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Totenverbrennungen auf Bali

Auf Bali findet man die größte Hindu-Gemeinschaft außerhalb Indiens. Rund 20.000 Tempel gibt es auf Bali. Der dort praktizierte Hinduismus hat mit der Zeit sein Eigenleben entwickelt: Es wird weniger streng praktiziert, es gibt keine vorgeschriebene Gebete und keine festgelegten Momente der Hingabe. Die Religion bestimmt aber das gesamte Leben in Tänzen, Festen und Ritualen. Die wichtigsten Feste im Jahr sind dabei die Feuerbestattungen. Solche Zeremonien kosten aber viel Geld und daher werden die Toten nicht sofort verbrannt. Oft werden die Toten erst mehrere Jahre begraben, bevor die Familie das Geld für die Feier zusammengespart hat. Daher werden auch gerne mehrere Tote gemeinsam verbrannt um die Kosten zu senken. Für die Verbrennung wird der Tote dann wieder ausgegraben, der Körper mumifiziert, Opfergaben vorbereitet und Opfertische errichtet.

Am 15. Juli findet in Ubud die Verbrennung eines ehemaligen Prinzen statt. Daher bauen seit Wochen dutzende freiwillige Helfer an Opfertischen, die 15 Meter hoch sind. Auch die schwarze Kuh, in der der Tote dann verbrannt wird, war schon zur Hälfte fertig. Im ganzen Königspalast ging es während unseres Aufenthaltes zu wie im Taubenschlag und jedem Urlauber, der am Tag der Zeremonie auf der Insel ist, kann ich nur empfehlen, dieses Spektakel zu besuchen.

Halbfertiger Opfertisch für die Verbrennung

Bei Ingrid wird noch ein wenig mehr erklärt.

Balinesisches Magerhuhn

Nach dem gewohnten kulinarischen Quartett aus Nasi Goreng, Spring Rolls, Cap Cay und Gado Gado hatten wir uns heute mal ein balinesisches Huhn vorbestellt. Als wir das magere Teil am Nachmittag dann in der Schüssel sahen, bezweifelten wir aber schon stark, ob wir da wirklich satt werden würden.

 Rohes balinesisches Magerhuhn

Gekocht sah es aber schon ein wenig anders aus. Natürlich waren Kopf und Krallen noch dran, was dem europäischen Magen doch ein wenig seltsam vorkommt. Zusammen mit ordentlich Reis, Salat und Nachtisch wurde der Bauch doch noch voll. 

Balinesisches Hühnchen

Uuurlaub!

Ökologisch unkorrekter geht es eigentlich kaum, aber die drohende Fußball-EM ließ uns keine andere Wahl als aus Europa zu fliehen. Und so geht es Freitag für die nächsten drei Wochen nach Bali. Den “Ballermann” Kuta umgehen wir ganz bewußt und wohnen zuerst in Candi Dasa (7 Nächte). Auf der vorgelagerten Insel Penida hoffen wir auf Mantas, Haie und Mondfisch. Weiter geht es nach Tulamben (3 Nächte), wo wir spätestens auf Claudio und Ruth treffen, die mit den Motorrädern rund ein Jahr in Australien unterwegs waren und gerade erkältet auf Sumbawa im Bett liegen. In Tulamben liegt direkt am Strand das Wrack der USAT Liberty, die 1943 von einem japanischen Torpedo getroffen wurde. In Penyabangan (7 Nächte) werden wir dann viel Kleinfisch rund um Menjangan sehen. Neben Trips ins Landesinnere planen wir auch einen Tag auf Java ein, wo wir den 2380 Meter hohen Vulkan Ijen besteigen wollen. Ganz tauchfrei werden wir dann die Sache in Ubud (3 Nächte) abschließen, bevor wir wieder am 28.6. pünktlich zum Endspiel in Frankfurt landen.

In der Zwischenzeit laufen hier alle Kommentare in die Moderation. In den Hotels soll es aber Internet geben und so werde ich wohl gelegentlich ein Lebenszeichen geben können.

Urlaubsantrag?

Frau Meg fragt bei ihren Lesern an, ob sie eine Woche in Urlaub fahren darf. So weit kommts noch, dass ich hier jemanden um Erlaubnis frage! Nee, ich mach Euch lieber die Zähne lang und verkünde hiermit, dass wir im Juni für drei Wochen nach Bali fliegen! Wir werden in vier verschiedenen Hotels wohnen und so die ganze Insel an Land und im Wasser besichtigen. Tauchtechnisch stehen Manta und Mola-Mola ganz oben auf der Liste. Außerdem möchten wir die Schaukelfische am Wrack der USAT Liberty vor Tulamben und die Buddhas am Tauchplatz Temple Wall besuchen. Natürlich wollen wir auch über Wasser alles sehen und da wir noch auch ein wenig faulenzen wollen, sind drei Wochen eigentlich schon wieder viel zu kurz. 😉