RWE-Chef Harry Roels ist Dino des Jahres

Den ungeliebten NABU-Preis erhält dieses Jahr Harry Roels, Vorstandsvorsitzender der RWE AG. Mit dem Dinosaurier zeichnet der NABU seit 1993 solche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus, die sich sowohl durch herausragende Einzelleistungen als auch durch die Summe ihres Gesamtwerkes in Sachen Umweltschutz als besonders antiquiert erwiesen haben.

Die unbeliebteste Trophäe Deutschlands.

Ausschlaggebend war der Antrag auf Laufzeitverlängerung für das Kernkraftwerk Biblis A, das das älteste und störanfälligste Atomkraftwerk in Deutschland ist.

In den letzten 30 Jahren sind in Biblis A und B insgesamt 737 meldepflichtige Störfälle aufgetreten. Im Dezember 1987 kam es in Biblis A zu einem gravierenden Störfall, der fast zu einem schweren Unfall mit Verstrahlung der Umgebung geführt hätte.

Auch in punkto Klimaschutz hat der Essener Energiekonzern nichts zu bieten. Der Kraftwerkspark von Deutschlands zweitgrößtem Stromanbieter wird neben gefährlichen Atomkraftwerken von klimaschädlichen Kohlekraftwerken dominiert. RWE will bis 2020 mehrere neue Kohlemeiler bauen. RWE ist Deutschlands größter Betreiber von Braunkohlekraftwerken. Der Konzern ist in Europa für 15 Prozent der Kohlendioxid-Emissionen aus der Stromproduktion verantwortlich und mit jährlich 168 Millionen Tonnen Kohlendioxid der größte Produzent von Treibhausgasen. „Das Kerngeschäft des von Harry Roels gelenkten Konzerns ist die Energieerzeugung mit Uralt-Technologien. Angesichts von Klimawandel und endlichen Ressourcen ist eine Energiewende dringend notwendig. Die ist mit RWE leider nicht in Sicht“

Quelle: Naturschutzbund

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