Gott sei Dank gibts Compaq nicht mehr

WerkstattSzenario: Compaq Proliant 400 Server (P3-500) noch mit NT 4.0. Auf dem Server läuft nur noch eine Fax-/Maillösung (Tobit). Festplatte meldet im Ereignisprotokoll Harddiskfehler ohne Ende, Server stürzt regelmäßig ab. Ich also Gerät abgeholt und gemeint, da kopierst Du mal schnell die Platte auf eine aus meiner alten Kruschkiste. Also eingebaut, Softwareplattenspiegel eingerichtet, Neustart, Rebuild. Pustekuchen, Compaq hat auf den alten Kisten noch die EISA-Systempartion drauf. Ohne die läuft nichts, aber die kann man ncht einfach mitspiegeln.

Aber ich hab ja noch ein Plattencopytool, läuft aber nur unter XP. SCSI-Controller aus dem Compaq raus, in meinen Testrechner rein. Bootet natürlich nicht in dem Asusboard. Brauche also nen andern SCSI-Controller. Eigenen Server runtergefahren und den ausgebaut. Platte damit dann kopiert.

Wahnsinn, den ganzen Abend damit verbraten.

Kalifornien verklagt Auto-Hersteller

In Kalifornien haben sie vor Kurzem erst Kioto unterschrieben und beschlossen, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2020 um 25 Prozent zu senken. Jetzt verklagen sie gleich mal 6 Auto-Hersteller, dass sie am Klimawandel Schuld sind. Die Beklagten werden für den Ausstoß von rund 20 Prozent der gesamten CO2-Emission der USA verantwortlich gemacht und die sollen dem Staat Millionen von Dollar kosten. Zwar ist das schon der dritte Versuch, aber vielleicht kommt diesmal was raus.

Ich finde Arnie super. Der schafft einfach mal Tatsachen und setzt die Industrie unter Druck. Bei uns eiern sie seit Jahren rum und nicht mal die Grünen konnten groß etwas bewegen. Stattdessen wollen sie den Sprit wieder billiger machen und eine Maut einführen, damit die Vielfahrer wieder belohnt werden und die Wenigfahrer dafür draufzahlen müssen. Sinnvoller wäre es meines Erachtens, die Kfz-Steuer abzuschaffen und alles auf den Sprit umzurechnen. Nur so wird man belohnt, wenn man ein sparsames Auto hat und wenig fährt.

Die europäischen und amerikanischen Autobauer haben ja die letzten Jahre wieder total verschlafen. Was Innovationen in Sachen Umwelt angeht, kommt ja das meiste aus Fernost. Der Trend geht immer mehr wieder in Richtung Auto mit mehr als 10 Liter Verbrauch. Das kann es nicht sein. Wenn immer mehr solche Autos gekauft werden, kann das nur heißen, das der Sprit noch zu billig ist.

Zeig mir deine Pizza, und ich sage dir wer du bist!

PizzaDr. Alan Hirsch vom Zentrum für Geruchs- und Geschmacksforschung in Chicago hat zusammen mit seinem Team ca. 18.000 Personen nach Essgewohnheiten und Charaktereigenschaften befragt. Herausgekommen sind grob gesagt 5 verschiedene Typen von Pizzaessern. Z.B.

“Leute, die ihre Pizza gern mit bis zu zehn verschiedenen Fleisch- und Wurstauflagen belegen, machen auch aus kleinen Sachen große Dramen, drängen sich in den Mittelpunkt und sie passen in der Liebe am besten zu denen, die mit einer Margarita plus Salami schon zufrieden sind.”

Irgendwie scheint da echt was dran zu sein. Ich esse übrigens gerne Margarita plus Sardellen. 😉

Mehr dazu auf Tagesschau-Online

Was ist Abmahnen?

Kennt Ihr Kamelopedia? Dort findet sich eine recht treffende Definition:

Abmahnen ist eine Art Sozialhilfe für weniger begabte Anwälte, denen niemand richtige Fälle geben will. Um den Staat zu entlasten, wurde eine wahnsinnig komplizierte “Rechtsprechung” etabliert, die die Kosten zufallsgesteuert auf einzelne Individuen verteilt.

