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Er wars, er wars

Schön langsam kann einem Erwin Huber schon leid tun. Jetzt steht er so da, als wäre er der alleinige Schuldige im ganzen Trara um die BayernLB. Manche äußern gar Vermutungen, er hätte die schlimmen Zahlen vor der Landtagswahl schon gewusst. Klar will er da die Schuld nicht allein auf seinen Schulter haben und liegt es da nicht nahe, die Absetzung von BayernLB-Chef Dr. Michael Kemmer zu fordern? Schnell wurde gestern eine Sitzung des Verwaltungsrates einberufen, wo Kemmer abgesägt werden hätte sollen. Huber hätte seine Genugtuung gehabt und Horst Seehofer ohne politische Altlasten anfangen können. Nur leider haben ihm da die Herren von den Sparkassen nicht mitgemacht und die Mitarbeiter der BayernLB standen gar unten auf dem Hof und haben für ihren Chef demonstriert. Oups, was ist denn da passiert? Die Spaßkassler mucken auf? Das war man doch bei der CSU gar nicht gewohnt. Sah man doch die Landesbank bisher eher als zusätzliche Verfügungsmasse im Haushalt an. Und bis auf Weiteres bleibt der Kemmer jetzt mal im Amt. Da muss der Huber wo anders weitersuchen. Aber wie wärs, wenn man nochmal genauer nachschaut, was der Faltlhauser so gemacht hat? Mensch Erwin, da hast Du bestimmt Glück!

Bayern ohne Geld

Wer heute in Bayern Geld aus dem Automaten seiner Sparkasse wollte, der hat es schnell selbst bemerkt. Ein Ausfall im Rechenzentrum der IZB hat bewirkt, dass alle Geld- und Überweisungsautomaten ausser Betrieb waren. Auch das Onlinebanking war betroffen. Auch die ganzen internen Anwendungen, die die Mitarbeiter für ihre tägliche Arbeit benötigen waren ausgefallen und so wurde es ein ruhiger Tag für alle Mitarbeiter. Nur nicht für die, die den erbosten Kunden Rede und Antwort stehen mußten.

Die kompletten EDV-Anwendungen fast aller Sparkassen im Freistaat wurden vor Jahren schon outgesourced. Die IZB hat ihren Sitz in Aschheim bei München und wirbt auf Ihrer Webseite mit folgendem Vorteil für die Kunden:

Diese Qualitätssicherungsmaßnahme dient auch als Vertrauensnachweis gegenüber unseren Kunden. Der Kunde kann sicher sein, dass für den Sicherheitsbereich Rechenzentrum alle erdenklichen Maßnahmen getroffen wurden gegenüber

  • Gefährdung durch Kriminalität (von Einbruch, Vandalismus über Sabotage bis hin zu einem Anschlag)
  • Betriebstörungen (Ausfall Stromversorgung, Klima, Kommunikation oder Sicherheitseinrichtungen, magnetische Störungen)
  • höherer Gewalt (Feuer, Wasser, korrosive Gase, Explosion, Trümmerlasten, Blitzeinschlag)

Na dann. Den Mitarbeitern der großen Supermärkte nutzt das nichts. Weil die Karten der Kunden nicht funktionierten und viele nicht genug Bargeld bei sich hatten, mußte der Inhalt so manches Einkaufswagen bei Kaufland oder Real gestern wieder zurück ins Regal geräumt werden.