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Gabriele Pauli verlässt die CSU

Gabriele Pauli tritt aus der CSU aus. Laut SpOn soll die Latexlady aus Fürth das dem etablierten Politmagazin Vanity Fair gesagt haben. In der Politik möchte sie bleiben und droht: “Das Spektrum reicht von der Gründung einer eigenen bis zum Beitritt einer anderen Partei.” Während die Chefs der anderen bayerischen Parteien wohl schon vor Angst bibbern, sie könnte ihren eigenen Verein heimsuchen, wird Edmund Stoiber aufatmen und sofort sein Comeback planen.

Geistiger Amoklauf des Wolfgang S.

“Wir hatten den größten Feldherrn aller Zeiten, den GröFaZ, und jetzt kommt die größte Verfassungsbeschwerde aller Zeiten.”

So vergleicht Wolfgang Schäuble die Sammel-Verfassungsbeschwerde, die der AK Vorratsdatenspeicherung, initiiert hat. Gehts noch? via Thomas Knüver

Dazu fällt mir noch der Spruch von Edmund Stoiber ein, den er 1979 auf dem CSU Parteitag losgelassen hat:

“Wir haben in der Vergangenheit nicht deutlich gemacht, dass Nationalsozialisten in erster Linie Sozialisten waren und dass Nationalsozialisten Leute waren, die im Großen und Ganzen kollektivistische Lösungen angestrebt und durchgeführt hatten.”

Zum Abschied

Morgen früh verabschiede ich mich für eine Woche in den Urlaub nach Ägypten und werde den doppelten Abtritt von Edmund äh Stoiber als Parteivorsitzender und Ministerpräsident nicht miterleben. Damit der Abschied nicht so schmerzt, könnt Ihr Euch Chris Böttchers Abschiedsständchen für den Ede anhören. Würde mich nicht wunderen, wenn das der Wiesnhit 2007 wird!

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Größenwahn auf fränkisch

Eigentlich war Gabi Pauli nach dem Königsmord an Edmund Stoiber ganz gut im Sattel. Als Landrätin von Fürth war sie akzeptiert und hätte diesen Job wohl auch bis zur Rente durchziehen können. Dann hat sie leider der Größenwahn gepackt. Zuerst hat sie angekündigt, dass sie sich nicht mehr als Landrätin wählen lassen wolle und stattdessen einen Posten in der Wirtschaft anstrebe. Dann kam es noch besser und sie gab ihre Kandidatur zum Parteivorsitz der CSU bekannt. Gegen Erwin Huber und gegen Roland Horst Seehofer.

Für so eine Kandidatur sollte man dann auch ein Programm haben. Wenn man Aussenseiter ist erst recht. Realistisch hatte sie bis gestern, trotz tatkräftiger Unterstützer, eine Chance auf maximal 10 Prozent der Stimmen. Wenn man also erkannt hat, dass man sowieso keinen Blumentopf gewinnt, kann man auch mal ruhig richtig auftragen und dicke Presse einkassieren. Was hat man schon groß zu verlieren? Anders kann ich mir den Vorschlag mit dem siebenjährigen Ehezeitvertrag nicht erklären. Gerade in der CSU, wo in manchen Kreisen eine Scheidung noch als Todsünde gilt, ist das ein gar böses, böses Faul. Aber was würde eine Ehe auf Zeit wirklich bringen? Eigentlich nichts, denn das Problem ist ja nicht die Scheidung an sich, sondern der damit verbundene Streit um den gemeinsamen Besitz. Den hätte man nach dem Ende des Zeitvertrages genauso.

So denkt wohl jeder zuerst. Interessant wird es aber, wenn es gehandhabt werden würde, wie im Fußball. Wenn der neue Verein Partner/LAG/Lover eine ordentliche Ablösesumme zahlen würde und der Spieler Ehepartner auf dem Transfermarkt anständig Kohle bringet – eine Überlegung wärs doch wert, oder? Die Verhandlungen zum Vereinswechsel Partnerwechsel dann auf Premiere und der Hintergrundtalk dazu am Sonntag im Kempinski auf DSF. Ich fürchte nur, der deutsche Markt wäre bald leergefegt, wenn die reichen Scheichs aus den Emiraten eingreifen. Wenn ich nur allein dran denke, wie viele Kamele man mir im Urlaub schon für meine – aber lassen wir das lieber. Wird nicht gewechselt, würde selbst eine Vertragsverlängerung die Wirtschaft ordentlich ankurbeln. Alle sieben Jahre eine ordentliche Hochzeitsfeier im Sportheim? Da kommt wieder Geld in die (Gast-)Wirtschaft und kein Wirt müßte mehr über das Rauchverbot jammern! Fr. Pauli, eigentlich bist Du genial!