Kern dieser Rechtsprechung ist, daß nicht der Mandant den Anwalt, sondern der Anwalt einen Mandanten auswählt. Normalerweise würde das keine Zahlungspflicht begründen, darum wurde zusätzlich das Instrument der “Geschäftsführung ohne Auftrag” eingeführt.

Das funktioniert dann so, daß der Anwalt sich etwas ausdenkt, was jemand tut, das er aber nicht sollte und gegen das er sich einen Unterlassungsanspruch ausdenkt.

Statt diesen jetzt zu verklagen, schreibt der Abmahnanwalt dem jetzt, daß er ihn nicht verklagt, wenn er verspricht, das nie wieder zu tun und andernfalls viel, viel Geld zu bezahlen.

Nun verknoten wir unser Gehirn noch weiter und überzeugen uns davon, daß es ja für den Abgemahnten gut ist, nicht verklagt zu werden und schwupps, ist er der Mandant des Anwalts und muß diesen bezahlen. Die Höhe der Bezahlung richtet sich nach dem “Streitwert”, den der Anwalt sich vorher ausgedacht hat.

Normalerweise darf der Anwalt diese Form der Sozialhilfe nur in Anspruch nehmen, wenn er “legitimiert” ist. Daher könnte der Anwalt sich einen Markeninhaber, Gebrauchtwagenhändler oder ein Fernsehgeschäft suchen und in deren Auftrag alle abmahnen, die eine “Marke verletzen”, “PS” statt “kW” schreiben oder “Zoll” statt “cm”.

Er könnte auch die Einnahmen mit seinem Auftraggeber teilen, was aber verboten ist. Vermutlich, weil das des Anwalts Einnahmen schmälern würde.

Selbstversuch – SEO

Seit ein paar Wochen beschäftige ich mich ja ausgiebig mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung (SEO). Diese Domain hier habe ich ja erst Mitte August registiert und nehme mir vor, mindestens 5 Berichte pro Woche zu schreiben. Im Augenblick habe ich 26 Backlinks und der Internetbaron errechnet mir bereits einen Pagerank von 4.

Hendrik Ringburger versucht nun auch einen Eigenversuch und startete seine Seite. Da ich ja ein netter Mensch bin, schenke ich ihm nun einen Backlink 😉

Alternative Verhörmethoden

Abu Ghuraibist die Umschreibung von George W. Bush für Folterungen an illegalen Gefangenen in Gefängnissen außerhalb der Rechtsprechungen. Damit möchte er solche Vorgehensweisen wie seinerzeit in Abu Ghuraib legalisieren und damit die Genfer Konventionen für Menschenrechte teilweise außer Kraft setzen. Jetzt hat er dafür sogar von seinen eigenen Parteigenossen im Senat endlich eine auf den Deckel bekommen. Die haben nämlich seinen Gesetzentwurf abgelehnt, der Folterungen zur Wahrheitsfindung vorsah. Sogar der ehemalige US-Aussenminister Colin Powell zeigt Bush jetzt die Zähne:

“Die Welt beginnt an der moralischen Basis unseres Kampfs gegen den Terrorismus zu zweifeln”, schrieb Powell in einem Brief an McCain, den dieser gestern veröffentlichte. “Artikel 3 der Genfer Konvention neu zu definieren, würde zu diesen Zweifeln beitragen.”

Genau das ist der Knackpunkt. Wer in der Welt soll eine Politik noch für voll nehmen, die einerseits die Länder im Nahen Osten anprangert, gleichzeitig selbst aber teilweise noch viel schlimmer handelt. Genau das ist der Weg, der Hisbollah, Dschihad, Taliban und anderen den Zulauf bescheren. Es zeigt sich einmal mehr, das Herr Bush und Frau Rice die arabische Welt nicht einmal ansatzweise verstehen.

