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Beitrag gelöscht

Heute habe ich zum ersten Mal in diesem Blog einen Beitrag gelöscht. Darin ging es um ein Konzert der Band Fanfare Ciocarlia in Regensburg am 8. August, das ich zusammen mit Freunden besucht hatte. Der Beitrag war 250 Wörter lang. Neben einem Foto hatte ich auch ein kleines Video eingebunden, das ich mit meiner kleinen Digicam aufgenommen und bei YouTube hochgeladen hatte. Dieses Video war 24 Sekunden lang und darauf schwenkte ich einmal von rechts nach links über das Publikum und die Band. Ihr könnt Euch selbst ausmalen, wie die Videoqualität mit so einer kleinen Knipse ist.

Heute hatte ich Post von YouTube in meinem Postfach:

Hiermit wirst du darüber informiert, dass folgendes Material entfernt bzw. der Zugriff darauf deaktiviert wurde, da uns von Asphalt Tango Records gemeldet wurde, dass dieses Material eine Urheberrechtsverletzung darstellt.

Asphalt Tango Records ist das Plattenlabel, das die Band vertritt. Mir ist klar, dass man keine DVD- oder CD-Ausschnitte hochladen darf, das hab ich auch noch nie gemacht. In diesem Fall habe ich aber die Vorstellung einer quasi unbekannten Band mit einem kleinen Video aufgepeppt. Kann einem als Band oder als vertretendes Plattenlabel eigentlich etwas besseres passieren, als dass jemand über ein Konzert schreibt?

Dazu muss man noch erwähnen, dass die Band ein Profil bei MySpace hat, wo man mehrere Songs in weit besserer Qualität anhören kann, als in meinem Videoschnipsel. Ich für meinen Fall werde in Zukunft einen großen Bogen um Fanfare Ciocarlia und erst recht um Asphalt Tango Records machen.

Schafferhof Flair

So manch schöne Kneipe gibt es bei uns in der Gegend. Wenn man sie auch manchmal ein wenig suchen muss, so findet man sie mit ein wenig Gespür doch recht schnell. Der Schafferhof in Neuhaus bei Windischeschenbach zählt zweifelsfrei dazu und ist doch nochmal irgendwie anders. Vielleicht liegt es am Zoigl, vielleicht am alten Gemäuer, das liebevoll restauriert wurde. Vielleicht aber auch an der Einfachheit, wie hier die Dinge angegangen werden. Vergangenen Freitag waren wir zur Groovenight da. Auf drei Bühnen spielten leicht zeitversetzt sechs Bands und für die 12 Euro Eintritt konnte man zwischen allen hin- und hertingeln. Dazu gab es frisches Zoigl für – festhalten – 1,60 Euro die Halbe. Im Herrgottswinkel unter der Maria gaben die Bands alles und so wurden Zapfhahn, Band und Publikum bald eins.

Groovenight am Schafferhof

Rookie Jam am Schafferhof

Während dann die “Bikinipunkband” Rookie Jam auf der Tenne einheizte, fanden sich in der Zoiglstube Bite the Beagle und WickerWork zur Jamsession zusammen. Aber seht selbt:

[youtube Zyi5iuvoRoY]

Nächster Zoiglausschank am Schafferhof ist übrigens  vom 21.08. bis 24.08. Da gibt es dann den “Original Bauernsfünfer” und die Band “MASH” bei freiem Eintritt!

Tramps like us, baby we were born to run!

Tribüne sucks! Kann mir mal einer sagen, warum die Karten auf der Tribüne mehr kosten als in der Arena? Klar kann man sitzen, aber was nutzt einem das, wenn man nichts hört! Mannomann, so eine schlechte Akustik wie gestern bei Bruce Springsteen im Olympiastadion in München habe ich ja noch nie bei einem Konzert erlebt. Vielleicht lags auch daran, dass die Bühne auf der Gegengerade aufgebaut war und die Lautsprecher voll ins Zeltdach einstrahlten. Auf jeden Fall wars unerträglich und so gaben wir nach drei Liedern unseren Sitzplatz in Reihe 70 auf und stellten uns in Reihe 10 auf die Treppe. Nachdem das Konzert bei weitem nicht ausverkauft war, war das auch kein Problem. Mit jeder Stufe nach unten wurde der Sound besser, die Verzögerung zwischen Lippenbewegungen und Text verschwanden und vorallem, man erkannte auf einmal die Lieder.

Bruce Springsteen live in München

Und so konnten wir The Boss Bruce Springsteen endlich genießen. Der legte sich auch gewohnt ins Zeug und spielte 2h 45 durch. Anfangs ging es recht ruhig zu, erst ab der Hälfte kamen ältere Hits dazu. Als er Patti Smiths Because The Night spielte, kam auch endlich auf den Sitzplätzen Stimmung auf. Der Brüller war aber, als Bruce mit der E-Street Band den Roy Orbison Klassiker Pretty Woman spielte. Das Ganze kam “spontan” aufgrund eines Plakates aus dem Publikum und sollte ein Geburtstagsgeschenk für Keyboarder Roy Bittan sein, der gestern 60 Jahre wurde.

