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Ungeschützte Statistik bei All-Inkl

Heute habe ich etwas entdeckt, bei dem ich fast aus allen Wolken gefallen bin. Nachdem ich weiß, dass einige von Euch auch bei All-Inkl sind, möchte ich es Euch nicht vorenthalten.

Ungeschützte Statistik bei All-Inkl

Als Statistiktool verwende ich schon seit Jahr und Tag Semmelstatz in meinen Blogs. Als ich seinerzeit von 1 & 1 zu All-Inkl umzog, habe ich mich daher auch gar nicht weiter dafür interessiert, welche Tools mein neuer Provider so anbietet. Im KAS-Menü (die Konfigoberfläche von all-inkl) bin ich zwar schon über eine Statistik gestolpert, aber darin gibt es nur Daten zu Webspace, Traffic und Größe der MySQL-Datenbank. In meinem FTP-Programm habe ich auch mal das Verzeichnis logs registriert, aber da der Zugriff über Browser verweigert wird, dachte ich, es passt alles.

Heute bin ich dann zufällig darauf gekommen das unter http://[domainname]/usage/ diese Logs zu einer sauberen Statistik ausgewertet werden und jetzt kommts: Diese ist für jeden offen zugänglich! Ich mein, bei privaten Seiten ist es relativ egal, ob Fremde Einblick kriegen, welche Bilder von Fischen angesehen werden oder nicht. Viele Blogger veröffentlichen ihre Zugriffszahlen auch regelmäßig. Bei mir kann jeder auf der Startseite sehen, was die häufigsten Suchanfragen sind.

Bei Firmenseiten sieht es da ganz anders aus. Wenn ich von meinem Mitbewerber meinetwegen weiß, dass viele Besucher mit dem Suchbegriff “XYZ” auf seine Seite kommen, dann kann ich entsprechend reagieren.

Was mir am meisten stinkt ist, dass All-Inkl einen Hinweis dazu tief in der FAQ versteckt hat:

Durch Aufruf der URL http://www.ihredomain.de/usage (anstelle “ihredomain.de” tragen Sie bitte Ihren Domainnamen ein) erhalten Sie die Webalizer-Statistik mit weiteren statistischen Informationen.

Wir empfehlen Ihnen, dieses Verzeichnis mit einem Passwortschutz (siehe Tools) zu versehen.

Wer soll das bitte finden? Warum gibt es keine Voreinstellung, die das erst einmal dicht macht? Wer also kein Interesse hat, seine Webstatistik zu publizieren, sollte sich das im KAS-Menü mal ansehen.

Leitmedium

Leitmedium StoiBär

Die eingehenden Links vom wordpressschen Tellerrand beobachte ich aufmerksam und freue mich, wenn mich ab und an mal jemand verlinkt oder gar in die Blogroll aufnimmt. Heute wurde ich aber stutzig. Rivva hat mich als Leitmedium verlinkt. Nach der ersten großen Aufregung konnte ich mich aber schnell wieder beruhigen. Mit einer Präsenz von 0,09% bin ich auf Platz 183. Hatte schon Angst, ich wär auf einmal wichtig. Die Liste ist übrigens recht interessant. Man findet viele neue Blogs, von denen man (ich zumindest) noch nichts gehört hat.

Achja: SpOn ist auf 2 während DIE ZEIT auf 365 ist. Da läuft was verkehrt, oder? 😀

Schwanzvergleich im November

Der November hat einen gehörigen Anstieg der Besucherzahlen gebracht. Ausschlaggebend war wohl vorallem die Verlinkung durch Telepolis am Anfang des Monats, was mir die maximale Besucherzahl von 3657 am 2. November brachte. So waren an diesem Tag um 14:07 gleichzeitig 81 Besucher online. Die meisten Besucher brachte aber (nachdem Robert ihn verlinkt hatte) der Vorschultest. Mittlerweile wurder der 6500 Mal angeklickt.