Nach dem Papst

Jetzt ist er also wieder weg und Regensburg kehrt zur Normalität zurück. Zwei Tage traute sich keiner mehr so recht in die Stadt, weil ja überall Stau sein sollte. Die, die sich trotzdem trauten, freuten sich über leere Straßen und viele freie Parkplätze an den Supermärkten.

Die Fernsehpräsenz war ungemein und die Entäuschung groß, wenn man stundenlang gewartet hatte und grad mal eine vorbeifahrende Limousine mit verdunkelnden Scheiben sah. Ganz Pentling war gestern auf der Straße und die örtliche Feuerwehr hätte doch so auf den Segen für ihren Neubau gehofft. Pustekuchen, Pech gehabt – er ist einfach vorbeigefahren.

Mal sehen, wie lange die Schonfrist für Gerhard Müller jetzt noch anhält. Der stark in die Kritik geratene Bischof von Regensburg war ja voll in der Schusslinie der lokalen Presse. Mit Bekanntgabe des Papstbesuches haben sich dann alle Redakteure schlagartig zurückgehalten um wohl nicht als Spielverderber dazustehen. Damit dürfte es jetzt wieder vorbei sein, der Gastgeber des Papstes hat jetzt wieder seinen Joker los.

Auf Bayern2 war gestern auch ein sehr interessantes Interview mit Paul Michael Zulehner, einem Pastoraltheologe des Universität Wien. Den Mitschnitt gibts als Podcast beim Bayerischen Rundfunk.

Rent a killer

Rent a KillerHeute bin ich auf die Satireseite rent-a-killer.com gestossen. Auf den ersten Blick meint man, seinen Augen nicht zu trauen:

“Sie haben Probleme mit der unliebsamen Konkurrenz, mit Nachbarn, Ihrer Schwiegermutter oder dem Diktator Ihres Heimatlandes? Finanzbehörden und Gläubiger sitzen Ihnen im Nacken, unangenehme Zeugen lassen Sie schlecht schlafen oder ein dringend benötigtes Erbe lässt auf sich warten?”

Auf den Folgeseiten werden die eigenen Dienste angepriesen und auf zahlreiche Referenzen verwiesen. Die “treuliebende Ehefrau”, die mal eben die vermeindliche Geliebte des Ehemann wegrichten läßt, der “Consigliere der Cosa Nostra” oder der “Bankangestellte und besorgte Familienvater” berichten über ihre positiven Erfahrungen mit dem Dienstleister. Sicherheitshalber kann man auch eine “Survive Insurance” abschließen, die verhindern soll, dass man selbst zum Opfer wird. Im angegliederten Onlineshop kann man auch gleich ein paar T-Shirts kaufen.

Da hat sich einer extrem viel Arbeit gemacht um die Seite glaubwürdig zu gestalten. Auf den ersten Blick wird so mancher darauf reinfallen und ich möchte nicht wissen, wer da alles anfrägt. Zumindest hat man einiges zu lachen und die T-Shirts sind auf jeden Fall lässig.

Der Verfasser bewegt sich mit der Seite wohl auf sehr dünnem Eis und ich bin mal gespannt, wie lange das gut geht.

Steambots

SteambotZeit müßte man haben, dann könnte man es dem Programmierer I-Wei Huang gleichtun. Der baut nämlich ferngesteuerte Fahrzeuge mit Dampfantrieb und hat sie bei der RoboGames-Messe vorgestellt. Die Onlinezeitschrift Wired News hat den Typen besucht und ein Interview auf ihre Seite gestellt.

Irgendwie erinnern mich die Teile alle an die Jules Verne Romane

Papstfrei

Heute ist papstfrei. Bereits gestern haben bei uns im Gewerbepark schon viele Urlaub genommen. Viele meinten wohl, daß Regensburg schon am Montag das Chaos bevorstünde. Als ich gestern morgen in Richtung Regensburg fuhr, war ich fast allein auf der Autobahn. So geht an einem Montag normalweise nur zu, wenn Weihnachtsferien sind. Gestern Nachmittag am Heimweg war auch kaum was los, wobei in Regenbsurg die Anzahl der Fähnchen nochmal sprunghaft angestiegen ist.

