Schlagwort-Archive: Urlaub

Ein Land, eine Müllkippe

Nach acht Tauchurlauben in Hurghada hatte ich dieses Mal wirklich die Hoffnung, dass es im Süden des Landes nicht gar so verdreckt ist, wie in der Touristenhochburg. Und so ging es in der ersten Woche nach Port Ghalib ins Crowne Plaza Sahara Oasis. Das war eigentlich als Schickimicki-Urlaubsparadies der kuwaitischen MAK Group geplant. Herausgekommen ist eine Hafenpromenade, die mich eher ans Legoland erinnert und drei Hotels, die unbestritten erstklassig sind. Hier ist alles auf Hochglanz poliert und in der Marina glänzen ein paar schöne Yachten in der Sonne.

Bereits auf dem Weg vom nahen Flughafen zeigte sich aber das typische Ägyptenbild. Überall Müll, überall Dreck. Die großen Hotels fahren ihren Müll zwar wenigstens in Säcken auf große Müllkippen in der Wüste. Dort werden die Säcke dann aber entweder von Tieren zerfetzt oder die Einheimischen suchen nach Verwertbarem. Der Wind tut dann den Rest. Dazu kommt dann, dass es in den Köpfen der Bevölkerung noch nicht angekommen ist, dass man Abfall nicht einfach aus dem Autofenster wirft.

Richtig entsetzt war ich aber, dass auf den Tauchausflügen (rund um Marsa Alam macht man Minibusausflüge) der Müll auch einfach liegengelassen wird. Kein Wunder, dass es schon bald überall so aussieht:

Müllkippe

Da macht Tauchen dann doppelt Spaß. Da der Wind am Roten Meer meist aus Norden kommt, bläst es den Abfall wenigstens eher landeinwärts, was dafür sorgt, dass im Wasser kaum Abfall zu finden ist. Aber als naturliebenden Menschen tut einem manchmal regelrecht das Herz weh.

Minimal besser war die Situation in der zweiten Woche im tiefen Süden. Hamata liegt rund 100 Kilometer vor der Grenze zum Sudan und es gibt dort nur ein kleine Anzahl von Hotels und kaum Dörfer. Und trotzdem: Auf der Rückfahrt zum Flughafen Hurghada ging es viereinhalb Stunden durch die Wüste, immer vorbei an Plastiktüten und leeren Getränkeflaschen. Ein Land, eine große Müllkippe.

Urlaubsgrüße

Viele Grüße aus Port Ghalib, aus einem erstklassigen Hotel, das gerade mal zu 20% belegt sein dürfte. Dass es Internet am Zimmer hat, habe ich heute auch endlich geschnallt. Die ganze Stadt, oder wie man das hier nennen mag, ist fast leer und so künstlich und unwirklich aus dem Boden gestampft, wie El Gouna. Die Tauchplätze sind dafür umso toller, und gestern hatten wir genau die Begegnung, die man haben möchte, wenn man nach Elphinstone fährt: Weißspitzen-Hochseehai oder Longimanus.

longimanus

Nächste Woche geht es weiter nach Hamata

Hab grad 14 Kommentare moderiert. Die Jack Wolfskin Abmahnung mausert sich ja ganz schön und die Firma kapierts wohl nicht recht.

Optimismus siegt!

Zielfoto

Gestern war Marathon in München und ich wieder mit dabei. Nach dem Desaster auf den letzten Kilometern im letzten Jahr nahm ich mir heuer eigentlich gar nichts vor. Auch war die Vorbereitung, sagen wir mal suboptimal. Am Start traf ich noch einen Bekannten, der als Zugläufer für 3:15 engagiert war mir und auch mir seine Dienste anbot. Los gings um 10:00 Uhr und nach einem Kilometer hatte sich das Feld von 6000 Startern halbwegs einsortiert. Schnell merkte ich, dass mein Puls zu niedrig war und so forcierte ich ein wenig. Bereits bei Kilometer 15 bekam ich es ein wenig mit der Angst zu tun, denn die 5 km Marken passierte ich alle ziemlich genau um 21:40. Allerdings war der Puls noch immer konstant bei 155 und so gab es eigentlich keinen Grund zu bremsen. Die Halbmarathonmarke passierte ich bei 1:31:25 und bei Kilometer 30, bzw 2:09:50 fing ich innerlich langsam an zu rechnen. Als der Mann mit dem Hammer bei Kilometer 35 noch immer nicht da war und die Beine noch nicht übermäßig schmerzten, war ich mir einer Zeit unter 3:10 sicher. Aber selbst auf den letzten Kilometern bis ins Ziel wurde ich kaum langsamer und als es dann bei künstlichen Nebel mit Laserlicht und „I came for you“ durchs Marathontor ging, da war es da, das Runner´s High. Als die Uhr im Ziel wirklich bei 3:04:51 stehenblieb konnte ich es kaum glauben. Die drittbeste Zeit meiner Karriere war das und wenn man bedenkt, dass meine Bestzeit mit 2:46 aus dem Jahr 1988 stammt, machts mich doppelt fassungslos.

Jetzt ist erstmal Wunden lecken angesagt, die Muskeln schmerzen schon gewaltig und ich fürchte, morgen wird es noch schlimmer sein. Aber die eine Woche bis zum Urlaub bring ich rum und dann geht es ab in den Süden, die Tauchgründe rund um Marsa Alam und Hamata rufen!

