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Wie tauchen sein muss

Normalerweise heissen Tauchplätze wie Dophinhouse oder Sharkpoint ja so, weil es diese Tiere dort ja so gut wie nie gibt. In Dophinhouse vor El Gouna war aber der Name heute Programm. Kaum waren wir im Wasser, waren sie da. Sieben Tümmler, die uns eine Stunde lang umkreisten, mit uns spielten und auf Tuchfühlung kamen. Richtig gut wurde es, als den anderen Tauchern langsam die Luft ausging und wir die Tiere „für uns“ hatten. Ein unvergessliches Erlebnis, dass eine Wiederholung fand, als wir nachmittags zum zweiten Mal ins Wasser gingen. Ein Traum!

Delphine in El Gouna

Delphine in El Gouna

Ein Land, eine Müllkippe

Nach acht Tauchurlauben in Hurghada hatte ich dieses Mal wirklich die Hoffnung, dass es im Süden des Landes nicht gar so verdreckt ist, wie in der Touristenhochburg. Und so ging es in der ersten Woche nach Port Ghalib ins Crowne Plaza Sahara Oasis. Das war eigentlich als Schickimicki-Urlaubsparadies der kuwaitischen MAK Group geplant. Herausgekommen ist eine Hafenpromenade, die mich eher ans Legoland erinnert und drei Hotels, die unbestritten erstklassig sind. Hier ist alles auf Hochglanz poliert und in der Marina glänzen ein paar schöne Yachten in der Sonne.

Bereits auf dem Weg vom nahen Flughafen zeigte sich aber das typische Ägyptenbild. Überall Müll, überall Dreck. Die großen Hotels fahren ihren Müll zwar wenigstens in Säcken auf große Müllkippen in der Wüste. Dort werden die Säcke dann aber entweder von Tieren zerfetzt oder die Einheimischen suchen nach Verwertbarem. Der Wind tut dann den Rest. Dazu kommt dann, dass es in den Köpfen der Bevölkerung noch nicht angekommen ist, dass man Abfall nicht einfach aus dem Autofenster wirft.

Richtig entsetzt war ich aber, dass auf den Tauchausflügen (rund um Marsa Alam macht man Minibusausflüge) der Müll auch einfach liegengelassen wird. Kein Wunder, dass es schon bald überall so aussieht:

Müllkippe

Da macht Tauchen dann doppelt Spaß. Da der Wind am Roten Meer meist aus Norden kommt, bläst es den Abfall wenigstens eher landeinwärts, was dafür sorgt, dass im Wasser kaum Abfall zu finden ist. Aber als naturliebenden Menschen tut einem manchmal regelrecht das Herz weh.

Minimal besser war die Situation in der zweiten Woche im tiefen Süden. Hamata liegt rund 100 Kilometer vor der Grenze zum Sudan und es gibt dort nur ein kleine Anzahl von Hotels und kaum Dörfer. Und trotzdem: Auf der Rückfahrt zum Flughafen Hurghada ging es viereinhalb Stunden durch die Wüste, immer vorbei an Plastiktüten und leeren Getränkeflaschen. Ein Land, eine große Müllkippe.

Urlaubsgrüße

Viele Grüße aus Port Ghalib, aus einem erstklassigen Hotel, das gerade mal zu 20% belegt sein dürfte. Dass es Internet am Zimmer hat, habe ich heute auch endlich geschnallt. Die ganze Stadt, oder wie man das hier nennen mag, ist fast leer und so künstlich und unwirklich aus dem Boden gestampft, wie El Gouna. Die Tauchplätze sind dafür umso toller, und gestern hatten wir genau die Begegnung, die man haben möchte, wenn man nach Elphinstone fährt: Weißspitzen-Hochseehai oder Longimanus.

longimanus

Nächste Woche geht es weiter nach Hamata

Hab grad 14 Kommentare moderiert. Die Jack Wolfskin Abmahnung mausert sich ja ganz schön und die Firma kapierts wohl nicht recht.

Optimismus siegt!

