Report: H&M schwer in der Kritik

Report Mainz hat schweres Geschütz (mit Video) gegen Hennes & Mauritz aufgefahren. Von Misshandlungen, sexueller Nötigung und Hungerlöhnen wurde da gestern berichtet. Das alles passiert bei einem Zulieferer in Dhaka, Bangladeschs Hauptstadt, wo die Angestellten der Fabrik „Haus des Sonnenscheins“ seit 2006 gegen unmenschliche Arbeitsbedingungen und Hungerlöhne protestieren.

Ich mein, man muss ja nur ein wenig überlegen. H&M findet man häufig in besseren Einkaufszentren, Ladenpassagen oder in den Innenstädten. Überall da, wo die Mieten also eher teuer sind. Die Preise sind aber fast auf einem Discountniveau. Dass das nicht ganz zusammengehen kann und dann in Billiglohnländern unter enormen Leistung- und Preisdruck produziert wird, ist irgendwo einleuchtend. Da hilft es auch nicht, wenn HundM einen Verhaltenskodex für Lieferanten aufstellt. Wenn dieser nur halbherzig umgesetzt wird, ist der das Papier nicht wert, auf den er gedruckt wurde.

“House of Sunshine” produziert übrigens auch für C&A und CARREFOUR.

Via Kristen Brodde, die sich seit 2006 Beiträgen für Grüne Mode einsetzt und durch ihre Aktion bei Tchibo bekannt wurde.

3 Gedanken zu „Report: H&M schwer in der Kritik“

  1. 2007 wies ein schwedischer Fernsehsender nach, dass sich in der Zulieferkette von H&M auch Baumwolle aus Usbekistan befindet. Diese wird dort, staatlich verordnet, hauptsächlich von Kindern gepflückt. Katarina Kempe, Pressesprecherin aus der schwedischen Konzernzentrale von H&M, versuchte diesen Vorwurf gar nicht zu entkräften und erläutert stattdessen: „Wir glauben nicht, dass ein Boykott den gewünschten Effekt für die Situation der Kinder und Menschen in Usbekistan hätte.“ link: http://de.wikipedia.org/wiki/Hennes_%26_Mauritz

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