Heute wird Full House erwartet. Viele Regensburger Firmen sperren ganz zu und auch bei uns im Park ist fast alles dicht. Mir solls Recht sein, da wir diese Jahr unseren Betriebsausflug dafür geopfert haben und ich so den Tag bei herrlichsten Wetter auf dem Rad verbringen werde. Im Vorfeld des Besuches von Josef Ratzinger ist viel über die Kosten diskutiert worden und dass doch den Großteil die Kirche tragen würde. In einem Radiointerview hats einer auf die Bevölkerung umgerechnet und festgestellt, dass es wohl jedem gerade mal eine Kugel Eis kostet. Naja, ein Eis geb ich ihm schon aus. Was aber niemand erwähnt ist, was die Firmen draufzahlen. Was kostet es allein wenn BMW heute ihr Regensburger Werk zusperren muß.

Downshifting

Thema unter anderem heute im Auslandsjournal in der ARD im Ersten: “Großbritannien: Weg mit dem Geld!”. Es ging um ein paar Topmanager, die irgendwann gemerkt haben, dass Geld nicht alles ist und dann ihr Leben konsequent zurückgefahren haben. Sie gaben ihren hoch dotierten Job auf und leben jetzt von weit weniger.

Die Definition des Begriffes “Downshifting” bei Wikipedia hat mich schon ein wenig zum Nachdenken bewogen. Viele Dinge die man besitzt, benötigt man nicht wirklich. Bei vielen Dingen sind wir einfach der Werbung und dem Allgemeinzwang aufgesessen. Viele Ding haben wir einfach angeschaft, weil wir es uns in dem Augenblick eingebildet haben. Aber sind wir deswegen glücklicher? Schnell fallen mir da ein paar Beispiele aus meinen Leben ein. Wenn ich allein drandenke, wie viel Zeit ich in das instabile Naviprogramm meines PDA gesteckt habe, nur um vielleicht 10 Routen bisher damit gefahren zu sein. In der Zeit hätte ich viele Straßenkarten auswendig lernen können.

Mein Bruder verzichtet seit Jahren auf ein TV-Gerät. Ich muß ihn immer wieder dafür bewundern. Zwar bin ich auch nicht der große Gucker, aber an einem faulen verregneten Sonntag verbringe ich schon mal den ganzen Nachmittag vor der Kiste. Schade um die Zeit eigentlich.

Über Google hab ich noch diese Seite hier gefunden:

Weniger konsumieren: Viele Konsumgüter haben zwei Seiten: Beispiel Auto: Es verschafft Ihnen unabhängige Mobilität. Aber es kostet viel Geld und einiges an Zeit in der Anschaffung, Werkstatterminen, Versicherung, Tanken usw. Stellen Sie gedanklich eine Nutzen-Kosten-Bilanz auf, die nicht nur die finanzielle Belastung, sondern auch Zeitaufwand, Sorgen und Ärger dem tatsächlichen Nutzen gegenüberstellt. Geben Sie sich dann eine ehrliche Antwort, ob das Konsumgut sich für Sie wirklich rentiert. Eine solche Bilanz lohnt nicht nur technische Geräte, Garten und Wochenendhäuser, sondern auch für jeden anderen Aufwand freiwillige Überstunden für die Karriere, Treffen mit anstrengenden Freunden, Abonnements von Zeitungen, Theaterkarten oder im Fitnessklub und vieles mehr.

Wir hatten lange Zeit unsere Tageszeitung im Abo, bis wir irgendwann geschnallt haben, dass wir unter der Woche eh nicht zum Lesen kommen und kriegen sie nur noch Freitag und Samstag. Seit Jahren hab ich die Zeitschrift “Outdoor” im Abo und jedesmal wenn das neue Heft kommt, krieg ich ein schlechtes Gewissen, weil ich das Heft des Vormonats noch nicht gelesen hab.