Statistik Juni bis November

Blogcharts

Vorletzte Woche habe ich festgestellt, dass es gar nicht mehr so weit in die Top100 der deutschen Blogcharts ist. Meine Technoratiauthority ist gerade bei 220 und für Platz 100 benötigt man derzeit 242 Punkte. 22 zusätzliche Verlinkungen, das sollte doch zu schaffen sein. Sicherlich könnte ich jetzt auch einfach alle möglichen Blogger anmailen und einfach unter denen, die einen Link auf mich setzen, einen iPod Touch verlosen. So etwas soll es ja geben. Aber so nötig habe ich es dann doch nicht. Außerdem rächt sich das alles in einem halben Jahr, wenn die Links ablaufen. 😉

About Metaroll

Beim Blogtreffen gestern habe ich auch Benedikt Köhler getroffen, der ein wenig von seinem Projekt Metaroll erzählt hat. Er springt eigentlich genau in die Lücke, die Blogscout hinterlassen hat. Sein Ziel ist eine – wie er sagt – “entschleunigte Topliste” zu generieren, die nicht auf kurzfristige Faktoren anspricht. Er wertet die Blogrolls der Seiten aus, denn die ändern sich relativ langsam. Ich denke, dass anders als bei Technorati oder Blogscout hier weniger leicht manipuliert werden kann, wie es beispielsweise bei dieser (imho) leicht kranke “Favourite me at Technorati”-Aktion vor ein paar Wochen war. In die Freundesliste bei Dienst XY nehme ich ganz schnell mal 50 Leute auf. Bei der eigenen Blogroll wird man da schon ein wenig verhaltener agieren.

Die Liste ist auch unabhängig von Zugriffszahlen und bleibt damit von SEOs relativ unbeeindruckt. Wie schnell man nämlich ohne großes Zutun riesige Sprünge bei den Zugriffszahlen macht, kann ich Euch erzählen seitdem ich in der Anfangszeit mal über Britney Spears geschrieben habe.

Sicherlich ist es letztendlich wieder nur ein Schwanzvergleich mehr und für viele zählt ja eigentlich nur die Anzahl der Abonnenten. Aber zumindest hat man jetzt wieder die Möglichkeit, im Longtail ein paar Blogperlen zu entdecken, die einem sonst verborgen bleiben würden.

Einen eigenen Blog zu der Seite gibt es leider noch nicht, aber in seinem POPLOG schreibt Benedikt auch über das Projekt

Kredit verspielt

Rund 1700 Blogs waren bei Blogscout angemeldet und wurden dort statistisch erfasst. Über die Logik der Ranglistenberechnung kann man diskutieren, wie man will, der Statistikteil des Dienstes war gut. Auf das Nötigste beschränkt und für Leute ohne große Technikkenntnisse auch einfach einzurichten. Da der Dienst kostenlos war, war es nahezu perfekt. Jetzt hat Dirk Olbertz also von einer Stunde auf die andere dicht gemacht, ohne Vorwarnung und ohne Übergangsfrist. Ich für meinen Teil habe hier noch ein eigenes Statistiktool laufen. Für meine anderen Projekte ist mir das aber zu aufwändig, weil das die Datenbank recht aufbläst. Ich denke, so geht es so manchem. Viele legen keinen so großen Wert auf ihre Statistiken, trotzdem werfen sie gelegentlich einen Blick darauf und erkennen den Trend der Zugriffe. Mit großem Widerwillen werde ich jetzt wohl erst einmal Google Analystics einbauen, bis ich etwas Passenderes gefunden habe.

Natürlich ist es das gute Recht von Olbertz, seinen Dienst einzustellen. “Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul” heisst es im Sprichwort. Trotzdem bemerkt Dreibein es schon richtig:

Was ich ziemlich Scheiße finde ist die Tatsache, daß Dirk Olbertz Knall auf Fall bei seinem Blogscout-Dienst die Pforten zumacht.

Bei Andy habe ich gelesen, dass Olbertz jetzt einen neuen Dienst mit Namen Noserub anfängt. Wer garantiert mir dabei, dass ihm nicht irgendwann von heute auf morgen einfällt, dass er auch das wieder beendet, weil er grad keine Lust mehr dazu hat? Ich bin der Meinung, wenn jemand Monate oder Jahre lang einen Dienst wie Blogscout anbietet und über Tausend Blogger zur Mithilfe animiert (er hatte ja schliesslich auch etwas davon), dann hat man mit so einer Handlungsweise seinen Kredit für künftige Projekte verspielt.