Zielfoto

Gestern war Marathon in München und ich wieder mit dabei. Nach dem Desaster auf den letzten Kilometern im letzten Jahr nahm ich mir heuer eigentlich gar nichts vor. Auch war die Vorbereitung, sagen wir mal suboptimal. Am Start traf ich noch einen Bekannten, der als Zugläufer für 3:15 engagiert war mir und auch mir seine Dienste anbot. Los gings um 10:00 Uhr und nach einem Kilometer hatte sich das Feld von 6000 Startern halbwegs einsortiert. Schnell merkte ich, dass mein Puls zu niedrig war und so forcierte ich ein wenig. Bereits bei Kilometer 15 bekam ich es ein wenig mit der Angst zu tun, denn die 5 km Marken passierte ich alle ziemlich genau um 21:40. Allerdings war der Puls noch immer konstant bei 155 und so gab es eigentlich keinen Grund zu bremsen. Die Halbmarathonmarke passierte ich bei 1:31:25 und bei Kilometer 30, bzw 2:09:50 fing ich innerlich langsam an zu rechnen. Als der Mann mit dem Hammer bei Kilometer 35 noch immer nicht da war und die Beine noch nicht übermäßig schmerzten, war ich mir einer Zeit unter 3:10 sicher. Aber selbst auf den letzten Kilometern bis ins Ziel wurde ich kaum langsamer und als es dann bei künstlichen Nebel mit Laserlicht und „I came for you“ durchs Marathontor ging, da war es da, das Runner´s High. Als die Uhr im Ziel wirklich bei 3:04:51 stehenblieb konnte ich es kaum glauben. Die drittbeste Zeit meiner Karriere war das und wenn man bedenkt, dass meine Bestzeit mit 2:46 aus dem Jahr 1988 stammt, machts mich doppelt fassungslos.

Jetzt ist erstmal Wunden lecken angesagt, die Muskeln schmerzen schon gewaltig und ich fürchte, morgen wird es noch schlimmer sein. Aber die eine Woche bis zum Urlaub bring ich rum und dann geht es ab in den Süden, die Tauchgründe rund um Marsa Alam und Hamata rufen!

Tauch doch!

Logo Tauch doch!

Eigentlich ist ja das Tauchernet erste Anlaufstelle, für Infos zu Tauchbasen, Tauchplätze und Tauchshops. Ich hab dort auch schon diverse Beiträge verfasst, mich aber immer wieder mal geärgert. Berichtet man über eine Tauchbasis schlecht (die Note vier ist schon schlecht), muss man seinen Beitrag per Fax (!) bestätigen. Einmal habe ich über eine Basis, zu der es schon viele Einträge gibt, nur ein paar Zeilen geschrieben. Da wurde dann mein Beitrag abgelehnt, weil er zu wenig Infos hätte. Auf eine Antwort zu meiner Mailnachfrage warte ich noch heute. Bei den Beiträgen hat man oft den Eindruck, dass sie nicht von neutralen Gästen, sondern von Freunden der Betreiber geschrieben wurden. Dazu sind Tauchbasen in falschen Regionen eingruppiert und das Forum schlichtweg eine Katastrophe was die Bedienung angeht. So ist der Entschluß gereift, ein zusätzliches Blog zu beginnen.

Unter der Domain tauchdoch.de gibt es ab sofort Tauchberichte aus der Region und dem Rest der Welt. Zwar sind die meisten meiner Tauchgänge bisher an Plätzen gewesen, die nicht gerade wenig frequentiert sind, aber auch bei uns in der Gegend springe ich gelegentlich ins Wasser und die Suchaktion im Paradies bei Floß am vergangen Samstag war auf jeden Fall ein Schmankerl. Zu den Tauchplätzen wird es jeweils eine kleine Karte und dazu auch Fotos geben.

Als Theme habe ich erstmal das nagelneue Iowa pro von Webfunk verwendet. Die Möglichkeiten der Konfiguration sind schier gigantisch. So kann man beispielsweise Sidebar und Footerbereiche für die Hauptseite, Beiträge, Seiten, Suchseiten und Archive per Widget getrennt einstellen. Allerdings bedeutet das auch ein Mehr an Arbeit und das Theme ist über 2 MB groß. Es wird sich zeigen, ob die Performance auf Dauer zufriedenstellend ist oder ob die Geschwindigkeit des Blogs einbricht und ich ein anderes Theme nehmen muss.

Und hier gehts zu Tauch doch!

PS: Übrigens arbeitet Hüttenhelfer Alin gerade an einer Seite über Tauchschulen und gerne helfe ich ihm dabei mit Tauchfotos aus.