Innere Freiheit finden: Streben Sie nach Karriereerfolg, Reichtum, Beliebtheit und Anerkennung Ihrer Leistungen? Was wir unternehmen, um diese Ziele zu erreichen, gehört zu den gefährlichsten Stressfaktoren unserer Zeit. Eine neue Studie in der USA zeigt, daß die Leute dort inzwischen dreimal soviel verdienen wie vor 40 Jahren. Glücklich fühlen sich aber nur 30 Prozent heute genauso wie damals. Die Kunst heißt: Loslassen. Weniger äußerer Erfolg bringt oft mehr Glück, wenn Sie dafür die Möglichkeit gewinnen, Ihr Leben frei zu gestalten und nur Dinge zu tun, die kreativ sind und Ihnen wirklich Spaß machen.

Dazu passt, was ich vor ein paar Wochen bei Bayern2 gehört habe. Da stellten sie eine Studie vor, in der nach den glücklichsten Lan der Erde gesucht wurde. Die unglücklichsten kamen aus der Ukraine, was mich nicht besonders wundert. Die deutschen Berufspessimisten waren mit Platz 81 auch noch relativ weit hinten, verständlich. Die glücklichsten Menschen leben aber auf Vanuatu, ein Südseestaat, den die meisten Leute nicht mal kennen.

“Die Leute hier sind glücklich, weil sie mit wenig zufrieden sind. Das Leben dreht sich um die Gemeinschaft, um die Familie und um das, was man anderen Leuten Gutes tun kann. Das ist ein Platz, wo man sich keine großen Sorgen machen muss.” Angst hätten die Leute nur vor Wirbelstürmen und Erdbeben.

Morgen wird mal wenigstens schon die Outdoor gekündigt.

Deutsche Regierung kritisiert George W. Bush

Ja, richtig gehört. Sowas war man nämlich seit den letzten Wahlen nicht mehr gewohnt. Es geht um die geheimen CIA-Gefängnisse, die unter anderem überall in Osteuropa verteilt sind. Herr Bush hat jetzt endlich eingesehen, dass man irgendwann mal Anklage erheben sollte, wenn man Menschen einfach Wochen und Monate wegsperrt.

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, von dem man ja auch nicht gerade gewohnt ist, dass er etwas anderes tut, als zu betonen, wie wichtig Amerika als Partner ist, hat aunahmsweise mal richtig zugelangt:

“Ich habe nie einen Grund dafür gesehen, dass man Terrorverdächtige, wie in Guantanamo, außerhalb der Rechtssprechung amerikanischer Gerichte inhaftiert. Das ist sehr fragwürdig”, sagte Schäuble der “Passauer Neuen Presse”. Er riet: “Auch unsere amerikanischen Freunde sind gut beraten, die Verteidigung unserer Freiheit und Rechtsordnung so zu betreiben, dass fundamentale Prinzipien der Rechtsordnung nicht aufgegeben werden.” Es gebe Grenzen, die nicht aufgegeben werden dürften.

Ja holla, weiter so! Ein kompletter Bericht findet sich auf Spiegel Online

Wieder überall Fähnchen

Fahne des VatikanstaatZur Fußball Weltmeisterschaft hatten die Verkäufer von Deutschlandfähnchen ja den großen Reibach gemacht. Bei Aldi und Co. gabs die Fan-Grundausstattung für wenig Geld und jeder konnte seinen Stolz zur Schau tragen. Seit dem Endspiel ging dann die Anzahl der beflaggten Auto schön langsam wieder gegen Null.

Jetzt aber überrollt Bayern die nächste Fähnchenwelle. Als ich vor 3 Wochen das erste Papstfähnchen entdeckte war ich noch ganz unwissend. Mittlerweile werden es aber täglich mehr und am Dienstag wird das Ganze wohl seinen Höhepunkt erreichen. Wobei – ich hab in noch in keinem Supermarkt eines entdecken können. Sollten die Discounter geschlafen haben?

Macht bloggen depressiv?

