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Optimismus siegt!

Zielfoto

Gestern war Marathon in München und ich wieder mit dabei. Nach dem Desaster auf den letzten Kilometern im letzten Jahr nahm ich mir heuer eigentlich gar nichts vor. Auch war die Vorbereitung, sagen wir mal suboptimal. Am Start traf ich noch einen Bekannten, der als Zugläufer für 3:15 engagiert war mir und auch mir seine Dienste anbot. Los gings um 10:00 Uhr und nach einem Kilometer hatte sich das Feld von 6000 Startern halbwegs einsortiert. Schnell merkte ich, dass mein Puls zu niedrig war und so forcierte ich ein wenig. Bereits bei Kilometer 15 bekam ich es ein wenig mit der Angst zu tun, denn die 5 km Marken passierte ich alle ziemlich genau um 21:40. Allerdings war der Puls noch immer konstant bei 155 und so gab es eigentlich keinen Grund zu bremsen. Die Halbmarathonmarke passierte ich bei 1:31:25 und bei Kilometer 30, bzw 2:09:50 fing ich innerlich langsam an zu rechnen. Als der Mann mit dem Hammer bei Kilometer 35 noch immer nicht da war und die Beine noch nicht übermäßig schmerzten, war ich mir einer Zeit unter 3:10 sicher. Aber selbst auf den letzten Kilometern bis ins Ziel wurde ich kaum langsamer und als es dann bei künstlichen Nebel mit Laserlicht und “I came for you” durchs Marathontor ging, da war es da, das Runner´s High. Als die Uhr im Ziel wirklich bei 3:04:51 stehenblieb konnte ich es kaum glauben. Die drittbeste Zeit meiner Karriere war das und wenn man bedenkt, dass meine Bestzeit mit 2:46 aus dem Jahr 1988 stammt, machts mich doppelt fassungslos.

Jetzt ist erstmal Wunden lecken angesagt, die Muskeln schmerzen schon gewaltig und ich fürchte, morgen wird es noch schlimmer sein. Aber die eine Woche bis zum Urlaub bring ich rum und dann geht es ab in den Süden, die Tauchgründe rund um Marsa Alam und Hamata rufen!

Countdown München Marathon 2009

Kleiner sportlicher Zwischenbericht.

Freundschaftsmarathon von Weiden nach Amberg am 20.09.2009: Zusammen mit dem frischgebackenen MTB-24h-Mixedteam-Weltmeister Alex Bauer habe ich den zweiten Platz mit einer 2:42 in der Wertung Run and Bike eingefahren. Wechselintervalle von acht Minuten am Anfang und fünf Minuten zum Ende haben das Tempo gleichmäßig hochgehalten und waren ein spitzenmäßiges Intervalltraining.

24h Lauf in Geisenfeld 25./26.09.2009: Fürs Stullner Hobbyteam teilte ich mir mit Martin die beiden Stunden von 23:00 bis 1:00 Uhr. Auf einem Rundkurs mit 2 km sind jeweils acht flotte Runden um die 7:10 – 7:20 min rausgesprungen. Dass es am Ende mit dem Team ein Platz im hinteren Drittel geworden ist, stört dabei nicht. Schließlich ging es für einen guten Zweck und mir ums Tempotraining. Fürs kommende Jahr hab ich dort etwas Besonderes vor. Ich möchte mit einem Viererteam an den Start gehen. Heißt dann eine Stunden laufen, drei Stunden Pause für jeden. Zwei bloggende Kollegen haben schon ihr Interesse angemeldet und wäre doch lustig, wenn wir als reines Bloggerteam an den Start gehen könnten.

Zwei Tage später dann ein langer Trainingslauf über 28 km und weil der so gut ging, hab ich mich direkt danach für den Marathon in München am 11. Oktober angemeldet. Am Sonntag dann nochmal ein 30er und ich sollte halbwegs fit sein.

München Marathon: Abhaken und vergessen

Bis Kilometer 28 ging es gestern ganz gut. Zwar wurde ich nach dem Halbmarathon (1:30:23) ein wenig langsamer, bei Kilometer 30 lag ich aber noch auf einem Kurs von unter 3:10, was zu meinen Vorsätzen gepasst hätte. Doch dann kam der berühmte Mann mit dem Hammer und schlug so heftig zu, wie noch nie zuvor. Vielleicht lag es auch an dem leichtem Durchfall, den ich aus Hurghada mitgebracht hatte. Auf jeden Fall absolvierte ich die letzten Kilometer mit einem Schnitt von teilweise 6:30 (immerhin bin ich nicht gegangen) und da konnte einfach nicht mehr als 3:23:50 und Platz 707 am Ende rauskommen.

