Schari’a in Bayern?

Georg Barfuß von der FDP ist der designierte Integrationsbeauftragte, ein ganz neues Amt in Bayern. In verschiedenen Interviews hat er das böse Wort Schari’a in den Mund genommen und gemeint, die könne man da anwenden, wo sie mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Wo sie dagegen verstößt, ist sie ein Fall für den Verfassungsschutz. Ich mein ich bin ja kein Theologe, aber das was die Landtags-CSU und das Landeskomitee der Katholiken da gleich wieder vom Zaun brechen ist doch wohl reines Theater.

Hört man etwas von der Schari’a in den Medien, hat man immer den Eindruck, dass das ein Regelwerk sei, was ausschließlich die Abtrennung von Körperteilen oder die masochistische Art der Tötung von Menschen regelt. Dabei würden 5 Minuten reichen um den Eintrag bei Wikipedia  zu lesen und man hätte ein wenig Ahnung von dem, worüber da alle ganz erzürnt schimpfen.

Im Gegensatz zur Zeitungsinterpretation der SZ machte mir Georg Barfuß in dem Interview einen recht vernünftigen Eindruck und gegen seine Argumentation mag ich nichts einwenden. Wer mag, kann es hier übrigens auch nachhören.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Mal abgesehen davon glaube ich außerdem, dass die meisten Islamgläubigen sich eher an die katholischen zehn Gebote halten, als der Großteil der Katholiken in Deutschland. Sofern die ihr Regelwerk überhaupt kennen.

4 Gedanken zu „Schari’a in Bayern?“

  1. Wenn man in Wikipedia weiterliest finded man dieses:
    Die Schari’a unterteilt die Menschen und Völker je nach ihrem Glauben und ihrem Verhältnis zum islamischen Staat in verschiedene rechtliche Kategorien, die den Rechtsstatus einer Person festlegen:
    Bürger des islamischen Staates:
    Muslime – sie haben alle Rechte und Pflichten.
    Dhimmis – Schutzbefohlene („Buchbesitzer“, Monotheisten), die eingeschränkte Rechte haben, Sondersteuern zahlen müssen, aber staatlicherseits geschützt sind.
    Bürger fremder, nicht-islamischer Staaten:
    Harbis – Nicht-Muslime, die sich im Kriegszustand mit den Muslimen befinden. Die Scharia gebietet es, diese Menschen zu töten. Frauen, Kinder und nicht am Kampf beteiligte Männer wie z.B. Mönche, sind jedoch gesondert geschützt. Rechte wie das Recht auf Eigentum haben Harbis nicht, so darf beispielsweise ihr Eigentum als Kriegsbeute genommen werden.
    Die Auslegung dieser Thesen überlasse ich den Lesern.

  2. Harbis – Nicht-Muslime, die sich im Kriegszustand mit den Muslimen befinden. Die Scharia gebietet es, diese Menschen zu töten. Frauen, Kinder und nicht am Kampf beteiligte Männer wie z.B. Mönche, sind jedoch gesondert geschützt. Rechte wie das Recht auf Eigentum haben Harbis nicht, so darf beispielsweise ihr Eigentum als Kriegsbeute genommen werden.

    Ich seh da eigentlich nicht viel Unterschied zur westlichen Auffassung.

Kommentare sind geschlossen.