Sechs Wochen fisch-fotos.de

Zeit für ein kleines Fazit. Mit dem Langnasenbüschelbarsch ging es Ende November 2008 los. Seitdem habe ich 48 Artikel gepostet und dazu sage und schreibe einen Kommentar bekommen. Wobei es nicht daran liegt, dass die Besucher fehlen würden. Dank der Hilfe von ein paar freundlichen Bloggerkolleginnen und -kollegen habe ich bereits einen Pagerank von drei bekommen und bin für viele Spezies auf Seite eins bei Google. Für den Begriff „Fischfotos“ bin ich auf Platz drei, lediglich an manchen relevanten Suchbegriffen, wie Fischfoto, Fischbild bzw. Fischbilder fehlt es noch. *klopf, klopf*


Kein Wolperdinger, sondern ein Stachliger Teufelsfisch (Inimicus didactylus)

Und so trudeln pro Tag im Schnitt rund 60 Besucher ein. Ein wenig AdSense wurde auch geklickt und mit bisher 2,34 Dollar hat das Blog echt Potential, mich reich zu machen. 15 Klicks bei rund 6000 Einblendungen, davon träumt man doch, oder? 😉 Aber es ist ja ein reines Hobbyprojekt und was ich mittlerweile schon bei der Bestimmung der Spezies gelernt habe, war den Aufwand auf jeden Fall wert.

Meine anfängliche Postingfrequenz von zwei Tagen werde ich bis zum nächsten Tauchurlaub im Juni nicht durchhalten können. Zwar habe ich noch genügend passende Fotos, aber die Bestimmung von Röhrenwürmern und Krebsen ist schon eine Nummer heftiger, als die von Delphin oder Manta. Bis Ende Januar sind die Beiträge aber schon geschrieben und vielleicht habe ich ja noch Gelegenheit in unseren heimischen Tümpeln ein Aufnahmen zu machen – falls denn das Eis mal wieder wegtaut.

Meine Fischfotos bei fisch-fotos.de

Geschätzte 3000 Fotos von Fischen aus dem Roten Meer, dem Indischen Ozean, dem Indopazifik und aus heimischen Tümpeln habe ich auf meiner Festplatte liegen. Ein großer Teil davon dümpelt unkatalogisiert zusammen mit Fotos von nackten Frauen Winter- und Sportfotos im Fotoalbum. Da wurde es Zeit, endlich etwas eigenes dafür aufzuziehen.

Nachdem ich mich vorgestern dann den halben Abend über Domaingrabber geärgert habe, die bereits alles registriert hatten, was ich mir so vorstellte, entschied ich mich dann für www.fisch-fotos.de. Ab sofort gibt es dort also die fotografische Essenz aus meinen zahlreichen Tauchgängen. Und wie es sich so gehört, stehen die Foto natürlich unter Creative Commons Lizenz für die freie nichtkommerzielle Verwendung.

Vielen Dank auch noch an Rezepteblogger Alin, der mir bei der Anpassung der Suchfunktion tatkräftig unterstützte. Diese Kokosmakronen schauen übrigens superlecker aus!

Hier geht es zu den Fischfotos!

Eintauchen und Schweben

Zwei Wochen sind es noch, bis wir nach Ägypten fliegen. Mit dreizehn Mann/Frau im Schlepptau geht es am 3. Oktober für meine Frau und mich zum Tauchen nach Hurghada. Acht Tauchanfänger haben wir dabei, die am Ende hoffentlich als PADI OWD wieder nach Hause kommen. Der Rest hat den Schein schon. Und als hätten es die Redakteuere der NZZ gerochen, haben sie heute einen Artikel veröffentlicht, der so richtig Vorfreude macht: Eintauchen und Schweben.

Einatmen. Eine Säule aus Korallen ragt hoch zur glänzenden Wasseroberfläche, wo sich das Sonnenlicht in Myriaden einzelner Strahlen bricht und herunterdringt in die blau-violette Unterwasserwelt. In eine Welt von Stille und vollkommener Schönheit. Ausatmen. Tausend kleine Luftblasen steigen empor, während sich unsere Flossen unmerklich heben und senken. Die Korallensäule schiebt sich zwischen uns und den Sonnenfleck, und im Gegenlicht zeichnen tausend orange Fische ein prächtiges Gemälde. Einatmen. Die Vergangenheit, die Zukunft, den Alltag – alles haben wir hinter beziehungsweise über uns gelassen, in dem Augenblick, in dem wir eingetaucht sind in die Heimat von Korallen und Fischen – auf dem krönenden letzten Tauchgang unseres Tauchkurses.

Unverhofft kommt oft

Zu den Träumen jedes Tauchers gehören Begegnungen mit „Großfisch“. Haie, Schildkröten, Walhai, Mantas gehören zu dem, auf was man vor jedem Tauchgang hofft. Delphine gehören natürlich auch dazu. Im Roten Meer sieht man sie öfters mal vom Boot aus. Unterwasser hatte ich bei meinen Tauchgängen bisher nur einmal das Glück. Als wollten sie für einen eher mäßigen Tauchgang entschädigen, erscheinen sie dann plötzlich und sorgen für einen ordentlichen Adenalinstoß.

Delphine

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