Ein wenig überrascht war ich über das schlechte Starterfeld in der Spitze. Der Gewinner hatte gerade mal eine Zeit von 2:21, was für eine Veranstaltung diesen Kalibers doch ein wenig ärmlich ist. Vor 15 Jahren landete ein Vereinskollege von mir in München mal mit 2:26 auf Platz 12. Damit wäre er gestern Dritter geworden! Überhaupt waren nur zwei Läufer unter 2:30. Vor ein paar Jahren noch undenkbar!

Hurghada und München Marathon am 12. Oktober 2008

Morgen früh sitzen wir im Flieger nach Hurghada und werden eine Woche die Tauchgründe im Roten Meer unsicher machen. Wenn wir dann wieder zu Hause sind, geht es gleich weiter nach München auf die Marathonstrecke. Heute habe ich die offizielle Teilnahmebestätigung bekommen. Falls jemand am 12.10. vor Ort ist, bitte die Startnummer 5327 anfeuern! Das bin nämlich dann ich.

PS: Alle Kommentare gehen während dieser Woche in die Moderationsschleife.

Echtes Männerspielzeug: Garmin GPS Forerunner 305

Seit 25 Jahren mache ich nun Ausdauersport. Meine “guten” Jahre sind auch schon eine Weile her und mittlerweile laufe ich ab und zu mal noch einen Halbmarathon oder fahre eine RTF. Als ich mit dem Sport begann, waren Pulsmesser noch unbezahlbar und erst ein paar Jahre später kamen die ersten Geräte von Polar auf den Markt, die man sich leisten konnte. Über mehrere Jahre benutzte ich dann das einfachste Gerät ohne Einstellmöglichkeiten. Hauptsache war eine große Anzeige, einstellbare Unter- und Obergrenzen brauchte ich nicht, sah ich doch dass die Laufkollegen im Verein diese Funktionen ihren höherwertigen Geräte auch nicht nutzten. Solche Spielereien mögen ganz brauchbar für Laufanfänger sein, wer aber schon einige Laufjahre auf dem Buckel hat, verzichtet gerne darauf.

Was mich aber schon immer gereizt hätte, wäre ein GPS. Vor einem Jahr war ich schon mal drauf und dran, mir so ein Gerät fürs Rennrad zuzulegen. Jetzt habe ich anderweitig zugeschlagen und mir einen Garmin GPS Forerunner 305 gekauft. Prinzipiell ist das eine normale Pulsuhr mit Rundenzeiten, einstellbaren Ober-/Untergrenzen und den ganzen üblichen Käse, den Polar schon seit Jahren anbietet. Allerdings eben mit integriertem GPS und den Funktionen, die sich dadurch erschließen. Schätzte ich früher anhand der gelaufenen Zeit und der gefühlten Geschwindigkeit, wie weit ich ungefähr gelaufen bin, so kann ich es jetzt ständig metergenau ablesen. Dazu im Laufmodus noch die aktuelle Geschwindigkeit in Minuten pro Kilometer. Maximal vier Werte kann man sich gleichzeitig anzeigen lassen. Im Fahrradmodus nutze ich dann die aktuelle Geschwindigkeit, den Puls, die Höhe über NN und die gefahrene Strecke. Möglich wäre auch noch die aktuelle Steigung, Sonnenuntergangszeit, Kalorienverbrauch etc. Eben alles, was man aus Puls, GPS und Zeit ableiten kann.

Wie gesagt, früher schätzte ich die gelaufene Strecke, bzw. hatte meine Standardtrainingsstrecken mit dem Rad vermessen. Jetzt hab ich auf einen Blick, wie weit ich bin und muss mir keinen Kopf mehr machen, wenn ich mal ein Fahrtenspiel einbauen möchte. Sicherlich wird heute im Ausdauerbereich eigentlich nur noch nach Zeit und Puls trainiert. Mich interessiert es trotzdem, welchen Schnitt ich gelaufen bin. Gerade in der Marathonvorbereitung plant man sowieso anders. Wenn man mal über das Ziel “nur ankommen” hinaus ist, hat man genaue Vorstellungen, was man erreichen möchte. Da muss man die errechneten Kilometervorgaben peinlich genau einhalten.

