Prioritäten

Rund 15.000 Tote soll es in Burma nach dem derzeitigen Stand geben. Die Zahl der Obdachlosen wird auf 100.000 geschätzt. Da hat die EU doch glatt 2 Millionen Euro Hilfe (nicht Soforthilfe) zugesagt. Die Bundesregierung hat nochmal 500.000 Euro versprochen. Gleichzeitig wurde bekannt, dass sich die Führung von CDU/CSU und SPD auf eine Diätenerhöhung von rund 6 Prozent geeinigt haben. Das entspricht bei 612 Abgeordneten einem Betrag von rund 300.000 Euro im Monat. Zur Erinnerung: Die Diäten wurden erst im vergangenen November um 9 Prozent angehoben. Alles klar?

4 Gedanken zu „Prioritäten“

  1. ja, manchmal kann man gar nicht so viel essen, wie man kotzen möchte… :-/

  2. schlechtes Timing, da kann man wirklich nur einen Prass auf die Politiker bekommen.

  3. Naja, also das kann man meinesachtens nicht wirklich gegenrechnen.

    Daß die Diätenerhöhung eine Sauerei ist, ist aber wohl unbestritten. Nicht, weil die Abgeordneten überhaupt Geld kriegen – sondern, weil sie sich neuerdings immer willkürlich ihre Bezugsgrößen zusammensuchen. Letztes Jahr haben sie sich noch an die Bundesrichter angepaßt, dieses Mal orientieren sie sich an den allgemeinen Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst. Und nächstes Jahr nimmt man dann die – eigentlich so verpönten – Managergehälter als Argument her.

    Wenn ich mir aus jeder sozialen Gruppe die Rosinen rauspicke, kann ich natürlich jede eigene Wohltat begründen.

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