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Grölemeyer Schlagerstar

Ich mußte heute morgen schon ein wenig schmunzeln, als ich in meinem erklärten Lieblingsradiosender das Interview mit Dieter Thomas Heck hörte. Aus Anlass des 40. Geburtstag der ZDF-“Hitparade” hatten sie ihn aus dem Bett seines spanischen Urlaubsdomizils geholt. Dabei hat er dann Tranrocker Herbert Grönemeyer als Schlagersänger bezeichnet, womit er meiner Meinung bestimmt nicht unrecht hat. SpOn hat auf jeden Fall gleich einen Artikel daraus fabriziert und schreibt gar von einem Tiefschlag.  Da sie es aber natürlich mal wieder nicht fertig gebracht haben, die Quelle zu verlinken, gibt es den Podcast hier zu hören:

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Ab wann ist ein Krieg ein Krieg?

Verteidigungsminister Jung vermeidet es in jedem Interview, das Wort Krieg auch nur in den Mund zu nehmen. Stattdessen betont er immer wieder, das deutsche Engagement sorge für eine “vernetzte Sicherheit” in Afghanistan. Die Soldaten müssten helfen, schützen und vermitteln, gegebenenfalls aber auch kämpfen, um Sicherheit zu gewährleisten. Ein Krieg ist das in seinen Augen anscheinend aber nicht, was wohl nicht nur mir komisch anmutet. In der Radiowelt heute morgen hatte Thomas Dänzer-Vanotti daher ein Interview mit Andreas Paulus, dem Professor für Völkerrecht an der Universität Göttingen.

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Leider brachte das Gespräch keine Klärung. Der Herr Professor verstand es perfekt, sich so auszudrücken, am Ende jeder wieder so schlau war wie vorher. Unweigerlich mußte ich an einen Beitrag von Larko letzte Woche denken: German language should be banned

Wesentlich aufschlußreicher war da schon der gestrige  Tagesschau-Chat mit Christian Thiels. Der Korrespondent im ARD-Hauptstadtstudio Berlin, zuständig für die Themen Verteidigung und Äußeres, stellte sich zahlreichen Fragen zur Lage der Bundeswehr in Afghanistan. Zum Beispiel:

Wie erleben die Soldaten vor Ort die Situation?

Christian Thiels: Für die Soldaten ist das ein Krieg, in dem sie stehen. Für sie ist es unwichtig, wie die Politik das nennt.

Das Ende der Herrentiere

Inspiriert durch ein Foto bei Anke möchte ich auf dieser Stelle auf eine Sendung vom BR hinweisen, die es als Podcast gibt:

Das Ende der Herrentiere – Wie die Erde ohne Menschen aussähe

Eine Seuche bricht aus, und niemand überlebt. Was dann? Was würde mit der Erde geschehen, wenn sie auf einmal nicht mehr sechseinhalb Milliarden Menschen trüge und ernährte? Ein Planspiel, das viel vom Zustand der Welt erklärt.

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Friendly Floatees

Gestern auf der Heimfahrt ging es in der Sendung IQ Wissenschaft und Forschung um den Plastikmüll im Meer. In dem sehr interessanten Bericht werden die Auswirkungen des Mülls auf die Fisch- und Vogelwelt beschreiben, wie die Tiere mit vollem Magen verhungern und warum verstärkt Schwermetall in unsere Nahrung kommt. So zitiert beispielsweise die UNEP, das Umweltprogramm der UNO, eine Studie, wonach mittlerweile bis zu 18.000 Plastikteile in jedem Quadratkilometer der Ozeane treiben.

Während der gesamten Sendung ging es auch immer wieder um die Friendly Floatees, jenen 28.800 gelben Quietscheenten, grünen Fröschen, blauen Schildkröten und roten Bibern, die 1992 von einem Frachtschiff zwischen Hongkong und Tacoma verloren wurden und seitdem ihre Reise um die Welt machen. So kam 2003 der erste Frosch in Europa an und wurde nach einer Reise über 27.000 Kilometer an einem Strand in Schottland entdeckt.

Der Zug der Friendly Floatees

Den Podcast (24 Minuten) dazu gibt es bei Bayern2.

Nichtssagend

Politiker sind ja gemeinhin als alte Dampfplauderer bekannt. Fünf Minuten sprechen und dabei so wenig Inhalte wie möglich rüberzubringen, ist die Kür für so manchen Minister. Eine 6,0 in dieser Disziplin hat heute Bundes-Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul von der SPD vollbracht, als sie zum Weltentwicklungsbericht 2008 und mögliche Kürzungen für Pakistan befragt wurde. (Eigentlich kein) Hörbefehl.

Was tun gegen E.on?

E.on hat eine massive Preiserhöhung für den Bezug von Strom und Gas angekündigt und mittlerweile habe viele andere Versorger angekündigt, nachziehen zu wollen. Seitdem sich der Staat aus der Preiskontrolle zurückgezogen hat, ist der Profitgier der Energieversorger kaum noch beizukommen, denn der Kartellbehörde sind die Hände gebunden. Als Verbraucher ist man aber nicht ganz machtlos. Beim Strom kann man leicht den Anbieter wechseln, bei Gas gibt es auch ein paar Möglichkeiten. In Bayern2 war gestern Aribert Peters vom Bund der Energieverbraucher zu hören, der in dem Interview einige gute Tipps gegeben hat. Fazit: Erstmal die Einzugsermächtigung kündigen, wenn man weitere Schritte unternehmen möchte. Oder gleich auf alternative Heizsysteme umsteigen.

Zum Podcast

Bin ich jetzt terrorverdächtig?

Heute früh hat der Beckstein im Radio (Podcast) erklärt, dass die erwischten Bombenbauer in Pakistan im Terrorcamp waren und er jetzt ein Gesetz haben möchte, dass das unter Strafe stellt. Zukünftig wird wohl jeder, der aus Pakistan zurückkommt grundsätzlich überwacht werden. Weil, warum sollte man auch sonst nach Pakistan fliegen?

In den letzten fünf Jahren war ich sieben Mal in Ägypten und hab dort in einem Terrorcamp einer Tauchschule das Bomben legen an Ausflugsbooten gelernt mehrere Scheine gemacht. Die Besitzerin dort ist mit einem Ägypter verheiratet. Bin ich jetzt auch potentieller Terrorist? Werde ich schon überwacht? Ist mein PC vielleicht in letzter Zeit so langsam, weil der Bundestrojaner schon im Hintergrund arbeitet? Ich mein – Ägypten hat ja auch keine Demokratie und der Islam ist dort die Hauptreligion. Da liegt der Verdacht doch nahe, oder? Ich werde wohl mal lieber nach Kleinbussen in meiner Nachbarschaft Ausschau halten.

Übrigens: Den Überwachungstrick mit den Zeugen Jehovas kenn ich schon. Den hat mir ein Bekannter erzählt, der bei der Polizei arbeitet. Die stellen sich nämlich gelegentlich mit “Wachturm” und “Erwachet” bewaffnet vor Geschäfte, die sie überwachen müssen. Da beachtet sie dann kein Schwein, wenn sie den halben Tag dumm rumstehen.

Nachtrag: Sehe grad bei Adger und Udo, dass die sich auch schon mit dem Thema beschäftigt haben.