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Schari’a in Bayern?

Georg Barfuß von der FDP ist der designierte Integrationsbeauftragte, ein ganz neues Amt in Bayern. In verschiedenen Interviews hat er das böse Wort Schari’a in den Mund genommen und gemeint, die könne man da anwenden, wo sie mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Wo sie dagegen verstößt, ist sie ein Fall für den Verfassungsschutz. Ich mein ich bin ja kein Theologe, aber das was die Landtags-CSU und das Landeskomitee der Katholiken da gleich wieder vom Zaun brechen ist doch wohl reines Theater.

Hört man etwas von der Schari’a in den Medien, hat man immer den Eindruck, dass das ein Regelwerk sei, was ausschließlich die Abtrennung von Körperteilen oder die masochistische Art der Tötung von Menschen regelt. Dabei würden 5 Minuten reichen um den Eintrag bei Wikipedia  zu lesen und man hätte ein wenig Ahnung von dem, worüber da alle ganz erzürnt schimpfen.

Im Gegensatz zur Zeitungsinterpretation der SZ machte mir Georg Barfuß in dem Interview einen recht vernünftigen Eindruck und gegen seine Argumentation mag ich nichts einwenden. Wer mag, kann es hier übrigens auch nachhören.

[audio:http://gffstream-8.vo.llnwd.net/e1/imperia/md/audio/podcast/import/2008_10/2008_10_28_17_22_57_podcastradiowelttel_georgbarfu_a.mp3]

Mal abgesehen davon glaube ich außerdem, dass die meisten Islamgläubigen sich eher an die katholischen zehn Gebote halten, als der Großteil der Katholiken in Deutschland. Sofern die ihr Regelwerk überhaupt kennen.