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Kredit verspielt

Rund 1700 Blogs waren bei Blogscout angemeldet und wurden dort statistisch erfasst. Über die Logik der Ranglistenberechnung kann man diskutieren, wie man will, der Statistikteil des Dienstes war gut. Auf das Nötigste beschränkt und für Leute ohne große Technikkenntnisse auch einfach einzurichten. Da der Dienst kostenlos war, war es nahezu perfekt. Jetzt hat Dirk Olbertz also von einer Stunde auf die andere dicht gemacht, ohne Vorwarnung und ohne Übergangsfrist. Ich für meinen Teil habe hier noch ein eigenes Statistiktool laufen. Für meine anderen Projekte ist mir das aber zu aufwändig, weil das die Datenbank recht aufbläst. Ich denke, so geht es so manchem. Viele legen keinen so großen Wert auf ihre Statistiken, trotzdem werfen sie gelegentlich einen Blick darauf und erkennen den Trend der Zugriffe. Mit großem Widerwillen werde ich jetzt wohl erst einmal Google Analystics einbauen, bis ich etwas Passenderes gefunden habe.

Natürlich ist es das gute Recht von Olbertz, seinen Dienst einzustellen. “Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul” heisst es im Sprichwort. Trotzdem bemerkt Dreibein es schon richtig:

Was ich ziemlich Scheiße finde ist die Tatsache, daß Dirk Olbertz Knall auf Fall bei seinem Blogscout-Dienst die Pforten zumacht.

Bei Andy habe ich gelesen, dass Olbertz jetzt einen neuen Dienst mit Namen Noserub anfängt. Wer garantiert mir dabei, dass ihm nicht irgendwann von heute auf morgen einfällt, dass er auch das wieder beendet, weil er grad keine Lust mehr dazu hat? Ich bin der Meinung, wenn jemand Monate oder Jahre lang einen Dienst wie Blogscout anbietet und über Tausend Blogger zur Mithilfe animiert (er hatte ja schliesslich auch etwas davon), dann hat man mit so einer Handlungsweise seinen Kredit für künftige Projekte verspielt.