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Pimp my .htaccess

Ab und zu macht es Sinn, seine Statistiken durchzusehen. Den meisten Traffic machen erfahrungsgemäß die großen Suchmaschinen. Wenn in den Top10 aber IP-Adressen auftauchen, die nicht zu Google, Yahoo und Co gehören, sollte man lieber mal nachsehen, wer das ist. Und wenn es sich dabei um irgendwelche Marktforschungsfirmen handelt, die mehr Traffic verursachen, als Google, dann nehme ich mir die Freiheit, die auch auszusperren. Und so finden sich seit heute folgende neuen Einträge in meiner .htaccess:

# IP-Sperre
order allow,deny
deny from 62.24.6 #COGIA INTELLIGENCE
deny from 91.201.64 #DonEkoService Ltd
deny from 91.201.65 #DonEkoService Ltd
deny from 91.201.66 #DonEkoService Ltd
deny from 91.201.67 #DonEkoService Ltd
deny from 206.113.192 #Nielsen Media Research
deny from 206.113.193 #Nielsen Media Research
allow from all

Von der Einladung zur Mailbombe

Sage und schreibe 1309 Adressen hat Dipl.-Kfm. Armin M. Kittl in das Feld „CC“ seiner Maileinladung gepackt. Der Inhaber der „Erfolgsakademie für Genialität und Spitzenleistungen®“ scheint eigentlich kein Anfänger in Sachen Internet zu sein. Zumindest nutzt er XING und Twitter recht intensiv. Von daher gehe ich davon aus, dass er seine Mail von einer Praktikantin verschicken ließ, die die Bedeutung von CC und BCC noch nicht kennt.

Das eigentlich Schlimme ist aber, dass nun schon rund 50 Mitleidende auf „Alle antworten“ geklickt haben um ihren Unmut auszudrücken. Das müllt nun erst so richtig das Postfach zu.

Von wegen 1a Spamfilter

Meinen Mailaccount bei Google bin ich leider noch immer nicht los geworden. Allerdings ist er auch recht praktisch. Ich nehme die Mailadresse auschließlich zum kommentieren her und die zahlreichen Kommentarbenachrichtigungen werden immer schön zusammengefasst. Der Spamfilter arbeitete anfangs auch fast perfekt, mittlerweile kommt aber da auch immer wieder mal was durch. Noch schlimmer aber ist der umgekehrte Fall, wenn eine erwünschte Mail als Spam erkannt wird. Auch das kommt leider immer öfter vor. Angeblich kann man den Spamfilter auch „trainieren“, wenn man Mails eben als Spam markiert oder die Markierung aufhebt. Funktioniert leider auch nur ab und zu.

Vor ein paar Monaten habe ich mich dummerweise mal bei MySpace registriert, aber nach zwei Tagen testen gemerkt, dass das ein VZ ist, das mir nicht wirklich irgendwas bringt. Also den Account gelöscht und wie es aber bei solchen Portalen immer so ist, kriege ich seitdem regelmäßig einen Newsletter. Den kann ich natürlich nicht mehr abbestellen, da ich ja kein Mitglied mehr bin. Also habe ich diese Newsletter immer als das gekennzeichnet, was sie sind: als Spam. Viermal habe ich das in meinem Mailaccount bei Google seither gemacht. Gebracht hat es gar nichts.

Warum Spam nie aussterben wird

Gestern habe ich ein kleines Firmennetz mit 15 Rechnern von reinem Outlook mit POP3-Konten auf MS Exchange umgestellt. Da dann ja der Exchangeserver allein für den Mailversand zuständig ist, muss man dort einen SMTP-Connector einrichten. Der Exchange funktioniert dann als SMTP-Relay für die lokale Domäne und reicht die Mails mittels diesem Connector an den SMTP-Server des Mailproviders weiter. Im SMTP-Connector habe ich dann eines der Benutzerkonten zur Authentifizierung am fremden Mailserver eingetragen. Meine Testmails kamen aber nicht an. In der Protokolldatei des Exchange fand ich nur den Hinweis, dass der Relayserver die Verbindung verweigert hat. Da es schon relativ spät war, habe ich einstweilen meinen eigenen SMTP-Server eingetragen und die Mails gingen dann problemlos raus.

Heute dann ein Anruf beim Fremdprovider, denn auf die Dauer möchte ich natürlich nicht, dass der Mailverkehr meines Kunden über eines meiner Konten abgewickelt wird. Dass der Provider nicht besonders groß ist, war mir schon bekannt. Daher hat es mich auch nicht weiter gewundert, dass der, „der sich da auskennt gerade auf Kundenbesuch ist“. Mir wurde aber ein baldiger Rückruf in Aussicht gestellt. Drei Stunden später dann erneut ein Anruf von mir: „Ja, der ist grad reingekommen“. Aha, na gut. Also Problem erklärt und nach möglichen Gründen gefragt. Der, der sich da auskennt hat dann gemeint: „Ja klar, der Mailserver akzeptiert ja auch keine Authentifizierung. Das stellen wir demnächst erst um.“ Ich konnte es irgendwie nicht glauben, was der Typ da erzählt hat, aber es ist wirklich so. Die haben einen offenen STMP-Relay im Internet stehen, über den jeder senden kann. Einzige Einschränkung: Die Absendemailadresse muss auf dem Relayserver bekannt sein. Das sind dann die Momente, wo ich einfach fassungslos bin. Und nein, ich verrate Euch jetzt nicht den Namen des Mailservers.

