HKEY_USERS\.DEFAULT\Software\Policies\Microsoft\Windows\Control Panel\Desktop]

änderte ich „ScreenSaverIsSecure“=“1“ auf „ScreenSaverIsSecure“=“0“ und das Problem war weg.

Was ich trotzdem nach wie vor nicht kapiere ist, warum sich ein Computer überhaupt sperren kann, der noch keine Anmeldung hat.

Surviving in Germany

Gestern habe ich zufällig entdeckt, dass ich AFN Bavaria neuerdings über UKW empfangen kann. Heute habe ich mir dann mal die Webseite angesehen und bin über ein paar Tipps gestolpert, wie Amerikaner in Bayern überleben können.

Germany may appear very strange sometimes, especially if you’ve never been to Europe before. But don’t be afraid to go out and mix with your German neighbours! We’ll give you some tips on how to survive in Germany:

Have you ever had a German tell you something like: „you will come here“ or „you must sign there“? It sounds horribly impolite in English, like they’re ordering you around, but trust me, they are not (except, perhaps, if you’re married to one)

Neben jeder Menge nützlicher Tipps für Hillbillies, die einen zum Schmunzeln bringen, gibt es zu guter Letzt dann noch ein paar übersetzte bayerische Vokabeln. Unter anderem endlich die wissenschaftliche Erklärung für den:

Wolpertinger:  this very rare animal (photos) is only found in Bavaria (mostly by Bsuffana). It is a crossing of several native animals. According to statements of witnesses, it also lives in the JMTC Training Area.

Check this out: Surviving in Germany

Erlkönige

BMW verziert seine Erlkönige ja immer mit schönen verwirrenden Mustern, damit man es schwerer hat beim fotografieren. Allerdings fällt man trotzdem auf, wenn man auf der Autobahn auffährt wie Henker. Ich kann mich noch gut erinnern, als vor ein paar Jahren ein Testfahrer von Daimler eine Frau von hinten bedrängte und es dann einen tödlichen Unfall gab. Klar ist es dem LKW in diesem Fall herzlich egal, wie nah die Helden hinten auffahren, dem Image von BMW ist es wohl trotzdem nicht zuträglich.

Die Strafe folgte übrigens kurz darauf. Zwei Kilometer weiter stand eines dieser Fahrzeuge dann mit rauchendem Motor auf dem Parkplatz.

Was wirklich wichtig ist

Was ist diese Tage wirklich wichtig? In Afghanistan kommen drei bayerische Soldaten ums Leben. Naja, unserer Heimatzeitung war das ne Seite wert, in den überregionalen Medien hört man davon aber nur beiläufig. Gabs ja schon mehrmals. In Lybien geht das Volk auf die Straße und wird zum Hunderten erschossen. Gähn, ist ja schon das dritte Land, wo es einen Aufstand gegen das führende Regime gibt. Und Urlaub kann man da doch auch nicht machen, oder?

Nein, wirklich wichtig ist, ob die Doktorarbeit eines Ministers abgeschrieben ist oder nicht. Ich bin ganz bestimmt kein Freund vom Guttenberg, doch was da derzeit abgeht, ist so widerlich, dass einem schlecht werden könnte. Ich möchte mal behaupten, dass 90 Prozent der deutschen Bevölkerung das Thema am Allerwertesten vorbeigeht, doch die Medien machen das Thema zum Großpolitikum. Und während sich in der CDU alle Neider heimlich die Hände reiben, dass dem Emporkömmling mal ein wenig die Federn gerupft werden, macht sich die SPD gerade so lächerlich, dass alles zu spät ist. Statt dass man sich für den faulen Hartz IV Kompromiss schämt, macht man auf dicke Hose und fordert ein aktuelle Stunde im Bundestag zu den Plagiatsvorwürfen.

Sagt mal, habt Ihr nichts Wichtigeres zu tun? Und wehe es beschwert sich jetzt nochmal einer, das Volk wäre politikverdrossen.

SMTP-Probleme unter Exchange 2010

Ab und zu schicken wir einen Newsletter an bis zu 10.000 Empfänger. Dazu verwenden wir ein extra Programm, das die Mails anonym per SMTP am Exchangeserver abliefert. Unter Exchange 2003 war das nie ein Problem. Vor ein paar Wochen habe ich die Migration auf Exchange 2010 durchgeführt und seitdem dauert der Versand ein Vielfaches. Zuerst hatte ich das „TarpitInterval“ in Verdacht, das jede anonym abgelieferte Mail um (im Standard) 10 Sekunden verzögert. Dadurch soll die Funktion des Servers bei Spamattacken erhalten werden. Das TarpitInterval kann man in der Exchangepowershell wie folgt auf eine Sekunde reduzieren:

set-ReceiveConnector "Connector" -TarpitInterval 00:00:01

Alternativ kann man natürlich auch eine gesicherte Verbindung einrichten, dann greift diese Verzögerung sowieso nicht. Für mein Newsletterproblem brachte das noch nicht wirklich etwas, jedoch wurden dadurch Mailscans von den Kopierern beschleunigt.

Für die verzögerte Annahme der Massenmails war der Parameter „MaxAcknowledgementDelay“ verantwortlich. Exchange bestätigt die Annahme einer Mail in einem bestimmten Zeitfenster, das über diesen Parameter gesetzt wird. Gebraucht wird dies für die Shadow-Redundanz bei hochverfügbaren Systemen. Fällt ein Transportserver aus, wird trotzdem sichergestellt, dass keine Mail verloren geht. Im Standard steht dieser Parameter auf 30 (!) Sekunden. Sprich es kann 30 Sekunden dauern, bis das OK zurückkommt, dass die Mail übertragen wurde.

