Schnell noch 300 Millionen versenkt

Wie nennt man Manager, die sowas in die Wege leiten? Totalversager ist wohl noch zu harmlos, oder?

Die KfW bestätigte jetzt ein Engagement bei der inzwischen insolventen US-Investmentbank Lehman Brothers „im mittleren dreistelligen Millionenbereich“. Noch am Montag, als die Insolvenz bereits absehbar gewesen sei, soll die KfW laut „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ 300 Millonen Euro an Lehman überwiesen.

3 Gedanken zu „Schnell noch 300 Millionen versenkt“

  1. Hallo,

    wie immer ist es unpopulär, aber sehr wahrscheinlich eine üble Auswirkung von unbedacht eingesetzter IT. So etwas kommt halt dabei heraus, wenn man „Auf Teufel komm raus!“ alle menschlichen Zwischenstufen wegrationalisiert und blind auf Automation setzt…

    Rechner sind weder dumm noch klug, sie sind absolut konsequent. Nach der Autorisierung eines menschlichen „Einzeltäters“:

    Klick 1 auf Knopf: „Jetzt Transferieren.“
    Meldung 1: „Sind Sie sicher das sie € 300.000.000,- transferieren wollen?“
    Klick 2: „JA“
    Meldung 2: „Die Transaktion kann nicht rückgängig gemacht werden! Sind Sie wirklich sicher?“
    Klick 3: „JA“
    Meldung 3: „Transaktion durchgeführt!“
    – Dauer der Aktion ca. 5 Sekunden –

    Als ich noch in Ausbildung war (also zur Kaiserzeit), durften solcherlei Summen nur durch die Gegend geschoben werden (um es mal flapsig auszudrücken), wenn min. 5 Entscheidungsträger da ihr persönliches Autogramm darunter gesetzt hatten. Einem von denen wäre garantiert aufgefallen, dass hier was nicht so ist wie es sein soll. Schon allein weil auch alle von denen sich für so etwas rechtfertigen mussten. Die oder der hätte sich einem eher „fragwürdigen“ Fall durch die nächst höhere Stelle rückversichert. Vermutlich weil auch klar war das über solcherlei Verschiebungen noch drei, vier Protokolle angefertigt wurden.
    – Dauer der Aktion min. 24 Stunden –

    Derweil kann man ja mal per Hand ausrechnen wie viele Gehälter, für wie lange, man von solcherlei „Fehlern“ bezahlen könnte. Und es kommt garantiert weit häufiger vor, als das öffentlich wird…

    Gruß

  2. Ist doch kein Problem. Die Verantwortlichen Bänker werden mit sofortiger Wirkung von ihrer Arbeit freigestellt, Gehälter werden natürlich bis Vertragsende fortgezahlt. Und Dann gibt es eine üppige Rente.

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