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Die Lage in Kenia

Schön langsam breitet sich das zu einem gestandenen Bürgerkrieg aus, was da in Kenia abgeht. Seit den manipulierten Wahlen zum Staatspräsident, bekämpfen sich die Anhänger von Amtsinhaber Kibaki und Oppositionsführers Raila Odinga. Das Ganze spielt sich im Westen des Landes ab und hat doch einen Einfluß auf das ganze Land. Denn die Angst geht auch bei den Touristen um, obwohl die Badegegenden an der Küste mehr als 1000 Kilometer vom betroffenen Rift-Vallay entfernt liegen und als absolut sicher gelten. Auch der Tsavo-Nationalpark und die Gegend um den Kilimanjaro liegen weit von den Unruhen entfernt. So gibt es eigentlich keinen Grund, das Land für den Urlaub zu meiden. Gerade jetzt hätte die Bevölkerung die Unterstützung durch die Tourismuseinnahmen dringend nötig.

Lesenwert übrigens auch dieser Artikel bei der NZZ und der Blog von Andrea Böhm zur Lage in den umkämpften Gebieten.

Urlaubsvorbereitungen

Ein Punkt mehr, um den man sich kümmern sollte, wenn man in Urlaub fahren möchte: Vor der Buchung informieren, wann in dem zu bereisenden Land das nächste Mal gewählt wird. Unsere Urlaubsbekanntschaften Kerstin und Stefan wollten eigentlich in drei Wochen nach Kenia. Bei der derzeigen Lage kann da der Aufenthalt aber schnell zum Horrortrip werden. Mittlerweile gibt es eine Reisewarnung vom Auswärtigen Amt. So sind wenigstens kostenlose Stornierungen von Pauschalreisen möglich.

Von nicht notwendigen Reisen nach Kenia wird bis auf Weiteres dringend abgeraten.

Nach den Präsidentschaftswahlen vom 27. Dezember 2007 ist es in Nairobi und anderen Landesteilen zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen, bei denen auch zahlreiche Todesopfer zu beklagen waren. Im Anschluss an die Wahlen war der bisherige Amtsinhaber, Präsident Mwai Kibaki, am 30. Dezember 2007 als Sieger festgestellt und kurz darauf vereidigt worden. Die Opposition, geführt von Hauptherausforderer Raila Odinga, zweifelt das Auszählungsergebnis an. Nach Verkündung des Wahlergebnisses setzten sich in den letzten Tagen bereits laufende Unruhen und Ausschreitungen fort. Betroffen sind hauptsächlich Nairobi mit seinen Slumgebieten Kibera (zwischen Nationalpark-Zufahrtsstraße Langata Road und der Ausfallstraße Richtung Ngong und Karen), Mathare (an der Ausfallstraße Richtung Thika) und Kangemi (an einer Ausfallstraße Richtung Naivasha und Nakuru) sowie andere Städte, insbesondere Eldoret, Kisumu, Kakamega aber auch Mombasa.

Es wird dringend empfohlen, bis zu einer allgemeinen Beruhigung der Lage Menschenansammlungen, politische Kundgebungen sowie die Nähe der o.a. Wohngebiete und Slumsiedlungen zu meiden.

Wer schon eine Reise nach Kenia gebucht hat, sollte sich an seinen Reiseveranstalter wenden.