Abschalten kann man diese Verzögerung in der Shell:

set-ReceiveConnector "Connector" -MaxAcknowledgementDelay 0

Mehr zum Thema:

Grundlegendes zur Shadow-Redundanz

Konfigurieren von Shadow-Redundanz

Kaspersky Security 8 für Microsoft Exchange Server stürzt ständig ab

Auf unserem Exchange 2010 haben wir Kaspersky Security 8 für Microsoft Exchange Server als zusätzlichen Virenscanner laufen. Seit heute Nacht gab es ein Problem mit dem zugehörigen Dienst. Dieser beendete sich ständig selbst und die eigene Überwachung startete den sofort wieder neu. Das Ergebnis war, dass der Exchangeserver die weiße Fahne hisste und seinen Dienst einstellte. Im Ereignisprotokoll fand sich dann folgender Eintrag:

Name der fehlerhaften Anwendung: kavscmesrv.exe, Version: 8.0.5286.0, Zeitstempel: 0x4cb3fa77
Name des fehlerhaften Moduls: UpdSdk.dll, Version: 8.0.1.24, Zeitstempel: 0x4c3d9a47
Ausnahmecode: 0xc0000409
Fehleroffset: 0x0000f2e0
ID des fehlerhaften Prozesses: 0x2554
Startzeit der fehlerhaften Anwendung: 0x01cb96acf8030876
Pfad der fehlerhaften Anwendung: C:\Program Files (x86)\Kaspersky Lab\Kaspersky Security 8.0 for Microsoft Exchange Servers\kavscmesrv.exe
Pfad des fehlerhaften Moduls: C:\Program Files (x86)\Kaspersky Lab\Kaspersky Security 8.0 for Microsoft Exchange Servers\UpdSdk.dll
Berichtskennung: 43c59b99-02a0-11e0-9d68-78e7d1e811f8

Wie in der Fehlermeldung schon beschrieben steht, war die Datei UpdSdk.dll schuld, die wohl mit einem der letzten Updates fehlerhaft ausgeliefert wurde. Kaspersky hat nach rund einem Tag reagiert und eine berichtigte Datei (Beta) nachgeschoben, die man aber manuell einspielen muss:

How to restore KSE 8.0 functions:
1. Download and extract the archive on a host with Kaspersky Security 8.0 – server part installed.  updsdk.zip ( 443.47KB )
2. Close the Kaspersky Security 8.0 console.
3. Rename the updsdk.dll in the application folder.
4. Copy the updsdk.dll file you have downloaded into the application folder.
5. Start the Kaspersky Security 8.0 console and run a database update task.

Mit dieser Datei funktioniert es wieder problemlos. Der Witz an der Sache ist aber, dass man ohne Anmeldung nicht ins Supportforum kommt.

Das ist bereits das zweite Mal, dass Kaspersky mit einem fehlerhaften Update einen meiner Server abschießt. Ungefähr vor zwei Jahren war es aber weit dramatischer. Da musste man zur Fehlerbehebung an jedem Client Hand anlegen.

Pimp my .htaccess

Ab und zu macht es Sinn, seine Statistiken durchzusehen. Den meisten Traffic machen erfahrungsgemäß die großen Suchmaschinen. Wenn in den Top10 aber IP-Adressen auftauchen, die nicht zu Google, Yahoo und Co gehören, sollte man lieber mal nachsehen, wer das ist. Und wenn es sich dabei um irgendwelche Marktforschungsfirmen handelt, die mehr Traffic verursachen, als Google, dann nehme ich mir die Freiheit, die auch auszusperren. Und so finden sich seit heute folgende neuen Einträge in meiner .htaccess:

# IP-Sperre
order allow,deny
deny from 62.24.6 #COGIA INTELLIGENCE
deny from 91.201.64 #DonEkoService Ltd
deny from 91.201.65 #DonEkoService Ltd
deny from 91.201.66 #DonEkoService Ltd
deny from 91.201.67 #DonEkoService Ltd
deny from 206.113.192 #Nielsen Media Research
deny from 206.113.193 #Nielsen Media Research
allow from all

Amazon / Lieberman vs. Wikileaks

Was darf man eigentlich davon halten, wenn der größte Buchhändler der Welt den Zensurwünschen von Joe Lieberman nachkommt? Die Enthüllungen von Wikileaks entblößen auf eindrucksvolle Weise, dass die Grundsätze, die angeblich unsere Demokratie ausmachen, im Bedarfsfall nichts mehr wert sind. All die Gründe, mit denen die USA ihre letzten Kriege angefangen haben, waren nur Vorwände. Letztendlich stecken nur wirtschaftliche Interessen dahinter. Ich habs ja schon geschrieben – was die ganzen Terroristen nicht geschafft haben, wird jetzt offenbar. Die Grundwerte unserer Demokratie gelten nämlich nur solange, wie es den Mächtigen grad in den Kram passt.

Wikileaks

Osama Bin Laden und die ganzen anderen Terroristen sollten ihre zukünftigen Anschlagspläne lieber abblasen und das gesparte Geld Wikileaks spenden. Das wäre für ihre Interessen wesentlich effektiver. Den Schaden, den die internationale Diplomatie jetzt nimmt, hätten die so nie auf die Reihe gebracht. Wenn jetzt dann erst noch die angekündigten Bankenenthüllungen rauskommen…

"Wir beide, wir haben Humor. Sie in der Praxis, ich in der Theorie."