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Ein Dopingopfer?

Eine der größten Gefahren beim Blut- und EPO-Doping sind Thrombosen und Embolien. Grund ist das eingedickte Blut, das durch den erhöhten Anteil der roten Blutkörperchen im Blut entsteht (erhöhter Hämatokritwert).

Es gibt viele Zeugen, die berichten, dass bei großen Rundfahrten Anfang der 90er Jahre die Radler nachts in den Hotelgängen auf und ab gehen mussten, um ihre Blutzirkulation wieder in Gang zu bringen. Auch ein 20 minütiger Kopfstand war geeignet den Wert um bis zu 3,1 % zu verringern, aber die Fahrer versuchten es am Abend dann doch lieber mit längerem Hochstellen der Beine. Ein Pulsmessgerät diente während des Schlafs als Alarmgerät sobald der Puls auf einen besorgniserregend niedrigen Wert sank.
Quelle: Cycling4Fans

Vergangene Nacht ist der Belgier Frederiek Nolf, während der Katar-Radrundfahrt, tot in seinem Hotelzimmer aufgefunden worden.

Lass es bitte eine Ente sein

Lass es bitte eine Ente sein, der Radsport erholt sich doch gerade wieder ein wenig. Und dann auch noch für Astana!

Lance Armstrong coming back
Lance Armstrong will come out of retirement next year to compete in five road races with the Astana team, according to sources familiar with the developing situation.

Armstrong, who turns 37 this month, will compete in the Amgen Tour of California, Paris-Nice, the Tour de Georgia, the Dauphine-Libere and the Tour de France — and will race for no salary or bonuses, the sources, who asked to remain anonymous, told VeloNews.

via News HQ

Ende Gelände

In diesem Jahr hat war die Tour de France spannend wie nie. Kein Superstar, der frühzeitig alles klar gemacht hat. Und trotzdem hat sich heuer eigentlich kein Schwein mehr interessiert. Zu viele gedopte Radfahrer in den letzten Jahren, zu viele Skandale und uneinsichtige Ex-Stars, die sich noch immer als Opfer statt als Täter sehen. Seit bei Fuentes die Blutbeutel von Jan Ullrich gefunden wurden und die Geständnisse von Zabel und Alldag kamen, ist der Radsport in Deutschland engültig im Keller der Zuschauergunst gelandet. Heute kann man nicht einmal sicher sagen, ob seit 1996 (als Mr. 60 Prozent gewann) überhaupt auch nur einmal die Tour sauber gewonnen wurde.

Und wie es eben so ist, wenn ein Sport in der Zuschauergunst gesunken ist, es zog sich ein Sponsor nach dem anderen zurück – trotz “Neuanfang”. Kein Unternehmen möchte sein Produkt im Umfeld von Lug und Betrug präsentiert sehen. Heute hat es auch Team Gerolsteiner um Hans-Michael Holczer erwischt. Der Getränkehersteller zieht sich zurück und kein Nachfolgesponsor möchte das Risiko eingehen. Schade, denn den Jungs von Gerolsteiner mochte man noch am ehesten glauben. Eine langjährige Aufbauarbeit ohne Skandale hatten die geleistet und alle sauberen Sportler müssen nun den Kopf für die schwarzen Schafe hinhalten. Schade

via Blogbeutel

Dopingprobe im Krematorium

Ohne Dopingproben im Radsport geht es nicht, das ist klar. Die Sportler müssen daher immer und überall bereit sein, Urinproben abzugeben. Beim Bestatter hab ich jetzt aber eine Geschichte gefunden, die geht eindeutig zu weit. Das Kind vom belgischen Radprofi Kevin van Impe starb kurz nach der Geburt. Während der Fahrer gerade im Krematorium die Formalitäten für Einäscherung besprach, forderten die Dopingfahnder eine Urinprobe und drohten mit einer zweijährigen Sperre, falls sich van Kempe weigern würde. Irgendwo sind dann doch Grenzen und das ist irgendwie nur noch pietätlos.