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aufgeMUCkt – David gegen Goliath

Im großen Fußballfieber ist ein Thema untergegangen, das mir persönlich wesentlich wichtiger war. Die Münchner Bürger durften über den Ausbau des Flughafen im Erdinger Moos abstimmen. 55 Prozent stimmten gegen den Bau einer dritten Startbahn, was auf den ersten Blick nicht recht eindeutig erscheint. Auf den zweiten Blick ist es dann doch ein klares Ergebnis, wenn man sich vor Augen hält, dass CSU, FDP und auch die SPD für den Bau waren und mit einem Millionenbudget Werbung für den Ausbau machten. Sogar auf Facebook hatten die Befürworter in bester Piratenmanier den Begriffe geentert. Beeindruckend auch die Tatsache, dass die Münchner sich solidarisch mit den Erdingern und Freisingern zeigten. Schließlich sind sie ja selbst vom Fluglärm nicht betroffen.

Sicherlich ist es eine schwarze Stunde für den Flughafenbetreiber. Die Mär vom Schaden für den Wirtschaftsstandort Bayern glaubten die Bürger aber wohl nicht. Die Zahlen belegen ja auch das Gegenteil. Die Fluggastzahlen stiegen in den vergangenen Jahr zwar, doch die Zahl der Flüge sank.

Der Entscheid ist leider nur für ein Jahr bindend. Während Wirtschaftsminister Zeil weiter am Ausbau festhalten möchte, hat OB Ude aber nun ein klares Statement gegen den Ausbau gegeben und akzeptiert das Nein „ohne Wenn und Aber“. Insgeheim dürfte er sich sogar gefreut haben. Durch sein seine voreilige Befürwortung des Ausbaus wurde er für einen Teil der Bayern bei der nächsten Landtagswahl unwählbar. Und da Grüne und Freie Wähler nach seiner Unterstützung für die dritte Startbahn auch schon ausgeschlossen haben, dass es mit der SPD eien Koalition geben könnte, ist nun die Chance für einen Ministerpräsident Christian Ude ein wenig gestiegen.

Meine Gratulation auf jeden Fall an das Bündnis aufgeMUCkt, das mal wieder bewiesen hat, dass David doch manchmal Goliath schlagen kann. Vielleicht ist ja jetzt auch das Geld für die wirklich wichtigen Verkehrsprojekte in München da und die Stammstrecke kann endlich ausgebaut werden.

Und weils so ein schöner Tag ist, dazu noch das Lied von Michi Dietmayr:

Tramps like us, baby we were born to run!

Tribüne sucks! Kann mir mal einer sagen, warum die Karten auf der Tribüne mehr kosten als in der Arena? Klar kann man sitzen, aber was nutzt einem das, wenn man nichts hört! Mannomann, so eine schlechte Akustik wie gestern bei Bruce Springsteen im Olympiastadion in München habe ich ja noch nie bei einem Konzert erlebt. Vielleicht lags auch daran, dass die Bühne auf der Gegengerade aufgebaut war und die Lautsprecher voll ins Zeltdach einstrahlten. Auf jeden Fall wars unerträglich und so gaben wir nach drei Liedern unseren Sitzplatz in Reihe 70 auf und stellten uns in Reihe 10 auf die Treppe. Nachdem das Konzert bei weitem nicht ausverkauft war, war das auch kein Problem. Mit jeder Stufe nach unten wurde der Sound besser, die Verzögerung zwischen Lippenbewegungen und Text verschwanden und vorallem, man erkannte auf einmal die Lieder.

Bruce Springsteen live in München

Und so konnten wir The Boss Bruce Springsteen endlich genießen. Der legte sich auch gewohnt ins Zeug und spielte 2h 45 durch. Anfangs ging es recht ruhig zu, erst ab der Hälfte kamen ältere Hits dazu. Als er Patti Smiths Because The Night spielte, kam auch endlich auf den Sitzplätzen Stimmung auf. Der Brüller war aber, als Bruce mit der E-Street Band den Roy Orbison Klassiker Pretty Woman spielte. Das Ganze kam „spontan“ aufgrund eines Plakates aus dem Publikum und sollte ein Geburtstagsgeschenk für Keyboarder Roy Bittan sein, der gestern 60 Jahre wurde.

