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Wie man eine Frau (auch) glücklich macht

Anruf: “Ich glaub, mein Rechner hat einen Virus. Das war wie im Krimi. Plötzlich sind die Icons verschwunden! Außerdem ist er in letzter Zeit so langsam“. Ich also 30 Minuten später die Platte ausgebaut und in mein Testsystem gehängt. Zwei verschiedene Virenscanner haben keinen Virus gefunden. Hm, also Platte wieder rein und eingeschalten. Der Bootvorgang dauerte sechs Minuten und auch dann war der Rechner (nicht von mir) grottenlangsam – kein Wunder bei einem XP mit 256 MB RAM und jeder Menge installierter Programme. Also Kundin angerufen, ob ich ein wenig Speicher nachrüsten darf. “Wenn Sie meinen, das braucht es?” Ich: “Ja, das brauchts!” Also 512 MB dazu gesteckt und wieder abholen lassen. Grad vorhin der Anruf: “Der ist ja jetzt fünfmal so schnell! Da machts ja viel mehr Spaß! Ich freu mich so!”  – Was man mit einem Speicherriegel so bewirken kann.

Schnäppchenrechner von HP

Die Adventszeit in der EDV-Branche wird immer so schön als Jahresendgeschäft betitelt. Wer noch einen günstigen Büro- oder Internet-PC sucht, der wird eventuell bei Hewlett-Packard fündig. Den DX2300 (GD998ET) gibt es derzeit für einen Straßenpreis von ca. 340,- Euro incl. Mwst. Dafür bekommt man dann einen sauber verarbeiteten und sehr leisen Minitower mit folgenden Merkmalen:

  • Intel Celeron D 420 mit 1600 MHz
  • 1x 512 MB RAM (2 Speicherbänke)
  • 80 GB SATA Festplatte
  • SATA DVD-Rom
  • Intel GMA 3000
  • 10/100 LAN und Sound on Board
  • HP-Tastatur und optische Scrollmaus
  • Freie Steckplätze: 1x PCIe x16, 2x PCIe x1, 1x PCI, 2x SATA
  • Microsoft Windows XP pro

Als Zusatz würde ich noch eine Speichererweiterung nehmen: 512 MB für rund 28,- Euro oder 1024 MB für 49,- Euro. Wers braucht noch einen DVD-Brenner für 40,- Euro rein und dann hat man eine brauchbare und vistafreie Kiste für 410,- Euro. Klar ist das dann keine Zockerrakete, aber für den Hausgebrauch reicht der allemal. Hier noch ein paar Fotos und ein Datenblatt zum besseren Verständnis.

Detailansicht Hewlett-Packard DX2300 (GD998ET)Detailansicht Hewlett-Packard DX2300 (GD998ET)Detailansicht Hewlett-Packard DX2300 (GD998ET)Detailansicht Hewlett-Packard DX2300 (GD998ET)

(Die abgebildete zweite Netzwerkkarte ist normalerweise nicht dabei)

Produktionsstandort Deutschland

Wenn man an PCs denkt, verbindet man die Herstellung automatisch mit Ländern wie Taiwan, China oder Singapur. Aus den USA kommt dann vielleicht noch die eine oder andere CPU dazu. Wenn auf einem PC “Made in Germany” steht, dann geht man im Normalfall davon aus, dass Bauteile aus Fernost in Rumänien zusammengeschraubt werden und dann in Deutschland vielleicht noch ein Lüfter dazugesteckt wird. Gestern war ich auf einer Kundenveranstaltung (bin eigentlich gar kein Kunde) von Fujitsu Siemens Computer und wurde eines Besserem belehrt.

Siemens Visits

Auf der Visits in Augsburg waren schätzungsweise 2000 Kunden und Wiederverkäufer, denen die Produkte von FSC näher gebracht wurden. Ob Home Entertainment, Workstations, Server oder Zubehör – es gab alles zu sehen. Für den Großteil der Besucher stand zwar eher “all you can eat” im Vordergrund, wer sich aber interessierte, bekam sehr viel Infos. Bei einer 50-minütigen Führung durch die Produktionshallen, bekam man vor Augen geführt, dass es auch heute noch möglich ist, in Deutschland zu produzieren und nicht nur zu assemblieren. Am Standort Augsburg werden nämlich in acht Produktionslinien auch noch die Motherborads aller PCs und Server selbst produziert. In den anderen Hallen wurden dann Business-PCs und Server gebaut.

Bisher waren wir bei uns fast ausschließlich auf HP fixiert. Wenn man aber Arbeitsplätze in Deutschland erhalten möchte, dürfte man bei FSC wesentlich besser aufgehoben sein, als bei Dell oder HP. So werde ich zumindest mal entsprechende FSC-Hardware ins Haus holen und ausgiebig testen, ob sie auch technisch geeignet sind. Preislich mithalten können sie zumindest.

Musikalische Discounter?

Als seriöser EDV-ler ist man gelegentlich leicht angepisst, wenn man PCs reparieren soll, die im selben Geschäft erworben wurden, in dem der Kunde normalerweise Joghurt, Kartoffelchips oder Hundefutter kauft. Beim ersten Testlauf in der Werkstatt ist man sich dann aufgrund der Lautstärke manchmal auch nicht mehr sicher, ob es sich um einen Computer oder doch um einen Staubsauger handelt. Dass die Reparatur eines solchen Gerätes einen erhöhten Stundensatz nach sich zieht, ist eh schon lange Usus.

Jedes Wochenende stecken unzählige Werbeblätter diverser Lebensmitteldiscounter in unserem Briefkasten, wo solche Geräte angeboten werden. Im Normalfall landen die umgehend in der Papiertonne und werden nicht beachtet. Gestern wurde ich aber stutzig. Neben den üblichen “Schnäppchenrechnern” wird nun scheinbar auch der Musikmarkt in Angriff genommen. Seit heute gibt es bei Norma alles, was der Hobbymusiker braucht. Neben dem E-Gitarren-Set für 149,- Euro oder dem Schlagzeug für 299,- Euro gibt es auch ein Klavier für 1.999,- Euro im Onlineshop. Alle Geräte sind von der Marke “Golden Ton”. Ob es als Dreingabe auch eine Gratispackung “Golden Toast” gibt, glaube ich aber eher nicht.

*fassungslos*

Großreinemachen

Was unter dem Lüfter eines CPU-Kühler alles zu Tage treten kann, ist schon Wahnsinn. Der Rest des PCs hat ähnlich ausgeschaut. Da wundert es wohl auch nicht, das PC-Alert die ganze Zeit Überhitzung gemeldet hat. Zur Ehrenrettung muss man aber sagen, dass der Rechner im Fertigungsbereich einer Strickerei steht.

Verschmutzter Lüfter