Transparenz in Bayern

Nun wurden sie also doch veröffentlicht, die Agrarsubventionen, die die bayerischen Bauern erhalten. Lang hatte sich die CSU gewehrt, wohlwissend, dass sie mit ihrer Weigerung doch nicht durchkommen würde. Gerne hätte man es noch über die Bundestagswahl geschafft, aber letztendlich wollte man dann doch keine Strafzahlungen riskieren. Und schließlich konnte man es am Ende doch noch als Erfolg verkaufen, steht doch jetzt bei jeder einzelnen Zahlung dabei, wofür der Landwirt sie erhalten hat.

So besteht der Förderkuchen bei allen Bauern in meinem direkten Umkreis beispielsweise aus drei Teilen. Das größte Stück sind die Direktzahlungen der EU – 1. Säule. Dazu gibt es noch Zahlungen für Agrarumweltmaßnahmen und Ausgleichszulage in benachteiligten Gebieten. Letztendlich sind die Erläuterungen also für die Katz, weil sowieso jeder Landwirt sein Geld aus den gleichen Programmen bekommt. Lediglich die Summen unterscheiden sich und werden reichlich Stoff für die Neiddiskussionen der kommenden Stammtischwochen geben. Und damit das auch sicher so kommt, hat die SZ gleich mal ein paar rausgekramt, denen es der Kleinbürger bestimmt nicht gönnt.

Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) erhält etwa 7000 Euro aus dem EU-Agrarfonds, der Sohn von Fürstin Gloria von Thurn und Taxis bezieht etwa 575.000 Euro.

Wer selber ein wenig wissen möchte, was der Bauer nebenan wofür bekommt, der wird hier fündig:
Empfänger EU-Agrarfonds in Bayern

2 Gedanken zu „Transparenz in Bayern“

  1. …. Landschaftspflege?-
    Warum bekommt der stinkreiche Fürst aus Regensburg
    Hunderttausende…?
    Den Großen gibt mans.
    Der Kleine soll aufhören…
    Aber schön vom Erhalt der Bäuerlichen Landwirtschaft heucheln.
    CSU, die ist nicht landwirtschafts- bzw. Mittelstandsfreundlich.

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