Zur Mitte des Konzerts ging wie gewohnt das Flutlicht an, Bruce möchte sein Publikum eben gerne sehen. Drei Songs wurde es wieder dunkel, was auch gleich mit tosendem Applaus quittiert wurde. Als Abschluß der langen Zugabe kam dann noch das heiß erwartete Dancing in the dark.

Alles in allem ein super Konzert – wenn man Arenakarten gehabt hätte und es nicht im Olympiastadion gewesen wäre, aber wohl nochmal eine Klasse besser.

Auf ein Neues

Ich mein, es soll ja Leute im engeren Bekanntenkreis geben, die waren ausser in Leipzig auch bei AC/DC in München schon dabei. München musste ich leider wegen einer Feier sausen lassen. Aber Brückentag und AC/DC am Hockenheimring. Da muss man doch einfach ein zweites Mal hingehen, oder? Also noch schnell EBAY geplündert und ab geht es am Freitag! Und weil doch grad Freund und Tauchlehrer Hany aus Ägypten bei uns ist, kriegt der auch gleich eine Lektion in Sachen Rock´n´Roll. Ich glaub ich darf nur die Ohrstöpsel für ihn nicht vergessen!

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=tq815Yxr5yk

We salute you!

AC/DC Black Ice in Leipzig

Bierbecher Black Ice

Ich mein, es nutzen ja die schönsten Bierbecher nichts, wenn der Inhalt nicht stimmt und nur Bierersatzstoff aus Bremen drin ist. Warum gibt es auf Großveranstaltungen eigentlich immer nur Plempel zu trinken? Da lob ich mir doch die Jungs aus Wernberg, die in ihrem Reisebus 40 (!) Kisten anständiges Bier dabei hatten.

Die Anreise war problemlos, der Parkplatz ganz in der Nähe des Stadions wurde uns aber zum Verhängnis. Aber dazu nachher mehr. Die erste Vorband kann ich Euch leider nicht sagen. Keiner der Umstehenden wußte den Namen. Die zweite Band war “The answer“. Grottenschlecht eingestellter Sound – eben typisch für Vorbands – verhinderte dass sich jemand richtig mit der Musik auseinandersetzte.

Dann pünktlich um 21 Uhr gings los und der Rock’N’Roll Train rollte in Originalgröße ein. Es folgte ein Mix aus alten Reissern und Tracks von der neuen Scheibe. Ich glaube, wir sind uns alle einig, dass das aktuelle Album nicht der große Wurf ist. So wunderte es mich auch nicht weiter, dass die Stimmung immer einen Tick verhaltener war, als aktuelle Songs gespielt wurden. Dafür ging es bei TNT, Thunderstruck, Hells Bells und Dirty Deeds richtig ab. Brian Johnson war ab der Hälfte gewohnt heiser und so durfte mal wieder Angus Young ein langes Solo rocken. Optischer Reisser war Rosie, die ihren Ritt auf der Lok zu Whole lotta Rosie hatte:

Brian Johnson singt für Rosie

Überhaupt war die ganze Show gewohnt gigantisch und die obligatorische Glocke war natürlich auch dabei. Nur leider wars wieder viel zu schnell vorbei. Mit Highway to Hell und For Those About To Rock gab es noch zwei Zugaben, bevor um 22:55 Uhr das Licht anging. Sind eben doch nicht mehr die Jüngsten und nach zwei Stunden Vollgas ist die Puste weg.

Beim Einparken bekamen wir schon einen Zettel in die Hand, dass der Parkplatz erst 30 Minuten nach Konzertende geöffnet werden würde. Erst sollten die Fußgängermassen aus dem Weg sein. Als wir dann um ein Uhr endlich die 400 Meter zu Straße hinter uns gebracht hatten, war die Stimmung natürlich nicht mehr soo toll. Dann nochmal 30 Minuten bis zur Autobahn und die bohrende Frage, warum man mitten in der Nacht die Ampeln nicht abschalten kann, wenn doch alle sowieso in die gleiche Richtung wollen.

Als Konzertstadt werde ich Leipzig zukünftig sicherlich nur noch im Notfall berücksichtigen. Dachte ich bisher immer, dass es verkehrstechnisch nirgends so schlimm zugeht wie an der Regensburger Donauarena, wurde ich gestern eines Besseren belehrt. Irgendwie ist Leipzig doch noch eher auf  Trabis ausgelegt. Trotzdem war das Konzert allererste Sahne und Ihr Münchner freut Euch auf morgen!