Adsense ScreenshotsManchmal muss ich schon den Kopf schütteln, wenn ich so gucke, was mir Google mit den Adsenseanzeigen so auf die Seite zaubert. Natürlich gucken die erstmal, welche Wörter auf der Seite vorkommen und schieben Euch dann entsprechende Werbung unter. Scheinbar reicht das Wort Gedenktafel schon aus, um eine eine Diskussion mit dem Nirvana führen zu wollen. Klaro, natürlich nur “kritisch rational naturwissenschaftlich”, was auch sonst.

Und wenn wir dann nach kurzer Trauerphase mit Herrn Jakoby den nächsten Reload der Seite machen, wird unser Gemütszustand schon viel besser. Mitten im September gehts vom Bett auf die Piste. Ob es aber unbedingt mit der Musik von Falco sein muß?

Bis Allerheiligen gebe ich Herrn Jakobi noch, dann muß er aber das Feld für EBAY und Co.räumen. Schließlich muß ich meine Weihnachtsgeschenke noch kaufen.

Andersdenkende

Jetzt überlege ich schon seit Tagen, ob ich mich nochmal über die Nabburger CSU und ihre Abstimmung auslassen soll. Der Rummel war gewaltig und sicherlich war ich wohl Mitauslöser der massiven Medienpräsenz.

Zur Erinnerung: Auf der Seite der Nabburger CSU war eine Umfrage geschalten: “Finden Sie, dass demokratisch gewählte Politiker das Recht haben sollten Andersdenkende aus der Stadt zu jagen?”. Ich entdeckte die Abstimmung als ich nach ein paar Infos zum Tiefgaragenbau suchte. Geschockt hat mich ja weniger die Abstimmung als solches (man ist in Nabburg ja manches gewöhnt), sondern vielmehr das Abstimmungsergebnis (279 “Nein”- zu 1091 “Ja”-Stimmen). Natürlich hab ich einen Screenshot gemacht und ein paar Leuten gezeigt und natürlich entwickelt sowas sofort eine Eigendynamik. Auf jeden Fall hab ich dann noch folgenden Leserbrief an “Der neue Tag” geschickt, der aber nicht gedruckt wurde:

“Ist das Grundgesetz in Nabburg nichts mehr Wert?
Die Nabburger CSU stellt auf Ihrer Webseite folgende Frage: “Finden Sie, dass demokratisch gewählte Politiker das Recht haben sollten Andersdenkende aus der Stadt zu jagen?”. In meinen Augen ist die Infragestellung des deutschen Grundgesetzes schon schlimm genug, entsetzt war ich allerdings vom augenblicklichen Zwischenergebnis der Umfrage: Knapp 80% der Stimmen lauten auf “ja”. Was Herr Zeitler als Betreiber bzw. Herr Hofmann als Verantwortlicher der Webseite mit dieser Umfrage bezwecken, ist mir schleierhaft. Aber ich empfehle allen, die da mit “ja ” gestimmt haben, sich zumindest mal die Artikel 3.3 und 5.1 unseres Grundgesetzes durchzulesen und sich ein paar Gedanken dazu zu machen. Von 1933 bis 1945 hatten wir nämlich schon einmal eine Zeit, wo man wegen anderer Meinungen diskriminiert wurde.”

Bis zu diesem Zeitpunkt war mir nicht bewußt, dass die Umfrage schon seit knapp 10 Monaten auf der Webseite war. Den Zusammenhang mit der früheren Aussage von Bürgermeister Fischer hatte ich nicht erkannt, wie auch, die entsprechenden Einträge waren weit nach hinten gerutscht und auf der Umfrageseite selbst war kein Hinweis. Fischer hatte seinerzeit laut CSU auf jeden Fall folgendes gesagt:

Fischer wörtlich: “Wer weiterhin versucht diese Lösung zu verhindern –
ja was soll man da sagen? Im Mittelalter hat man solche Leute aus der
Stadt gejagt!” Er forderte: “Politiker, die nur Ängste schüren,
Entscheidungen untergraben, nur verhindern wollen und keine Alternativen
aufzeigen können, sollten ins Abseits gestellt werden.”

