Sie kapieren es nicht

Hat die Bahn doch gestern erst bewiesen, dass sie in Sachen Internet noch kräftig Nachhilfeunterricht braucht (den sie mittlerweile auch bekommen hat), so legt sich jetzt C & A mit der Bloggerwelt und vorallem mit der mächtigsten Internetfirma der Welt an. Der Textildiscounter mahnte heute kostenpflichtig die Seite die-topnews.de ab, weil über Google AdSense, in einem kurzen Bericht zu einem Kindercasting, Werbung für die Konkurrenz eingeblendet wird. Abgesehen von dem zu erwartenden Imageschaden für C & A, denke ich mal, dass Google dem abgemahnten Blogger gerne anwaltliche Unterstützung gewähren wird. Sollte das nämlich einfach so durchgehen, würde ja die Geschäftsgrundlage von Google in Deutschland in Frage gestellt. Ob sich da mal C & A nicht eine blutige Nase holt …

13 Gedanken zu „Sie kapieren es nicht“

  1. Ich würde, auch außerhalb Hamburgs, erst mal abwarten. Die Urteile zu Adwords und Adsense sehen diese in Verbindung mit fremden Marken durchaus kritisch und -imho- völlig zurecht. Also ich kann die Argumentation Werbung = Geschäft, Werbung mit C&A für die Konkurrenz = Unlauter nachvollziehen.

  2. Das würde aber nicht nur die Werbung über AdSense ad absurdum führen. Schau mal in ein x-beliebige Illustrierte.

    Stell Dir mal vor, SpOn berichtet über den Bahnskandal und es wird Werbung für die Lufthansa eingeblendet. Oder es wird über das iPhone berichtet und auf der Seite findet sich auch eine Werbung für Samsung. Wo soll das enden?

  3. Genau, verkaufen wir weiter die Internetnutzer für dumm und sprechen Ihnen die Intelligenz ab, einen mit dem Text „Werbung“ gekennzeichneten Link auch wirklich als Werbung zu erkennen. Schränken wir weiter die Freiheiten derjenigen ein, die der freien Informationsgewinnung im Internet durch ihre Blogs auf die Sprünge helfen wollen.
    Irgendwann wird auch die letzte Firma bemerken dass es eher nach hinten losgeht, wenn man mit Kanonen auf Spatzen schießt…

  4. Gerade gesehen: die Werbung auf der bewussten Seite erschlägt den mikrigen Content förmlich. Ob man daraus gleich ne Abmahnung basteln sollte? Keine Ahnung.
    Letztendlich wundert mich aber, dass die Seitenbetreiber bei Adsense/Adword-Werbung abgemahnt werden, denn die entscheiden ja nicht direkt über den Inhalt der Werbung, sondern die Werbenden mit ihren Keywords. Der Seitenbetreiber kann maximal ne Blacklist führen.
    Die Konsequenz daraus wäre dann ja wirklich nur: Keine kontextbezogene Werbung mehr.
    ODer hab ich jetzt ’nen Denkfehler?

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