Steine aus China

Sepp in AktionSeit 3 Jahren haben wir nun die Garage neben unserem Hüthaus fertig und es noch immer nicht geschafft, darin Platz für eines unserer Autos zu machen. Doch seit heute wird zumindest mal die Einfahrt gepflastert und unsere Jahrhundertbaustelle geht dem Ende entgegen. Unser Pflasterleger Sepp arbeitet wie ein Tier und ich steh den halben Tag dumm daneben und gucke. In bester Straßenarbeitermanier drücke ich mir nun mit dem Besenende einen blauen Fleck unter die Achsel. Sepp erinnert mich an Konny Reimann, der mit seiner Familie nach Texas ausgewandert ist und seitdem von RTL für eine Dokusoap verfolgt wird. Als er mir dann auch noch erzählt hat, dass er in einem Blockhaus aus Kanada wohnt, war dieses Bild perfekt.

Ein wenig geschockt hat mich dann nur, als ich erfahren habe, wo so das typische Natursteinpflaster herkommt, dass in Bayern überall gerne verlegt wird. Damit die Containerschiffe aus China die (von Billigarbeitskräften genähten) Klamotten sicher übers Meer schippern können, brauchen die noch ordentlich Ballast im Kiel. Da bieten sich Steinen natürlich an und sind daher so günstig bei uns zu haben. Und ich war so naiv und hab gedacht, das Pflaster kommt aus den Steinbrüchen in Flossenbürg, Dürnersdorf oder Waldmünchen.

7 Gedanken zu „Steine aus China“

  1. ROFL, Du bist echt ein Knaller! Ich stell mir das grad bildlich vor: Stoibär ganz stolz auf seine „teuren“ Klunkerchen, echte deutsche Wertarbeit, denkt er *prust* 🙂 Tja, man muss sich wohl daran gewöhnen, dass die Asiaten hier den Markt erobern und alles einheimische bald „Ihr Eigen“ nennen!

  2. Sorry, der Schlauch, auf dem ich gerade stehe, ist wohl was größer. Ich habe Deinen Satz jetzt von vorne, hinten, unten und oben analysiert. Kapier ich nicht *schäm*

  3. Würde wenigstens erklären warum man sie früher vom All aus gesehen hat und jetzt nicht mehr 😉

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  5. Hi alle beisamen!
    Bin durch Zufall auf diese Seite gelangt.
    Ich bin gelernte Steinbildhauerin und arbeite seit 1983 in einem Grabmalbetrieb. Erst kamen 1994 die Inder mit ihren fertigen Steine und jetzt kommen die Chinesen, die allesamt bei einem Stundenlohn von ca. 20 Cent, keine Umweltauflagen und Berufsgenossenschaften um so vieles günstiger sein können als wir ( trotz diesem Schiffscontainertransport und Zöllen ). Hier im Odenwald geht ein Steinmetzbetrieb nach dem anderen zu Grunde.
    Denkt an mich, in 20 Jahren wird der Beruf vom Steinmetz ausgestorben sein. Dann gibt es keinen Steinmetz mehr der euch die im Baumarkt gekauften Fensterbänke auf Maß zuschneidet.

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