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Die Rückkehr der geplatzten Elkos

Eigentlich dachte ich, das Problem mit den minderwertigen Elkos in PCs würde der Vergangenheit angehören. Doch jetzt hab ich wieder Elkos mit verdächtiger Wöllbung. Auf der Hauptplatine eines Fujitsu Siemens Esprimo P2511 habe ich gleich drei Stück entdeckt.

Und so wunderts nicht weiter, dass der PC ständig abstürzt oder gar nicht hochfährt. Zwar besteht für den Rechner eine Garantieerweiterung auf 3 Jahre mit 48h vor Ort Service, doch wenn das Ersatzteil nicht lieferbar ist, bringt der Service nicht viel. Bezeichnend auch, dass das Systemhaus gleich wusste, was defekt ist, als wir den Fehler meldeten. Wird wohl mal wieder nicht der einzige defekte PC sein.

Notebookwechsel

Im vergangen Juni hatte ich mir ein HP 6715b Notebook gekauft. Das Gerät an sich war super, nur stellte ich recht bald fest, dass es für meine Anwendungen zu groß und zu schwer war. Primäres Einsatzgebiet ist bei mir das abspeichern und Verarbeiten meiner Fotos und Videos, die ich im Urlaub mache. Daher habe ich das Teil wieder verkauft und mich nach etwas kleinerem umgeschaut. Kurzzeitig habe ich mich auch mal für den EEE-PC von Asus interessiert, aber schnell festgestellt, dass man für die 300 Euro eigentlich keine Hardware bekommt, mit der man sinnvoll arbeiten kann.

So habe ich mich für ein Fujitsu Siemens Esprimo mobile U9200 entschieden. Das hat ein entspiegeltes 12,1″ Display, eine 2,2 GHz CPU, 1 GB RAM, 120 GB HDD, DVD-RW, WLAN und sogar eine Webcam. Das geringe Gewicht von 1,8 Kilo hat bereits dazu geführt, dass ich es bisher schon öfters dabei hatte, als mein “altes” Gerät. Vorinstalliert war ein Windows Vista Basic. FSC bietet aber seine Businessgeräte mit Twinload an und so war das Upgrade auf Windows XP pro innerhalb 20 Minuten ausgeführt. Die Verarbeitung des Esprimo ist super und auch der Akku hält sehr lange. Nach den ersten beiden Wochen kann ich das Gerät nur empfehlen!

Serienfehler bei PC-Hardware

Bestimmte Fehler bei Computerteilen holen einen immer wieder ein. Als ich gestern einen Maxadata-PC zur Reparatur bekam und die Fehlerbeschreibung dazu hörte, war mir eigentlich gleich klar, was los ist. Darin verbaut war ein Motherboard von MSI-Computer und der PC fuhr nur noch im abgesicherten Modus hoch. Im Normalmodus schmierte er immer wieder ab. Manchmal gleich beim Windows-Startbild, manchmal erst später. Grund waren geplatzte Elektrolytkondensator (Elkos), die die Spannung auf der Hauptplatine mitregulieren sollen:

Geplatze Elkos auf Board von MSI-Computer

Auf dem Bild sieht man, dass drei Elkos an der Sollbruchstelle geplatzt sind. Beim ersten ist sogar Flüssigkeit ausgetreten. Die beiden hinteren sind noch in Ordnung. Diese fehlerhaften Elkos wurden vor ein paar Jahren von zahlreichen Motherboardherstellern verwendet und ich habe mittlerweile um die 20 solche PCs repariert. Das Ärgerliche ist, dass die Symptome nicht immer gleich sind. Manchmal läuft der PC relativ stabil und bringt nur hin und wieder Windowsfehlermeldungen, manchmal stürzt er sofort nach dem Einschalten wieder ab – meist abhängig davon, wieviele Elkos geplatzt sind.

Als ich zum ersten Mal so einen Defekt hatte, suchte ich bestimmt einen halben Tag. Ich vermutete Viren, machte einen Festplattencheck oder installierte das Betriebsystem neu. Mittlerweile reicht ein Blick ins Innere und die Diagnose ist gestellt. Oft erkennt man es auch schon auf der Innenseite des Gehäusedeckels. Dann nämlich, wenn da braune Spritzer sind, die nach angetrockneten Kaffee aussehen. Eine Zeit lang habe ich immer die Elkos ausgelötet und ersetzt. Das wurde mir irgendwann zu dumm und wenn ich jetzt so einen Fall habe, ist es einer der seltenen Fälle, in denen ich mal wieder EBAY besuche. Dort gibt es diese alten MSI-Boards mit ausgetauschten Elkos und einem Jahr Garantie.

Ein weiterer Serienfehler

stammt aus meinen Anfangsjahren als PC-Techniker. In meiner früheren Firma hatten wir mal komplette Klassenzimmer mit Eigenbau-PCs auf Basis von Intel Pentium 90 ausgestattet. Dort hatten wir in insgesamt 30 Rechnern Festplatten mit 500 MB von Fujitsu verbaut und erwischten genau eine Serie, die nahezu komplett innerhalb der Garantie ausfiel. Alle zwei Wochen fuhr ich damals zu der Schule und tauschte wieder ein Platte aus. Die Festplattenimages waren zwar immer schnell wieder aufgespielt (damals war noch Windows 3.11 angesagt), aber ein bis zwei Stunden Arbeitszeit wurden da jedesmal verbraten. Schlimmer war es bei ein paar Privat-PCs, wo diese Platten auch verbaut waren und wo dann fast immer alle Daten der Kunden verloren waren. So viel Streit wie damals hatte ich später nie mehr wieder mit Kunden und der Hass auf Fujitsu im Kollegenkreis war gigantisch.

Seitdem ist Fujitsu ein rotes Tuch für mich und ich habe nie wieder Produkte dieser Firma gekauft. Als Siemens dann mit Fujitsu kooperiert hat, war auch Siemens für mich gestorben. Einfach aus Angst, in den Rechnern könnten Fujitsuplatten verbaut sein. Bis heute hat nicht ein Rechner von Fujitsu-Siemens (FSC) meine Werkstatt von innen gesehen.

Downgradeservice

Gerade erreicht mich eine Werbemail von einem Großhändler mit einer Aktion von Fujitsu Siemens. Für eine Reihe von Geräten wird folgende Dienstleistung angeboten:

ESPRIMO EDITION und AMILO PRO mit Windows XP und beiliegender Vista Lizenz

Wir übernehmen das Downgrade von Windows Vista Business auf Windows XP Professional für Sie!

Sie kaufen ein Gerät mit vorinstalliertem Windows XP Professional und erhalten gleichzeitig eine gültige Windows Vista Business Lizenz und Installations DVD. Somit sparen sich die Arbeit den Kundenwunsch nach XP zu erfüllen und sichern gleichzeitig die Investition Ihres Kunden für den zukünftigen Einsatz von Windows Vista Business.

Endlich jemand, der die Bedürfnisse erkannt hat 😀