Schlagwort-Archive: Greenpeace

Das gab es nicht einmal in Wackersdorf

Überforderter Polizist mit Pistole
(c) Rafael Wehrspann

Ich kann mich noch gut an die Krawalle zu Pfingsten 1986 erinnern, als am Bauzaun in Wackersdorf eine völlig unzureichend vorbereitete und unprofessionell arbeitende Polizei auf ein paar gewaltbereite Chaoten und zehntausende friedliche Demonstanten traf. Als die Situation den knapp 1000 Polizisten damals ausser Kontrolle geriet ging die Staatsmacht dann mit Gummiknüppeln vor und schoss ziellos Reizgasgranaten in die Menge. Aber selbst damals ist keinem Polizisten das passiert, was sich ein offenbar überforderter junger Polizist bei einer Demo vom Anti-Atom-Treck geleistet hat. Er zog seine Dienstwaffe und richtete sie gegen unbewaffnete Demonstranten.

Ein Demonstrant wird festgenommen. Auf meine Nachfrage, warum, erklärt der Sicherheitschef: Er habe Verkehrshütchen umgestoßen. Ein schweres Vergehen angesichts der Atommüllgefahr, der wir hier gegenüberstehen. Es kommt zum Handgemenge. Ein Landwirt weigert sich, seine Personalien anzugeben und wird vom Traktor gezogen. Demonstranten helfen ihm. Ein Polizist zieht seine Dienstwaffe und richtet sie auf Menschen! Ein Kamerateam vom mdr-Fernsehen filmt.

Der wohl gleiche Polizist auf einem anderen Foto beim pfeffersprayen und dazu ein Kollege, der sich scheinbar gerade tierisch über einen Volltreffer freut.

Pestizide in Kräutern und Gewürzen

Greenpeace hat vor zwei Wochen in verschiedenen Supermarktketten 33 Proben von Paprikapulver, Dillspitzen, Pfeffer, Ingwer, getrocknete und frische Petersilie gekauft. Der Test auf Pestizide war erschreckend. Lediglich sechs Proben waren frei von nachweisbaren Pestiziden.

Eingekauft wurden die Kräuter und Gewürze bei sechs führenden deutschen Supermarktketten am 12.und 13. September in Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt a. Main und Jena. Es zeigte sich, dass die Produkte von Edeka, Aldi, Kaisers-Tengelmann und Kaufhof insgesamt am stärksten belastet waren, die von REWE und Lidl hingegen deutlich besser abschnitten.

 

Besonders negativ fielen Paprikapulver, Dill und getrocknete Petersilie auf. In einem einzigen Gläschen Paprikagewürz aus einer Hamburger Edeka-Filiale fand Greenpeace allein 22 verschiedene Spritzmittelwirkstoffe – die höchste Mehrfachbelastung, die bei Greenpeace-Tests bisher festgestellt wurde. Ein trauriger Rekord.

Wohl bekomms! Der ganze Bericht.