Letzte Mahnung

Schön langsam reagiere ich allergisch auf manche Wörter, die mir regelmäßig im Maileingang unterkommen. Ich möchte gar nicht wissen, wie oft ich schon Mails von „Anwalt„, „Dringend“ oder „Wichtig“ bekommen habe. Immer steckt das „Sun-Star-Casino“ dahinter, das mir in ihrer Spammail weismachen möchte, „ein Freund“ hätte mich bei ihnen angemeldet. Seit Monaten bekomme ich von denen regelmäßig die „Letzte Mahnung„und ich solle doch meinen Gewinn abholen. Wie schaffen die es nur, immer wieder durch den Spamfilter zu rutschen?

Seriöse SEOs spammen nicht

So so, Ihr habt also meine Domain analysiert:

Bei diesem Google Update ist Ihre Domain von Pagerank 5 auf Pagerank 2 gefallen. Dies ist ein deutliches Anzeichen dafür, das Google den „Wert“ Ihrer Seite heruntergestuft hat.

Da habt Ihr aber nicht richtig geprüft, ich bin nämlich auf eine „Null“ gefallen. Und ehrlich gesagt, ist es mir schnurzpiepegal.

Wen es interessiert – dieses SEOGenie kommt aus Schweinfurt und betreibt natürlich eine Limited in UK. Hier der ganze Text der Spammail:

Seriöse SEOs spammen nicht weiterlesen

Da spring ich doch voll drauf an

Hi!!! Ich bitte dich, sich daruber dass ich nicht zu verwundern hat dir den Brief geschrieben. Ich sah dein Profil auf “ Singles. Freenet “ oder „Frienscout_24“. Ich wollte uber dich mehr erfahren. Und ist naher. Und ich wollte dir den Brief schreiben. Ich denke daran dass du der gute und sexuelle Mann. Ich will mich darin kurz danach uberzeugen. Ich will dich besser und naher sehr erfahren. Moglich bist du ein Mann meines Traumes. Ich denke dass in unserer Welt moglich allen. Du bist einverstanden?? Ich will es wird dass unsere Bekanntschaft glauben, zu dauern. Moglich konnen wir das grosse Gefuhl schaffen? Ich werde dir uber mich mehr schreiben. Ich will jenen dass uber mich moglichst viel erfahren wurde. Ich die gewohnliche Frau. Mir 29 Jahre. Meinen Geburtstag den 11.03.1978. Ich lebe in Lettland.

*** SCHNIPP ***

Dein Brief wird mich glucklich machen. Versprich, zu antworten! Ich werde deinen Brief warten. Ich bin obligatorisch werde antworten. Ich werde dir das Foto schicken und ich werde uber mich mehr erzahlen. Ich werde seine Post oft prufen. Ich habe dir den Brief aus dem Internet- Cafe geschrieben. Ich gehe im Internet – Cafe selten. Meistens benutze ich das Internet in der offentlichen Bibliothek. Ich habe dir den Brief von anderem Briefkasten geschrieben. Schreibe mir die Antwort auf meinen personlich e-mail.

Meinen personlich e-mail: katyaiya@yahoo.com

Kuss…. Deine Katya

Wenn Blogger spammen

In letzter Zeit bekomme ich vermehrt Mails, in denen ich gebeten werde, mich in kostenlose Webkataloge einzutragen oder auf diverse „Bloggeraktionen“ hingewiesen werde. Gestern wieder so ein Teil:

Hallo Thomas,
wir wollten mal fragen, ob du vielleicht Interesse an unserer Blogger-
Aktion auf domainname.de hast. Worum geht’s? Um einen iPod Touch!
Würden uns freuen, wenn du mal vorbeischaust. Hier geht’s lang:
[Link gelöscht]

Liebe Grüße von domainname.de

Sinn ist es, ein Banner auf der eigenen Seite einzubauen und damit dann an einer Verlosung für einen iPod Touch teilzunehmen. Also nichts anderes, als an jede Menge billige Backlinks zu kommen. Die Seite habe ich gelegentlich schon mal besucht, als ich Links auf anderen Seiten gefolgt bin, die mich auf diese Seite führten, wo es um viel Stereo geht.

Liebe Blogger, wenn Ihr irgendwelche Aktionen macht, dann postet die in Euerem Blog und wer mag kann teilnehmen. Ja, auch ich mache gelegentlich SEO-Aktionen. Aber deswegen mülle ich nicht fremde Postfächer zu.

Darum: ==> added to Google Spamlist.

419-Eater

419Das Bild vom Skandalbericht aus Afghanistan machte mich nachdenklich. Irgendwie erinnerte mich das Foto an etwas. Jetzt fiel es mir wieder ein! Natürlich an die 419-Eater.

Für den, der nicht weiß, um was es geht: Die 419-Eater haben es sich zum Ziel gesetzt, die Betrüger der Nigeria-Connection (u.a. Familie Abacha) zu verarschen.

Mittlerweile gibt es auch eine deutsche Szene, die ihre Trophäen auf der Seite scambaiter.info sammelt.

Ich kann jedem nur empfehlen, auf den beiden Seiten ein wenig zu stöbern und auch mal ganze Konversationen zwischen den Parteien zu lesen. Einer meiner Favoriten ist der hier: THE FISH IS AMISS