Schicksalstag der Deutschen

Viele schicksalsträchtige Dinge haben sich in der deutschen Geschichte am 9. November ereignet. Seit 1989 feiert man diesen Tag das Ende des zweigeteilten Deutschland und in den Köpfen nimmt man dieses Datum meist positiv wahr. 1918 wurde bei der Novemberrevolution an diesem Tag die Weimarer Republik und somit die erste demokratische Regierung ausgerufen. 1923 konnte dann glücklicherweise der erste Putschversuch von Adolf Hitlers noch niedergeschlagen werden.

Zum Schandfleck in der deutschen Geschichte wurde der 9. November im Jahr 1938 durch die Reichspogromnacht (auch Reichskristallnacht genannt) der Nazis. Nach einer antisemitische Hetzrede von Goebbels vor SA-Führern, wurden durch die SA in ganz Deutschland jüdische Geschäfte, Häuser und Synagogen zerstört und schätzungsweise 400 Juden ermordert.

Morgen kann wieder ein schicksalträchtiger Tag werden. Im Bundestag wird über das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung abgestimmt. Wenn es durchgeht, wird der 9. November 2007 wohl als der Tag in die Geschichte eingehen, an dem Deutschland wieder zum Überwachungsstaat wurde.

6 Gedanken zu „Schicksalstag der Deutschen“

  1. Bei der Vorratsdatenspeicherung hege ich die Hoffnung, daß sich die ganze Sache durch die gewaltige Datenmenge selbst erdrücken wird. Zu viel Information ist genau so gut wie zu wenig. Siehe US-Geheimdienste, die, wie sich in Nachhinein zeigte, mehr als genug Hinweise auf die WTC-Anschläge hatten, aber den Wald vor lauter Bäumen nicht bemerkt haben. Ärgerlich nur, daß wir die Kosten dieses Unsinns werden tragen müssen.

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