Endlager Brüssel

Dass so ein machtbesessener Mensch wie Edmund Stoiber nicht einfach von der Bildfläche verschwinden und sich aufs Altenteil begeben kann, war abzusehen. Nun ist es also raus, was er machen möchte, wenn er in zwei Wochen endgültig seinen Platz räumen muss. Er geht nach Brüssel und soll dort auf Teilzeitbasis ein Rentnergemium leiten, dass die Bürokratie in der EU bekämpfen soll. Hoffen wir mal, dass ihm dieser Job dort besser gelingt als in München. Die Verwaltungsreform in Bayern ging in der Hinsicht wohl eher gewaltig in die Hose. Aufgaben gäbe es allerdings mehr als genug und vielleicht vereinfacht er ja wirklich die Verfahren, die Braunbären auf ihren Weg von Südtirol nach Wolfratshausen durchlaufen müssen. In der Staatskanzlei wird man indes froh sein, wenn das “freie Radikal” (SZ) nicht mehr durch die weißblauen Bierzelte schwirrt und sich in die bayerische Lokalpolitik einmischt. Bei der Bevölkerung, zumindest bei der schwarz wählenden, dürfte er nämlich noch immer wesentlich beliebter sein, als sein Nachfolger Günther Beckstein.

George Breschnew

Edmund Stoiber bleibt sich treu bis zum Ende. Bei seiner Abschiedsrede am politischen Aschermittwoch leistete er sich wieder einen humorigen Versprecher:

“Ich habe es für wohltuend empfunden, dass die Bundeskanzlerin gegenüber dem amerikanischen Präsidenten Breschnew Guantanamo kritisiert hat”

Andererseits: Leonid Breschnew war von 1964 bis 1982 Parteichef der KPdSU und damit “erster Mann” der Sowjetunion. Unter ihm wurde 1968 der Prager Frühling gewaltsam zerschlagen. Er forcierte den Rüstungswettlauf im Kalten Krieg und marschierte 1979 in Afghanistan ein. Gewisse Parallelen zu Schorsch Busch bestehen also sicherlich.

Wer zieht da die Strippen?

Kaum ist das Ende der Ära Stoiber abzusehen, gehen die Grabenkämpfe um die Nachfolge los. Der designierte Nachfolger für den Parteivorsitz Horst Seehofer sieht sich auf einmal auf dem Titelblatt der Bild, die ihm eine schwangere Geliebte andichtet. Während die Bild heftigst dementiert, dass der Ursprung dieses Gerüchtes in der Staatskanzlei liegt, meint der CSU-Landtagsabgeordnete Sebastian von Rotenhan “Aber es kommt auf jeden Fall aus dem Umfeld, aus dem Biotop oder aus dem Ökosystem, das der Ministerpräsident hat wuchern lassen.”

Unabhängig davon, ob an den Gerüchten etwas dran ist, warum werden die genau jetzt bekannt? Obwohl so ein Verhältnis bzw. das Gerücht darüber, nichts über die politischen Fähigkeiten aussagt, steuert es die Stimmung und kann ihn disqualifizieren. Ich kann mich noch erinnern, als Theo Waigel als Ministerpräsident gehandelt wurde und genau zu diesem Zeitpunkt sein Verhältnis mit Irene Epple bekannt wurde. Für ihn war das damals auch das Aus für das Amt.

Wer kann dahinterstecken? Beckstein? Der würde es wohl auch auf saubere Art schaffen. Schnappauf? Der hätte noch eine Rechnung aus dem Gammelskandal offen. Stoiber selbst? Der wäre bekannterweise kein Freund von Seehofer. Huber? Der wäre wieder einmal auf dem Abstellgleis, wenn Seehofer käme. Söder? Er wäre wohl auch weg vom Fenster. Fragen über Fragen! Vermutlich wird man es nie erfahren, wer der böse Bub wirklich war.

Andreas philosophiert heute auch ein wenig über Seehofer und zieht noch ein paar Vergleiche aus der Tierwelt heran.

StoiBär?

Hallo und willkommen in diesem Weblog. Eigentlich wollte ich schon die ganze Zeit einen Blog, der unabhängig von meinen anderen Projekten ist. Einen Blog, wo man mal ein wenig ablästern kann. Auf den Namen kam ich als Folge mehrerer amüsanter Begebenheiten. Wie jeder seit Bruno Braunbär alias JJ1 weiß, ist Bayern ja ein alles andere als ein bärenliebendes Land. Als dieser besagte Bruno nicht mehr ins Haustierschema unserer Staatsregierung passte, hielt Ministerpräsident Edmund Stoiber seine berühmte Rede über Normal-, Schad- und Problembären. Seit diesem Tag hat Herr Stoiber ja seinen Spitznamen weg und vor 2 Wochen mußte ich feststellen, dass die passende Domain noch nicht registriert war. Da mußte ich einfach zuschlagen, oder?