Uuurlaub!

Ökologisch unkorrekter geht es eigentlich kaum, aber die drohende Fußball-EM ließ uns keine andere Wahl als aus Europa zu fliehen. Und so geht es Freitag für die nächsten drei Wochen nach Bali. Den „Ballermann“ Kuta umgehen wir ganz bewußt und wohnen zuerst in Candi Dasa (7 Nächte). Auf der vorgelagerten Insel Penida hoffen wir auf Mantas, Haie und Mondfisch. Weiter geht es nach Tulamben (3 Nächte), wo wir spätestens auf Claudio und Ruth treffen, die mit den Motorrädern rund ein Jahr in Australien unterwegs waren und gerade erkältet auf Sumbawa im Bett liegen. In Tulamben liegt direkt am Strand das Wrack der USAT Liberty, die 1943 von einem japanischen Torpedo getroffen wurde. In Penyabangan (7 Nächte) werden wir dann viel Kleinfisch rund um Menjangan sehen. Neben Trips ins Landesinnere planen wir auch einen Tag auf Java ein, wo wir den 2380 Meter hohen Vulkan Ijen besteigen wollen. Ganz tauchfrei werden wir dann die Sache in Ubud (3 Nächte) abschließen, bevor wir wieder am 28.6. pünktlich zum Endspiel in Frankfurt landen.

In der Zwischenzeit laufen hier alle Kommentare in die Moderation. In den Hotels soll es aber Internet geben und so werde ich wohl gelegentlich ein Lebenszeichen geben können.

Urlaubsantrag?

Frau Meg fragt bei ihren Lesern an, ob sie eine Woche in Urlaub fahren darf. So weit kommts noch, dass ich hier jemanden um Erlaubnis frage! Nee, ich mach Euch lieber die Zähne lang und verkünde hiermit, dass wir im Juni für drei Wochen nach Bali fliegen! Wir werden in vier verschiedenen Hotels wohnen und so die ganze Insel an Land und im Wasser besichtigen. Tauchtechnisch stehen Manta und Mola-Mola ganz oben auf der Liste. Außerdem möchten wir die Schaukelfische am Wrack der USAT Liberty vor Tulamben und die Buddhas am Tauchplatz Temple Wall besuchen. Natürlich wollen wir auch über Wasser alles sehen und da wir noch auch ein wenig faulenzen wollen, sind drei Wochen eigentlich schon wieder viel zu kurz. 😉

Tansania – Kilimanjaro, Safari und Sansibar

Im Jahr 1991 war ich mit zwei Freunden für drei Wochen in Tansania. Wir bestiegen den Kilimanjaro, machten eine Jeepsafari durch verschiedene Nationalparks und verbrachten noch eine Woche am Traumstand von Jambiani auf Sansibar. Mangels Blog habe ich mein Reisetagebuch damals auf Papier geschrieben. Im Juni habe ich es nun endlich geschafft, alles 1:1 abzutippen und online zu stellen. Zusätzlich habe ich dann noch meine Dias einscannen lassen, am Wochenende endlich ins Fotoalbum gelegt und den Bericht mit passenden Bildern versehen. Wenn es also jemanden interessiert: Hier gehts lang.

Last Water am Kilimanjaro

Kitzbüheler Russen-Quote

Wer schon einmal in der Türkei oder in Ägypten Urlaub gemacht hat, der kennt den hohen Anteil an osteuropäischen Touristen dort und deren teilweise schlimmen Verhaltensweisen. In manchen AI-Hotels in Hurghada liegt der „Russenanteil“ bei gut 80%. Wer da an der Trinkfreudigkeit dieses Volkes keinen Spass hat, dem kann da mitunter der Urlaubsspass verdorben werden.

Im (Noch-) Schickimickiort Kitzbühel hat die Direktorin des Tourismusbüros wohl Angst um den guten Ruf Ihres Dorfes und sich in einer schwachen Stunde bei einem Interview mit einem TV-Sender verplappert. In den Hotels gebe es eine „Russen-Quote“. Für den Fall, dass der „Russen-Anteil“ in einem Hotel die Zehn-Prozent-Marke übersteige, gebe es eine Empfehlung des Kitzbüheler Hotelvereins, bei Buchungsanfragen höflich, aber bestimmt „Njet“ zu sagen.

Damit hat sie natürlich eine Welle der Entrüstung losgetreten und seitdem rudern alle wieder zurück, so gut es geht. Und trotzdem betont man aber, dass eben keine Bevölkerungsgruppe „überhand“ nehmen solle. Das hätte man von St. Moritz gelernt, wo sich die Hoteliers über allzu „rauschende“ Feste beschwert hätten. Allerdings braucht man auch die russischen Gäste, denn immer mehr deutsche Gäste bleiben ja weg. Mich interessiert ja nur mal, ob es auch eine Deutschen-Höchstquote gibt. 😉

Ich persönlich bin ja ein Fan von Südtirol und vorallem den Dolomiten, denn da gibt es ein Rauchverbot in den Restaurant, was den Spass am Skiwochenende noch viel größer macht. Außerdem haben die da günstigere Preise und mit der Sella Ronda kann kein Skigebiet in Österreich mithalten. – Kommen jetzt die Prügel aus dem Nachbarland? 😀