Zur Mitte des Konzerts ging wie gewohnt das Flutlicht an, Bruce möchte sein Publikum eben gerne sehen. Drei Songs wurde es wieder dunkel, was auch gleich mit tosendem Applaus quittiert wurde. Als Abschluß der langen Zugabe kam dann noch das heiß erwartete Dancing in the dark.

Alles in allem ein super Konzert – wenn man Arenakarten gehabt hätte und es nicht im Olympiastadion gewesen wäre, aber wohl nochmal eine Klasse besser.

München Marathon: Abhaken und vergessen

Bis Kilometer 28 ging es gestern ganz gut. Zwar wurde ich nach dem Halbmarathon (1:30:23) ein wenig langsamer, bei Kilometer 30 lag ich aber noch auf einem Kurs von unter 3:10, was zu meinen Vorsätzen gepasst hätte. Doch dann kam der berühmte Mann mit dem Hammer und schlug so heftig zu, wie noch nie zuvor. Vielleicht lag es auch an dem leichtem Durchfall, den ich aus Hurghada mitgebracht hatte. Auf jeden Fall absolvierte ich die letzten Kilometer mit einem Schnitt von teilweise 6:30 (immerhin bin ich nicht gegangen) und da konnte einfach nicht mehr als 3:23:50 und Platz 707 am Ende rauskommen.

Ein wenig überrascht war ich über das schlechte Starterfeld in der Spitze. Der Gewinner hatte gerade mal eine Zeit von 2:21, was für eine Veranstaltung diesen Kalibers doch ein wenig ärmlich ist. Vor 15 Jahren landete ein Vereinskollege von mir in München mal mit 2:26 auf Platz 12. Damit wäre er gestern Dritter geworden! Überhaupt waren nur zwei Läufer unter 2:30. Vor ein paar Jahren noch undenkbar!

Hurghada und München Marathon am 12. Oktober 2008

Morgen früh sitzen wir im Flieger nach Hurghada und werden eine Woche die Tauchgründe im Roten Meer unsicher machen. Wenn wir dann wieder zu Hause sind, geht es gleich weiter nach München auf die Marathonstrecke. Heute habe ich die offizielle Teilnahmebestätigung bekommen. Falls jemand am 12.10. vor Ort ist, bitte die Startnummer 5327 anfeuern! Das bin nämlich dann ich.

PS: Alle Kommentare gehen während dieser Woche in die Moderationsschleife.

Transrapid am Ende

Es war ja schon von Anfang an die Frage, ob Günther Beckstein das Spielzeug seines Vorgängers wirklich gegen den Willen der Bevölkerung bauen lassen und die CSU damit ins nächste Wahldesaster steuern würde. Bisher hatten die Schönrechner die Kosten auf 1,85 Milliarden Euro beziffert, nun hat die Süddeutsche Zeitung einen Artikel veröffentlicht, in dem sie sich auf Berechnungen der beteiligten Unternehmen unter Führung von Siemens und Thyssen beruft. Danach belaufen sich die wirklichen Kosten auf rund drei Milliarden Euro. Da Freistaat und Bund nur bereit sind, maximal 925 Millionen beizusteuern, dürfte damit wohl das Ende des Transrapid besiegelt sein.

Blogtreffen München

Gestern also die Jungs von Tobi, Alin und Josip am Bahnhof in Regensburg abgeholt und zusammen in die Münchener Innenstadt. Mit viel Glück gab es sogar fast direkt vor dem „Rumpler“ eine Parkplatz und so waren wir die ersten im Lokal. 35 Blogger waren angemeldet, wie viele es dann wirklich waren, hab ich leider nicht nachgezählt.

Viele interessante Gespräche waren es mit Jens, Christian, Steffi, Frank, Martin, Cindy, Metaroller Benedikt und und und. Mein Versuch mit Robert ins Gespräch zum kommen, war allerdings hoffnungslos, nach dem Marnem ihm sein neues Nokia N800 unter die Nase hielt. Schwer beeindruckt hat mich MyMüsliman Max, der von seinem Besuch bei der FTD noch regelrecht wie auf Drogen war. Bleibt mir also nur der Dank an Marc für die Organisation und die Hoffnung auf eine baldige Wiederholung. Und wäre doch gelacht, wenn wir nicht auch in Regensburg was auf die Beine stellen könnten!

Achja, ein paar Fotos (Kann mir jemand mit den Namen helfen?) hab ich auch gemacht. Zumindest bis der Akku leer war. Den hatte ich leider seit meinem Tauchgang letzten Sonntag nicht mehr aufgeladen.