Garmin GPS Forerunner 305

Für das Lauftraining in unbekannten Gebieten gibt es noch eine Navifunktion (schließlich baut Garmin ja hauptsächlich GPS-Geräte für den Outdoor-Profi). Mit der Funktion “Zurück zum Start” kann man sich heimlotsen lassen, wenn man sich verirrt hat. Entweder auf der gelaufenen Strecke oder auf dem direkten Weg. Ansonsten halte ich die Navifunktionen im Garmin GPS Forerunner 305 für eine Spielerei. An Geocaching ist wahrscheinlich gar nicht zu denken!

Der Clou kommt jetzt aber. Der Garmin GPS Forerunner 305 wird mit einer Dockingstation geliefert. Damit kann man dann die Trainings- bzw. Wettkampfdaten auslesen und auswerten. Das mitgelieferte “Training Center” ist allerdings nicht der große Hit. Besser man lädt sich das Freewareprogramm SportTracks von Zone Five Software runter. Dort kann man die Daten des Garmin auch problemlos importieren und die Trainingseinheiten super verwalten. Das Programm ist übrigens auch ohne Pulsuhr super zur Traingsdokumentation. Aus dem Programm kann man dann auch eine KML-Datei für Google Earth exportieren. Ich habe das bei unserer Klettertour am Jubiläumsgrat letzte Woche mal ausprobiert und was rauskam, war schon beeindruckend.

Das Gerät hat aber auch eine ganz entscheidenden Nachteil: Die Akkulaufzeit beträgt gerade mal 10 Stunden. Das macht den Garmin GPS Forerunner 305 für größere Touren unbrauchbar. Zwar wird ein Ladegerät mitgeliefert, aber das nutzt recht wenig, wenn man eine lange Tour macht. Zum Laufen und fürs normale Radtraining mögen zehn Stunden reichen. Für Wandertouren reicht das nicht aus. Bei der oben erwähnten Tour bekam ich bereits eine Stunde vor dem Ende eine Batteriewarnung. Selbst bei einem Radmarathon, der in der Regel um die 250 Kilometer geht, kommt man evtl. nicht rechtzeitig ins Ziel. Aber wahrscheinlich können sich die übergewichtigen Amis nicht vorstellen, dass man sich mehr als 10 Stunden am Stück sportlich betätigen kann, sonst hätten sie einen Akku spendiert, der wenigstens 15 Stunden hält.

Fazit: Für um die 200,- Euro bekommt man mit dem Garmin GPS Forerunner 305 einen super Trainingsbegleiter für jeden Tag. Die Aufzeichnungs- und Analysefunktionen sind genial. Würde der Akku länger halten, wäre das Teil perfekt!

Laufprofi stirbt bei New-York-Marathon

Der New-York-Marathon war dieses Jahr auch gleichzeitig US-Olympiaqualifikation für Peking 2008. Ryan Shay war einer der Favoriten des US-Teams bis er bei Kilometer neun kollabierte und verstarb. Ohne mich zu weit aus dem Fenster lehnen zu wollen, würde es mich nicht wundern, wenn bei der Obduktion sonderbare Blutwerte mit hohen Hematokritwerten gefunden werden würden. Mehr bei SpOn.

Gewonnen haben dieses Jahr übrigens die Britin Paula Radcliffe und der Kenianer Martin Lel.

Nachtrag: Die US-Olympiaqualifikation war wohl schon ein Lauf am Tag zuvor.

Marathon im TV

Leider musste ich meinen eigenen Start in München vor zwei Wochen verletzungsbedingt absagen. Im TV schaue ich mir aber immer gerne Übertragungen an. Heute morgen war der Marathon in Frankfurt und als die Läufer bei Halbmarathon waren, hab ich reingeschalten. Die Spitzengruppe lag so auf Kurs für 2:08 h. Irgendwann wurde dann die Gruppe mit den ersten deutschen Teilnehmern gezeigt, die sich eine Zeit um 2:35 h vorgenommen hatte. Ist es schon traurig, dass die besten deutschen Athleten eine halbe Stunde langsamer als die Spitze sind, so musste ich dann abschalten, als ich ein Interview mit Dieter Baumann gehört hatte. Sinngemäß sagte er: Es gehe heute für ihn um keine Höchstleitung und er setze sich auch nicht unter Druck. Sicherlich wäre eine gute Zeit schön. Er habe auch gute Sponsoren, die ihn 1000 Euro zahlen, für jede Minute die er unter 3 Stunden bleibt.

Da stellt sich also ein ehemaliger Olympiasieger hin, der nach der Zahnpastaaffäre zwei Jahre wegen Doping gesperrt wurde und der seine angebliche Unschuld bis heute nicht beweisen konnte, der stellt sich also hin und erzählt, er geht für 20.000 Euro oder mehr zum joggen. Da musste ich abschalten.