Transrapid am Ende

Es war ja schon von Anfang an die Frage, ob Günther Beckstein das Spielzeug seines Vorgängers wirklich gegen den Willen der Bevölkerung bauen lassen und die CSU damit ins nächste Wahldesaster steuern würde. Bisher hatten die Schönrechner die Kosten auf 1,85 Milliarden Euro beziffert, nun hat die Süddeutsche Zeitung einen Artikel veröffentlicht, in dem sie sich auf Berechnungen der beteiligten Unternehmen unter Führung von Siemens und Thyssen beruft. Danach belaufen sich die wirklichen Kosten auf rund drei Milliarden Euro. Da Freistaat und Bund nur bereit sind, maximal 925 Millionen beizusteuern, dürfte damit wohl das Ende des Transrapid besiegelt sein.

10 Gedanken zu „Transrapid am Ende“

  1. Technisch gesehen finde ich das schon schade, irgendwo in Deutschland sollte dieses Ding mal dringend hingebaut werden — am besten da, wo viele Leute schnell von A nach B wollen und nicht können.
    Die MUC-Flughafen-Linie war allerdings von Anfang an eine blödsinnige Idee, weil man eben für 28km gerade keinen Hochgeschwindigkeitszug braucht.

  2. Das ist aber doch an sich nichts neues, es hat wohl kaum jemand – auch die Staatsregierung nicht – geglaubt, daß sich der ursprüngliche Kostenplan einhalten läßt. Wenn sie jetzt deswegen den Rückzieher macht, ist das eine klare Niederlage der CSU. Unbeschadet aus der Sache rauskommen hätte sie nur können, wenn sie sich auf irgendein neues Argument gestützt hätte – da wäre der Unfall auf der Emsländer Teststrecke, so makaber das jetzt klingt, ideal gewesen.

    Da Freistaat und Bund nur bereit sind, maximal 925 Millionen beizusteuern

    Und dann ist der Freistaat halt auf einmal bereit, mehr auszugeben…

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