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Von wegen keine Totalüberwachung!

Ich kann mich noch gut erinnern, als die LKW-Mautbrücken auf den Autobahnen eingeführt wurden. Damals wurde vehement abgestritten, dass die Daten zur Überwachung oder zur Fahndung verwendet würden. Auf einer Seite des BAG (Bundeamt für Güterverkehr) findet man folgenden Text:

Stichprobenartig wird dazu an diesen Standorten der gesamte, die Kontrollbrücke passierende Verkehr mit einer Videokamera aufgenommen. Auf diesen Aufnahmen sind die Fahrzeuginsassen dieser Fahrzeuge nicht zu erkennen. Die Aufnahmen dienen nicht zur Verkehrsüberwachung sondern ausschließlich zur Qualitätsüberwachung der Kontrollbrücken. Eine Weitergabe des Bildmaterials an Dritte erfolgt nicht.

Nach Auswertung der Aufnahmen durch das Bundesamt für Güterverkehr werden die Videoaufnahmen sofort vernichtet.

Jetzt wurde ein Schütze gefasst, der in rund 600 Fällen von Autobahnbrücken auf vorbeifahrende Fahrzeuge geschossen haben soll. In Bayern2 kam heute morgen die Erklärung, wie man ihn gefasst hatte. Man hatte die Daten verglichen, die man aus der Nähe der Tatorte gehabt hatte:

Offensichtlich gelang die Festnahme des Mannes nach monatelangen Observationen und technischen Überwachungsmaßnahmen. So sollen BKA-Ermittler bundesweit Anlagen zur Erfassung von Lkw-Kennzeichen installiert haben. Die aufgezeichneten Daten wurden dann mit Handyverbindungsdaten abgeglichen – und zwar immer dann, wenn ein neuer Fall bekannt wurde.

Und jetzt soll mir mal noch einer erzählen, wir würden nicht alle systematisch überwacht. Sapere aude!

Das Essen der anderen

Da mein Stammcafé derzeit geschlossen hat, habe ich mich heute in der Mittagspause ins benachbarte McCafé verirrt. Der Cappucino ist ganz annehmbar und mittags esse ich normalerweise sowieso nichts. Was mir allerdings sauer aufstößt ist, dass man sich zu sehr von Florian Henckel von Donnersmarck hat inspirieren lassen. Irgendwie fiel mir heute auch gleich sein Film ein, als ich die durchgängige Bespitzelung auf allen Sitzplätzen entdeckte.

Domekamera im McDonalds Regensburg

Mehr als zehn Domekameras habe ich heute im verhältnismäßig kleinen Innenbereich des Restaurants gezählt. Allein fünf davon im Kassenbereich, wo ich es noch verstehen kann. Im Gastbereich allerdings haben diese Kameras meines Erachtens rein gar nichts verloren. Für was sollen die gut sein? Das Essen ist zu dem Zeitpunkt schon bezahlt und es wird kaum jemand dem Tischnachbarn einen Burger vom Tablett stehlen. Zwar wird auf die Kameraüberwachung hingewiesen, die Aufkleber an den Türen sind aber wohl absichtlich recht unscheinbar und klein gehalten, damit sie niemanden auffallen.

Überwachungshinweis im McDonalds Regensburg