Mit “solche Leute” meinte wohl die allbekannten Blockierer aus dem Stadtrat.

Zuerst brachte es das Titanic-Magazin und zeitgleich die Süddeutsche. Die Zeit und viele andere folgten. Nach den ersten Presseanrufen wurde auf der CSU-Seite schnell eine Stellungnahme nachgeschoben und auf der Umfrageseite ein Link zu einer Hintergrundstory eingebaut. Trotz des erheblichen Rummels wurde die Umfrage eine weitere Woche nicht von der Seite genommen. Bis zur Entfernung des Umfragelinks wurden rund 17500 Stimmen abgegeben und über 40 Kommentatoren gaben Ihre mehr oder weniger sachliche Meinung ab (eigentlich wurde die CSU ausschliesslich auf den Arm genommen). Am treffensten dürfte wohl der hier sein:

Sie schreiben:
“Man vergisst jedoch dabei auch auf die Hintergründe hinzuweisen.”

“Der Dicke” schreibt:
“Aber wer so eine Frage ohne direkte, und damit mein ich unmittelbare Klarstellung auf derselben Seite bringt, kann se nimmer alle haben.”

Das war sofort auch mein Gedanke, als ich Ihre Erklärung gelesen habe.

Die Nabburger Bürger wissen, worum es geht. Aber “www” steht für “world wide web”!

In der weiten Welt denkt man, Bayern gleich CSU plus ein paar Rote und Grüne, welche die Schwarzen ärgern. Wenn da einfach nur so diese Frage steht, dann denkt man zwangsläufig, die Schwarzen träumen davon, Andersdenkende aus der Stadt zu jagen.

Und selbst wenn man sich die Mühe macht, dem nun eingefügten Link zu folgen, weiß man noch nicht, von welcher Gruppierung denn der Bürgermeister Fischer ist. Könnte auch der CSU-Bürgermeister Fischer sein, der da in drastischen Worten gesagt hat, was er von den Gegnern der Partei und der Unterführung hält.

Die Darstellung ist unverändert verbesserungsbedürftig. Vermutlich am Besten aber: LÖSCHEN.

Zusammenfassend kann ich nur feststellen:

Fehler 1: Wer eine Umfrage mit so provozierenden Inhalt auf seiner Webseite plaziert, muß sicherstellen, dass sie auch diejenigen kapieren, die nicht mit den internen Nabburger Streitigkeiten vertraut sind. Denn merke: “www” heißt world wide web. Irgendwann mußte es jemand entdecken und aufgreifen.

Fehler 2: Wenn das Abstimmungsergebnis so in die Hose geht, darf man es nicht 10 Monate lang auf der Webseite stehen lassen.

Ich verlinke jetzt nicht auf die zahlreichen Presseartikel, wer möchte kann selbst danach googlen.

PS: Zwar ist der Link zur Abstimmung auf der CSU-Seite entfernt, aber die Abstimmungsseite ist noch immer aktiv. Dank “einem technisch begabten Mitglied des Ortsverbands” 😉

StoiBär?

Hallo und willkommen in diesem Weblog. Eigentlich wollte ich schon die ganze Zeit einen Blog, der unabhängig von meinen anderen Projekten ist. Einen Blog, wo man mal ein wenig ablästern kann. Auf den Namen kam ich als Folge mehrerer amüsanter Begebenheiten. Wie jeder seit Bruno Braunbär alias JJ1 weiß, ist Bayern ja ein alles andere als ein bärenliebendes Land. Als dieser besagte Bruno nicht mehr ins Haustierschema unserer Staatsregierung passte, hielt Ministerpräsident Edmund Stoiber seine berühmte Rede über Normal-, Schad- und Problembären. Seit diesem Tag hat Herr Stoiber ja seinen Spitznamen weg und vor 2 Wochen mußte ich feststellen, dass die passende Domain noch nicht registriert war. Da mußte ich einfach zuschlagen, oder?

"Wir beide, wir haben Humor. Sie in der Praxis, ich in der Theorie."