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Und wieder geht die Welt unter

Was hatten wir nicht schon alles an gefährlichen Krankheiten zu fürchten? Vogelgrippe, Schweinepest, Rinderwahnsinn, Maul- und Klauenseuche oder derzeit eben Blauzungenkrankheit und aktuell Schweinegrippe. Immer durften diverse Spezialisten ihr Wissen in den Medien verbreiten und ein paar Wochen hatte jeder Angst. Hühner wurden ins Gefängnis gesperrt oder bauernhofweise Rinder gekeult. Ein paar Wochen später war das Thema vergessen und keiner mehr damit hinterm Ofen vorzulocken. Schön langsam fühle ich mich an diverse Sekten erinnert, die immer wieder mal vor dem Untergang der Welt warnen. Ich bin ja mal gespannt, wie lange es dauert, bis die Medien H1N1 vergessen haben.

Von Panikmache und Scheinheiligkeit

Jeder sollte gestern das Licht ausmachen und damit die Politiker ermahnen, dass die endlich zwecks Klimaschutz in die Pötte kommen. Natürlich wurde von diversen wichtigen Menschen dann gleich gewarnt, dass das zum Blackout im Stromnetz führen kann und noch viel Schlimmeres droht. Irgendwie fühlte ich mich an den Jahrtausendwechsel und das prognostizierte mögliche Ende der Menschheit durch einen Komplettabsturz der Computerwelt erinnert. Der EDV-Branche hat das seinerzeit viel Geschäft gebracht, denn jedem Geschäftsführer saß das Geld locker. Wie vielen Admins hat es mir den Silvesterabend versaut, weil am nächsten Tag unbedingt ein Notteam im Büro sein mußte. Wie überall habe auch ich nur festgestellt, dass alles funktionierte und ich war pünktlich zum Mittagessen wieder zu Hause. Heute lese ich trotz recht großer Beteiligung – oh Wunder – nichts von Blackout.

Zu der Aktion an sich kann man stehen, wie man will. Für den Klimaschutz selbst hat es wohl eher nichts gebracht. Eher schon für die Politur am grünen Image. Recht populistisch haben sich daher ein paar Fernsehsender und Boulevardblätter der Aktion von Greenpeace und WWF angeschlossen.

Natürlich mußte da auch Google mitmischen und hat gleich die Seite auf schwarz getrimmt. Wie es um den Wert des Klimaschutzes aber wirklich bestellt ist, hat Googlemitbegründer Larry Page zeitgleich bewiesen. Zu seiner Luxushochzeit hat er hunderte Gäste mit Privatjets auf eine Karibikinsel einfliegen lassen. Seine Festzelte wurden klimatisiert, schließlich ist ja zu warm auch nichts und fürs entsprechende Ambiente auf der extra aufgeschütteten Sandbank, sorgten ein paar Plastikpalmen. Auf gut deutsch: Umweltschutz geht ihm in Wirklichkeit am Arsch vorbei.

Weitere Links dazu:
Wasser predigen und Wein saufen
Google rettet die Welt?
Strom sparen für Larry